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MetalcoreModern Metal

Kritik: Kingdom Of Giants - "Passenger"

Am vergangenen Freitag erschien das heiß ersehnte und lange erwartete vierte Studioalbum der Herren von Kingdom of Giants. Die Band, ...

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Am vergangenen Freitag erschien das heiß ersehnte und lange erwartete vierte Studioalbum der Herren von Kingdom of Giants. Die Band, die lange Zeit als aufstrebender Geheimtipp galt, schaffte in der vergangenen Zeit den Sprung ins Rampenlicht der Metalcore- und Post-Hardcore-Szene.

Mit „Passenger“ wollte die Band nun den nächsten Schritt machen und ihre Position sichern. Dafür wurde mit SharpTone Records ein neues Label an Land gezogen und zwölf neue Songs veröffentlicht. Ihr wollt wissen, wie wir die neue Platte finden? Wir verraten es euch!

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Kingdom Of Giants liefern auf „Passenger“ grundsolide Genre-Kost

Die US-Amerikaner, die dafür stehen, unterschiedlichste Einflüsse in ihre Musik aufzunehmen, scheuen auch auf „Passenger“ davor nicht zurück. So beginnt das Album mit dem Song „Two Suns“, nimmt sich von Beginn an die notwendige Zeit, um langsam hochzufahren und mit einer Kombination aus Gesangssamples und einem dichten Klangteppich einen stringenten Sound zu kreieren.

Die verwendeten Vocals variieren zwischen harten und gradlinigen Screams, die den Hörer direkt treffen und eine unverblümte Aggressivität ausstrahlen, und den cleanen Vocals, die einen gelungenen Kontrast darstellen.

Wer bei dieser Kombination bereits beim Lesen an Bands, wie I Prevail oder Wage War denken muss, dem sei gesagt… genau das ist der Vibe.

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Und so kommt es, dass Songs, wie „Night Shift“, „Burner“, „Sleeper“ oder auch „The Ride“ alle die ein oder andere Gemeinsamkeit aufweisen. Kurze catchy Titel, die im Kopf hängen bleiben, ausgiebige Synthesizer-Parts, die den hart und roh klingenden Gitarrensound der Band in ein etwas weicheres Bett packt, und ein abwechslungsreiches Spiel aus Shouts und cleanen Vocals.

Die Songs sind definitiv für eine große Bühne ausgelegt, werden das Publikum anheizen und machen auch im heimischen Wohnzimmer oder unterwegs via Kopfhörer Spaß; man bekommt allerdings das Gefühl, dass die Songs alle aus ein und dem selben Guss stammen.

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Die Produktion des neuen Albums von Kingdom Of Giants ist auf den Punkt und knüpft nahtlos an vergangenen Alben an. Eine Besonderheit ist, dass es dann doch kleinere Details gibt, die „Passenger“ nicht wie eine Platte dastehen lässt, die auf der aktuellen Welle mit reitet.

An fünfter Stelle des Albums nehmen sich Kingdom of Giants die Zeit, um mit „00397“ ein Interlude auf das Album zu bringen. Mit einer Länge von 1:46 Minuten wird ein pulsierender Syntesizer-Sound durch die Membran der Boxen gedrückt, der kontinuierlich lauter wird und die Einleitung für „Burner“ darstellt.

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Trotz des eher einheitlichen Sounds und der geringeren Variabilität des Stils wagen „Blue Dream“ und „Lost Hills“ einen Schritt in eine etwas andere Richtung. Die Screams und die geschaffene Gesamtstimmung sorgen in den einzelnen Parts für eine gewisse Dramatik.

Auch für diese Art und Weise gibt es sicherlich diverse Beispiele anderer Interpreten, allerdings spricht nichts dagegen, dass auch Kingdom of Giants ihrem Album so eine weitere Facette hinzufügen.

Foto: Kingdom Of Giants / Offizielles Pressebild von SharpTone Records

Kingdom Of Giants auf Tour

Derzeit gibt es keine angekündigten Tourdates für Kingdom Of Giants. Sollte ein Termin fehlen, würden wir dich bitten, uns eine E-Mail an info@morecore.de zu schicken, damit wir diese hinzufügen können.

ALBUM
Passenger
Künstler: Kingdom Of Giants

Erscheinungsdatum: 16.10.2020
Genre: ,
Label: Sharptone Records
Medium: CD, Vinyl, etc

Tracklist:
  1. Two Suns
  2. Night Shift
  3. Sync
  4. Side Effect
  5. 00397
  6. Burner
  7. Wayfinder
  8. Blue Dream
  9. Sleeper
  10. Bleach
  11. Lost Hills
  12. The Ride
Kingdom Of Giants Passenger
Kingdom Of Giants Passenger
6.5
FAZIT
Mit „Passenger“ veröffentlichen Kingdom Of Giants ein Album, das nahtlos an vorangegangene Werke anknüpft. Die Musik ist modern, eingängig und sollte jeden überzeugen, der aktuellen Metalcore und Post-Hardcore mag. Generell vermisst man während des Hörens das Alleinstellungsmerkmal, das dieses Album aus der Masse heraus hebt.

Auch, wenn Ansätze dessen zu erkennen sind, so bedarf es noch ein Quäntchen mehr, um sich auch langfristig in die Köpfe und Herzen der Hörer zu spielen. Darüber hinaus handelt es sich um ein sehr gut produziertes Album, welches Liebhabern der Musik definitiv gefallen wird und auch für Einsteiger der härteren Musik ein Türöffner sein kann.