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16/01/2026
Review
Pop-Punk Rock
Kritik: Good Charlotte - Motel Du Cap
25 Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums haben sich Good Charlotte mit „Motel Du Cap“ zurückgemeldet. Das achte Studioalbum der ...
VON
Mauritz Hagemann
AM 11/08/2025
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25 Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums haben sich Good Charlotte mit „Motel Du Cap“ zurückgemeldet. Das achte Studioalbum der Band aus dem US-Bundesstaat Maryland markiert zugleich das Ende einer siebenjährigen Durststrecke. 2018 war das bis jetzt letzte Album „Generation Rx“ erschienen.
Eine Reise in die frühen 2000er
Schon der Opener „Rejects“ macht klar, dass Good Charlotte auch im Jahr 2025 auf Pop-Punkklänge setzen, die uns unweigerlich in die frühen 2000er zurückversetzen. Das kann man billig oder langweilig finden. Allerdings ist es genau dieser Sound, mit dem uns die Band damals begeistert hat. Warum also nicht auf das bewährte Erfolgsrezept setzen? Auch „Stepper“ schlägt in dieselbe Richtung ein. Die einprägsame Stimme von Joel Madden trägt natürlich ihren Anteil dazu bei, dass die Songs im Ohr bleiben und sich der typische Good Charlotte-Vibe breit macht. Klar ist aber auch: Wer die Band schon immer überbewertet und einfältig fand, wird auch hier jede Menge Kritikpunkte finden. Es ist und bliebt eben relativ seichter, eingängiger, aber auch einfach gestrickter Pop-Punk.
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Good Charlotte lösen keine großen Emotionen aus
Auf „I Don’t Work Here Anymore“ wird es erstmals balladesk. Allein die hochwertige Produktion sorgt hier dafür, dass der Song „too big to fail“ ist. Ansonsten bietet der Song nicht allzu viele Argumente, um dauerhaft im Ohr zu bleiben. Nett, aber auch nicht weltbewegend. Die ganz, ganz großen Emotionen löst der Song jedenfalls nicht aus.
Ein Feature-Feuerwerk
In der Mitte des Albums haben Good Charlotte dann geradezu ein Feuerwerk an Feature-Gästen vorbereitet. Den Anfang macht Rapper Wiz Khalifa in „Life is Great“. Der Song fängt jede Menge Good Charlotte-Vibes ein. Und es gehört wohl auch zum Konzept dazu, dass er recht träge daherkommt. Ein bisschen mehr hätte aber schon passieren dürfen. Da wirkt „Pink Guitar“ mit der Singer-Songwriterin Zeph, die ebenfalls aus Maryland kommt, schon deutlich erfrischender. Hier zeigen Good Charlotte sehr überzeugend, dass sie ihren Sound der früher 2000er auch richtig gut mit modernem Pop-Punk mischen können.
Dass ein Song mit Country-Sänger Luke Borchelt einen ziemlichen Country-Einschlag bekommen würde, darf natürlich niemanden überraschen. So richtig passt „Deserve You“ aber natürlich nicht auf die Platte. Das gilt auch für „Bodies“, bei dem die Band mit jeder Menge elektronischen Sound experimentieren. So ganz schlecht hört es sich gar nicht an, aber wie so viele Songs auf „Motel Du Cap“ bleibt auch dieser Track bei den guten Ansätzen hängen. Über die gesamte Länge des Songs hört es sich dann doch etwas sehr beliebig an. Das Besondere, das Überraschende fehlt.
Gefällig, aber weitgehend vorhersehbar
An dieser Aussage ändert sich bis zum Ende der Platte auch nicht mehr viel. Wobei das im Detail nicht ganz stimmt: So zeigen sich sowohl „The Dress Rehearsal“ als auch die Ballade „Castle in the Sand“ musikalisch noch einmal von einer etwas anderen, ausgefeilten Seite. Hier wurde mehr ins Songwriting investiert, ohne dabei unser Gehör übermäßig zu strapazieren. Das Finale „GC Forever“ ist dann noch einmal eine emotionale Message an die Fans der ersten Stunde. GC Forever hört sich doch erst einmal nicht schlecht an oder?
Foto: Jen Rosenstein / Offizielles Pressebild
Motel Du Cap
Künstler: Good Charlotte
Erscheinungsdatum: 08.08.2025
Genre: Pop-Punk, Rock
Label: Atlantic Records
Medium: Streaming, CD, Vinyl, etc
- Check in at Motel Du Cap
- Rejects
- Stepper
- I Don't Work Here Anymore
- Life is Great (feat. Wiz Khalifa)
- Pink Guitar (feat. Zeph)
- Deserve You (feat. Luke Borchelt)
- Mean
- Bodies
- Vertigo (feat. Petti Hendrix)
- The Dress Rehearsal
- Castle in the Sand
- GC Forever
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