Review

Metalcore

Kritik: Dreamshade - "A Pale Blue Dot"

Dreamshade machen einen Punkt. Denn mit „A Pale Blue Dot“ veröffentlichen die Schweizer ihr nunmehr viertes Studio-Album. Wie sich der ...

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Dreamshade machen einen Punkt. Denn mit „A Pale Blue Dot“ veröffentlichen die Schweizer ihr nunmehr viertes Studio-Album. Wie sich der Sound auf dem neuen Album entwickelt hat und was die 14 Tracks zu bieten haben, das erfahrt ihr in unserer Review.

Dreamshade knüpfen an vergangene Alben an

Eines wird beim Hören von „A Pale Blue Dot“ klar: Der moderne Sound, den die Herren bereits auf den vergangenen Veröffentlichungen an den Tag gelegt haben, wird fortgeführt. Dies wird bereits beim ersten Song „Safe Harbour“ deutlich. Der verträumt-wabernde Synthesizer-Sound definiert sich im Laufe des Intros und mündet in eine Riff-Expolsion, die mit harten Metalcore-Klängen nach vorn geht. Darüber hinaus variiert der Song sowohl zwischen Half- und Full-Time Tempo als auch zwischen cleanem Gesang und eingängigen Screams.

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Auch sind Songs wie „Lightbringers“ oder „Shanghai Nights“ tanzbar, gehen an der ein oder anderen Stelle in Richtung von Bands, wie den Architects, oder auch While She Sleeps und werden einer breiten Masse zusagen.

Die Vielseitigkeit der Songs durch unterschiedliche Parts und einer generellen musikalischen Abwechslung macht die Tracks interessant. An dieser Stelle wäre beispielsweise „Step Back“ zu nennen, der mit einem Syntesizer-Klangteppich beginnt, relativ schnell allerdings an Härte zunimmt und zu einem treibenden Metalcore-Song wird, der bereits beim ersten Hören Freude bereitet.

Zusätzlich ist der Song an der ein oder anderen Stelle so sehr mit elektronischen Einflüssen bestückt, dass er fast in eine Dubstep-artige Richtung geht.

Die Vielseitigkeit der Tracklist zwar auffallend hoch, leider hat man an der ein oder anderen Stelle trotz allem das Gefühl, dass die Songs etwas gradliniger sein könnten, oder ein wenig kürzer gestaltet hätten werden können.

Features, die abliefern

Insgesamt sind zwei Feature-Tracks auf Dreamshades „A Pale Blue Dot“ vorhanden. Mit „Stone Cold Digital“ geht die Band gemeinsam mit der italienischen Sängerin Rose Villain in eine etwas andere Richtung.

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Zum einen ist der elektronische Anteil des Songs noch einmal verstärkt spürbar und auch der Gesang von Rose Villain wurde durch Filter bearbeitet; zum anderen verändert sich auch der generelle Gesang von Dreamshade. Dieser wird nämlich eher in einer Rap-artigen Weise vorgetragen. Man merkt also, die Band testet sich aus.

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Das zweite Feature ist auf dem Song „Nothing But The Truth“ enthalten. Hier ist neben Dreamshade auch John Henry von Darkest Hour zu hören. Der Song ist deutlich gradliniger als seine Vorgänger. Auch die Screams wirken wilder und ungehaltener, was den Song zu einem Highlight auf „A Pale Blue Dot“ macht. Dabei kommt durchaus der Gedanke an Bands wie In Flames auf.

Foto: Kyrhian Balmelli / Offizielles Pressebild

Dreamshade A Pale Blue Dot
7.5
FAZIT
Mit „A Pale Blue Dot“ knüpfen Dreamshade an ihre vergangenen Werke nahtlos an. Der Sound der Schweizer ist modern, vielseitig und feierbar. An der ein oder anderen Stelle könnte er manch einen Hörer etwas überfrachten mit Einflüssen. Die Features des Albums sind treffend und besonders mit dem Track „Nothing But the Truth“, der mit Darkest Hour-Mitglied John Henry komplettiert wird, wird definitiv ein Highlight der Platte geliefert.
/morecorede
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