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MetalcoreModern Metal
Kritik: Architects - "The Sky, The Earth & All Between"
Für Architects-Verhältnisse hat es dieses Mal gerade zu lange gedauert, bis die Band aus Brighton and Hove, UK ein neues ...
VON
Mauritz Hagemann
AM 01/03/2025
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Für Architects-Verhältnisse hat es dieses Mal gerade zu lange gedauert, bis die Band aus Brighton and Hove, UK ein neues Album veröffentlicht. Immerhin liegen zwischen dem letzten Album “The classic symptoms of a broken spirit” , das im Oktober 2022 erschien und dem jetzt veröffentlichten „The Sky, The Earth & All Between“ deutlich über zwei Jahre. Für eine Band, die schon so lange unterwegs ist und zudem auch live in den letzten Jahren einige Touren abgespult hat, ist das allerdings immer noch eine beachtliche Leistung. Außerdem durften wir uns in den letzten Monaten bekanntlich schon über die ein oder andere Single freuen.
Viel Abwechslung im Songwriting
Das Album startet mit „Elegy“, das uns einen sehr guten ersten Eindruck davon vermittelt, was wir auf „The Sky, The Earth & All Between“ erwarten können. Sam Carter, der sich stimmlich keine Grenzen setzt, viele elektronische Elemente und ein überaus kreatives und abwechslungsreiches Songwriting. Und das ist wirklich so positiv gemeint wie es sich anhört. Denn auch Songs wie die bereits als Single veröffentlichten „Whiplash“ und „Blackhole“ gelingen mit dieser Rezeptur richtig gut. Architects nehmen auf „The Sky, The Earth & All Between“ immer wieder Tempo auf, was vor allem in den Refrains überzeugt. Gleichzeitig gibt es aber immer noch genügend Raum für die typischen Breakdowns, die der Band gerade in der Anfangszeit als Alleinstellungsmerkmal gedient haben.
Architects setzen den eingeschlagenen Weg fort
Apropos Anfangszeit: Mit den vielen gesungenen Refrains werden die Fans der alten Schule sicher hier und fremdeln. Härter werden Architects auf ihren neuesten Werk sicher nicht. Aber die Band setzt eine schon mit dem 2021er-Album „For Those That Wish To Exist“ begonnene Stilrichtung konsequent fort. Das Ganze wirkt dabei zum Glück sehr authentisch. Die Band versucht nicht, sich um jeden Preis in den Mainstream zu spielen. Sie nutzt ganz einfach die vielen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten. Um es mit einem Zitat aus „Blackhole“ auf den Punkt zu bringen: „The Sky is the limit“.
Jordan Fish setzt beim Sound Maßstäbe
Architects sind natürlich längst keine Band mehr, die es zwingend nötig hätte, das eigene Album mit zahlreichen Feature-Parts anzureichern. Und so nutzen sie diese Möglichkeit auch nur sehr bedacht. Die Zusammenarbeit mit House of Protection auf „Brain Dead“, der auch instrumental erfrischend anders und mehr nach Hardcore klingt, bereichert das Album aber ohne Frage. Das gilt letztlich auch für einen Song wie „Evil Eyes“, der sicher in Sachen Eingängigkeit nicht an die Vorab-Singles herankommt. Aber es ist eben ein weiteres Puzzlestück dieses vielseitigen Albums. Dass „The Sky, The Earth & All Between“ so vielseitig geworden ist, liegt sicher auch an der Beteiligung von Jordan Fish. Nach seinem „Wechsel“ von Bring Me The Horizon macht er nun mit Architects das, was er auch schon bei BMTH getan hat. Er macht den Sound der Band einzigartig und eigenständig und bringt ihn so auf ein neues Level.
Auch der Schlussakt gelingt
Wer die bereits früh im vergangenen Jahr veröffentlichten Songs „Cursed“ und „Seeing Red“ nicht schon bis zur totalen Erschöpfung gehört hat, kann „The Sky, The Earth & All Between“ mit diesen beiden Songs noch einmal ausklingen lassen.
Auch der Schlussakt in Form von „Chandelier“ gelingt noch einmal richtig gut und setzt einen passenden Schlussstrich unter das Album. Ein Album, das dem Namen alle Ehre macht. Architects nehmen in jeglicher Hinsicht alles mit – und ihnen gelingt auch alles.
Foto: Ed Mason / Offizielles Pressebild
The Sky, The Earth & All Between
Künstler: Architects
Erscheinungsdatum: 28.02.2025
Genre: Metalcore
Label: Epitaph
Medium: CD, Vinyl, etc
- Elegy
- Whiplash
- Blackhole
- Everything Ends
- Brain Dead (feat. House of Protection)
- Evil Eyes
- Landmines
- Judgement Day (feat. Amira Elfeky)
- Broken Mirror
- Curse
- Seeing Red
- Chandelier
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