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Interview

Venues: „An ‚Solace‘ zu arbeiten hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, ein Ventil zu haben“

Robin und Lela über den Besetzungswechsel, Aufgabenverteilung in der Band und das Konzept hinter dem neuen Album.

VON AM 30/08/2021

Am Freitag haben Venues ihr neues Album „Solace“ und damit den ersten größeren Output in neuer Besetzung auf den Markt gebracht, denn seit 2019 sind Lela und Valentin Teil der Kombo.

Wir durften uns exklusiv mit Vokalisten Lela und Robin über die neue Scheibe unterhalten und haben erfahren, wie die Arbeitsteilung in der Band funktioniert, wie sich die neuen Mitglieder in die Band eingefügt haben und welche Pläne nun anstehen.

Venues im Interview zum neuen Album „Solace“

Kevin | MC: Wie ist es euch im letzten Jahr ergangen?

Lela: Das letzte Jahr war trotz der Umständen sehr aufregend für uns. Wir haben es super geschafft, uns beschäftigt zu halten, mit Songwriting und der Produktion des Albums sowie den Videodrehs oder Fotoshootings und allem, was dazu gehört. Ich würde sagen, ohne dieses Album hätten wir mit Sicherheit mehr darunter gelitten. An „Solace“ zu arbeiten hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, ein Ventil zu haben. In unserem Fall die Musik. Wir sind alle sehr dankbar für die Band und die Möglichkeit, gemeinsam Musik zu kreieren.

Kevin | MC: Ihr habt gleich zwei neue Mitglieder in eure Band aufgenommen – wie haben sich Lela und Valentin in die Band eingefügt?

Robin: Mit Lela sind wir ja tatsächlich seit Anfang 2019 schon etwas länger unterwegs und haben uns auf den kurzen Touren mit Atreyu und danach mit The Amity Affliction ziemlich gut eingespielt. Generell hat’s hier relativ schnell klick gemacht und wir haben uns ab der ersten Sekunde super verstanden.

Auch Valentin, der Ende 2019 fest bei uns eingestiegen ist, ist schon länger im Umfeld von Venues dabei und bereits früher immer mal wieder an der Gitarre eingesprungen oder hat uns anderweitig geholfen. Nach einigen Shows im neuen Line-Up und dem Schreiben und Produzieren des ersten gemeinsamen Songs (der später „Uncaged Birds“ heißen sollte) war ich mir sehr schnell sicher, dass unsere neue Aufstellung einwandfrei funktioniert und ich mehr als nur happy damit bin!

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Kevin | MC: Haben sich die Zuständigkeiten in Venues verändert?

Robin: Hier haben wir einige Bereiche neu verteilt. Zum Beispiel unterstützt Valentin seit seinem Einstieg unseren Main Songwriter Constantin tatkräftig beim Schreiben der Instrumentals und kümmert sich zusammen mit unserem Soundmann Julian um den technischen Shizzle für unser Live Set-Up. Außerdem sind wir Dank ihm endlich in der Lage, gut klingende Demos unserer neuen Songs zu recorden.

Dennis kümmert sich mittlerweile um die komplette Verwaltung und den Versand unseres Merchandise und darf sich auf unserem TikTok austoben.

Lela unterstützt mich bei der Social Media-Arbeit und bei den ganzen Steuersachen. Und ich kümmere mich um das Management, Kommunikation mit den verschiedenen Partnern und um die Koordination der verschiedenen Bereiche etc. Alles in allem packt jeder da an, wo er es am besten kann um das Projekt weiter nach vorne zu bringen.

Kevin | MC: Stellte der Besetzungswechsel für das zweite Album eine besondere Herausforderung dar?

Robin: Überhaupt nicht. Meinem Empfinden nach war eher das Gegenteil der Fall. Auch wenn wir beim Songwriting eine extrem demokratische Band sind, waren wir uns, bis auf ein oder zwei Songs, immer sehr schnell einig, wo wir als Band mit dem Track hin wollten. Generell waren unsere zwei Wochen im Studio super harmonisch und haben sich eher wie ein Freizeitausflug mit der Familie angefühlt anstatt wie „Arbeit“.

Dazu kam noch, dass Constantin, Dennis und ich bereits einige Erfahrungen bei der Produktion unseres Debütalbums „Aspire“ gemacht haben, von denen wir diesmal stark profitieren konnten. Wir hatten viel realistischere Einschätzungen, was wie lang dauern würde und bis wann wir was brauchen. So wurden zum Beispiel die Musikvideos mit Marius Milinski schon sehr früh besprochen und eingeplant, damit auch wirklich alles in time da ist.

Kevin | MC: Ihr habt mit dem Release eurer Musikvideos eine zusammenhängende Story erzählt. Was hat euch zu diesem Schritt gebracht?

Robin: Hier wollte ich dieses Mal unbedingt etwas besonderes machen, da ich‘s immer sehr schade finde, wenn geile Songs mit einem eintönigen Performance-Video veröffentlicht werden. Ich bin ein riesiger Fan der Don Broco-Musikvideos und wollte für Venues auch etwas ganz Bizarres haben, das mit dem Song an sich und den Lyrics nicht wirklich zu tun hat, dafür den Zuschauern aber einen WTF-Moment beschert. Hier haben wir unserem Videographer und guten Freund Marius Milinski dann eigentlich komplett freie Hand gelassen seine Fantasien umzusetzen.

Ich weiß noch, wie laut wir gelacht haben, als wir das erste Mal das Konzept von „Rite of Passage“ gelesen haben. Anfangs war noch nicht wirklich klar, dass es fünf Videos dieser Art werden sollten und dass diese auch alle zusammenhängen, aber da der Dreh so viel Spaß gemacht hat und auch das Feedback super war, entschlossen wir uns auf halbem Weg, die Zombie-Love-Murder Story in allen fünf Singles zu erzählen.

Lela: Was ich an den Videos super finde ist, dass wir selbst sozusagen „mit den Videos gewachsen sind“. Da wir zu Beginn alle nicht wussten, wie und wo die Story enden wird, waren wir immer wieder von Neuem total gehyped, wenn von Marius die Idee für das nächste Video kam. Wir sind auch von Video zu Video immer mehr in unsere Rollen gekommen und konnten immer besser agieren und freier schauspielern. Es war ein riesen Spaß!

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Kevin | MC: Wie wichtig ist euch die Ästhetik von „Solace“ insgesamt? Was waren eure Inspirationen?

Robin: Angefangen bei den Strukturen der Songs, über die Lyrics, bis hin zum Sound des Albums, Cover-Artwork und Merchandise haben wir sehr darauf geachtet, dass das Album in einem einheitlichen kühlen Vibe auftritt, bei dem das Thema „Trost finden“ immer irgendwie mitschwingt. Unsere Hauptinspiration dabei war der Ozean und viele Dinge, die direkt mit ihm verbunden sind. Verbindungen dazu sind immer wieder in den Lyrics zu finden oder auch in den visuellen Gestaltungen. Das einzige, was hierbei völlig rausfällt sind die Musikvideos. Die stehen für sich [lacht].

Kevin | MC: Mit dem neuen Album gebt ihr den Fans einen weiterentwickelten Sound und brecht Genregrenzen auf. War das ein Anspruch?

Lela: Das Brechen mit den Genres liegt daran, dass jeder von uns sehr verschiedene Inspirationen hat und wir das Songwriting sehr demokratisch gestalten. Also kann jeder Ideen und Wünsche einbringen. Die verschiedenen Einflüsse und das demokratische Arbeiten an den Songs birgt zwar auch viel Diskussionspotential, aber wir sind alle sehr kompromissbereit und haben uns in der Hinsicht super eingegrooved. Erst wenn alle mit einem Song zufrieden sind, ist er auch wirklich fertig. Immerhin ist es uns wichtig, die Songs authentisch perfomen zu können. Und das funktioniert am besten, wenn jeder hinter dem steht, was er da auf der Bühne spielt und/oder singt.

Kevin | MC: Wie sehen eure kommenden Schritte für die Weiterentwicklung der Band aus?

Lela: Wir arbeiten bereits am dritten Album und wollen bis dahin so viel wie möglich live spielen. In diesem Sommer hatten wir das Glück, bereits einige coole Shows spielen zu können. Das hat uns definitiv Hunger auf mehr beschert. Wir sind sehr gespannt, was noch kommt und ob wir vielleicht sogar eine richtige Release-Show schaffen können. Bisher gibt es hierzu noch keine konkreten Infos, da wir noch nicht wissen wie die nächsten Monate hinsichtlich der Pandemie aussehen werden. Wir drücken aber alle Daumen und hoffen auf das Beste.

Anfang 2022 gehen wir mit Oceans auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wir hoffen natürlich alle, dass sich die Lage beruhigt und wir erst einmal „Solace“ ordentlich mit unseren Fans feiern können.

Oceans und Venues 2022 live auf Tour

13.01.2022 – DE – Berlin, Cassiopeia
14.01.2022 – DE – Hamburg, HeadCrash
15.01.2022 – DE – Köln, Helios37
20.01.2022 – DE – München, Backstage
21.01.2022 – DE – Leipzig, Neues Schauspiel
22.01.2022 – AT – Wien, Chelsea
24.03.2022 – DE – Stuttgart, Universum
25.03.2022 – DE – Frankfurt, Elfer
26.03.2022 – DE – Trier, Mergener Hof

Foto: Verena Red Photography / Offizielles Pressebild

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