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System Of A Down-Sänger Serj Tankian über John Dolmayan: „Ich liebe und respektiere ihn, aber ich liebe und respektiere nicht seine politischen Ansichten“

Auf professioneller Ebene verstehe man sich gut.

VON AM 09/03/2021

System Of A Down statuieren mit ihrer Musik seit Jahr und Tag Gesellschaftskritik und hinterfragen die politischen und gesellschaftliche Strukturen und das sowohl in den USA als auch in Armenien und dem Kaukasus, wo die Mitglieder zum Teil ihre Wurzeln haben.

Drummer John Dolmayan bekleckerte sich dahingehend zuletzt bei den Fans wenig mit Ruhm. Er bekannte sich öffentlich als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump und unterschreibt damit eher wenig die Message, die er mit seiner Band seit Jahren versucht, an die Öffentlichkeit zu tragen.

System Of A Down-Frontmann Serj Tankian über die politische Ansichten von John Dolmayan

Vor allem Frontmann Serj Tankian stellte sich in den vergangenen Monaten häufig dagegen und vor allem auch gegen den ehemaligen Präsidenten. In einem neuen Interview mit Consequence Of Sound spricht er nun über die unterschiedlichen Meinungen, was die Politik in den USA angeht.

Demnach habe man die gleichen Denkweisen zu den Missständen in Armenien, sehe die Problematik in den Staaten allerdings aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

„We’re very good friends, we’re family, and he’s my drummer in my band, so of course we’ve talked about many, many different things, including political views. When you don’t agree with someone after a while about a certain topic … look, it doesn’t mean that we don’t agree about other stuff.

We agree a lot about Armenian stuff, for example, a lot about family stuff, a lot of other things, a lot of personal stuff. But when it comes to American politics, we happen to be on the polar opposite ends of it, and we’re both very passionate and vehement about our views, which is fine.“

Gespaltene Ansichten

Man verstehe sich auf professioneller Ebene gut und Tankian respektiere Dolmayan für so vieles – nicht aber für seine politischen Ansichten. Damit komme er zurecht, denn auch, wenn sie sich natürlich über das Thema Politik unterhalten haben, vermeiden sie es zumeist. So komme man klar.

„I love and respect John very much, but I don’t love and respect his American political views. And that’s fine. And I can live with that and he can live with that because we respect and care for each other. And it’s really just that. Have we talked about it? Yeah. But do we talk about it often? No, because there comes a point where when you don’t see eye to eye on something, you just rather talk about something else.“

Ende letzten Jahres meldeten sich System Of A Down erstmals seit 15 Jahren mit zwei neuen Songs zurück. Die beiden Tracks erschienen, um auf den Krieg und die Unruhen im Kaukasus aufmerksam zu machen.

Mit den Verkäufen über Bandcamp und Fundraising sammelten sie Geld für die Geschädigten.

Im Juni ist die Truppe planmäßig bei Rock am Ring und Rock im Park zu sehen. Ein Headliner-Konzert, das vergangenes Jahr im Zuge dessen angestanden hatte, wurde ersatzlos abgesagt.

Foto: System Of A Down / YouTube: „Chop Suey! (Official Music Video)“

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