Sieben Jahre nach dem Tod von Chris Cornell arbeiten die verbliebenen Mitglieder von Soundgarden weiterhin an dem finalen Album der Band. Gitarrist Kim Thayil hat in einem aktuellen Interview mit LifeMinute ein Update zum Stand der Aufnahmen gegeben und klar gemacht, dass es sich dabei um weit mehr als ein kommerzielles Projekt handelt.
Unveröffentlichtes Material aus über einem Jahrzehnt
Laut Thayil existiert das Material teilweise seit über zehn Jahren, manche Aufnahmen sogar seit 14 oder 15 Jahren. Die Songs befanden sich in unterschiedlichen Stadien: geschrieben, geteilt, geprobt, als Demo aufgenommen. „Sie sind sehr roh. Es sind Skizzen“, erklärt der Gitarrist.
„Man beginnt mit einer kleinen Bleistiftskizze und füllt sie dann mit Kreide, Öl oder Pastell aus. Und genau das müssen wir tun: die Skizzen fertigstellen.“
Gemeinsam mit Bassist Ben Shepherd und Schlagzeuger Matt Cameron arbeitet Thayil mit Produzent Terry Date (u.a. Deftones) an der Fertigstellung. Date ist kein Unbekannter für Soundgarden – er produzierte bereits „Louder Than Love“ (1989) und „Badmotorfinger“ (1991). Der Prozess läuft ohne Label-Druck, ohne Budget-Vorgaben und ohne festen Zeitplan. Die drei Musiker koordinieren die Sessions zwischen beruflichen und privaten Verpflichtungen.
„Es geht darum, das Richtige zu tun“
Für Thayil und die Band steht nicht die kommerzielle Verwertung im Vordergrund.
„Es ist sehr, sehr wichtig für uns alle. Es ist wichtig für das Vermächtnis von Soundgarden. Es ist wichtig für das Vermächtnis von Chris Cornell“, so der Gitarrist. „Es geht darum, unserer gemeinsamen Arbeit gerecht zu werden. Es geht darum, unserem Partner und Freund gerecht zu werden.“
Ein konkretes Veröffentlichungsdatum gibt es nicht. Die Band lässt sich die Zeit, die sie braucht – aus Respekt vor dem Material und vor Chris Cornell, der 2017 verstarb.