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Memphis May Fire: Frontmann Matty Mullins entschuldigt sich für rassistische Bemerkung

Das Ganze sei zehn Jahre her.

VON AM 07/06/2020

Meldungen dieser Natur nehmen aktuell fast kein Ende. Nun wurde auch Memphis May Fire-Frontmann Matty Mullins mit Rassismusvorwürfen konfrontiert, für die er sich ausführlich und öffentlich entschuldigte.

Demnach sei via Soundcloud vorübergehend eine nunmehr zehn Jahre alte Audiospur aufgetaucht, auf der ein Telefonat von Mullins mit seinem damaligen Manager zu hören sei. Während des Gesprächs fiel laut der Angaben kursierender US-Medienberichte das „N-Wort“.

Laut der Ausführungen (unter anderem bei ThePRP und Lambgoat.com) sei dies im konkreten Fall aber nicht auf eine bestimmte Person bezogen gewesen. In einem ausführlichen Statement entschuldigt sich Mullins für die Benutzung des Wortes.

Memphis May Fire-Frontmann Matty Mullins entschuldigt sich für Verwendung eines rassistischen Ausdrucks

Darin heißt es, dass er mit seinem Manager oft in scherzhafte Konversationen verfiel. Die Tonaufnahmen wurden wenig später vom Manager selbst für einen Zusammenschnitt für die Band benutzt. Das Ganze sollte eine Art Andenken an Zeiten vor dem Erfolg der Band sein.

Dass die Tonspur nun Menschen in die Hand gefallen sei, die weder den Kontext noch die Hintergründe kennen würden, führte laut Mullins dazu, dass er nun in einem völlig falschen Licht dargestellt würde. Er entschuldige sich allerdings aufrichtig und verstehe den Aufschrei der Fans.

„10 years ago, before the band had any real traction, I spoke with my manager at the time on the phone every day. Aside from talking about business, we also joked around a lot. I was young, excited, stupid, and always hyper. Anytime he didn’t answer a call I would leave a ridiculously exaggerated or vulgar voicemail for him to chuckle at before calling me back.

A couple years later after the band had seen some success, he took some bits & pieces from the voicemails & made a song with them. His intention was for us to listen, laugh & look back on how far we had come since those ridiculous days. All this time later, that song fell into the hands of some people that do not know me.

Naturally I have seen a burst of angry social media comments from those people who do not know the context or timeframe of what was said and want to expose me in light of everything happening in the world right now, and to be honest, I get it! I would never sit here and try to defend ignorant things that came out of my mouth when I was young and immature. I’m addressing this because those who have heard about it deserve to have the whole story.“

Das ausführliche Statement könnt ihr über den nachfolgend eingebetteten Tweet lesen.

Die Ermordung des US-amerikanischen Bürgers George Floyd ließ die Rassismus-Debatte nicht nur in den USA neu entfachen. Weltweit gehen Menschen auf die Straße und protestieren gegen Rassismus.

Vor einigen Tagen folgten auch Künstler dem Aufruf einer Kampagne auf Social Media, der auch Memphis May Fire-Frontmann Matty Mullins folgte.

Wohin solche Anschuldigungen führen können, wurde erst gestern Abend erneut deutlich. The Ghost Inside trennten sich nur einen Tag nach der Release ihres Comeback-Albums von ihrem Bassisten Jim Riley. Ihm wurden von Musiker-Kollegen dabei ebenfalls Verwendungen von rassistischen Ausdrücken vorgeworfen.

Foto: Memphis May Fire / Live Nation / Offizielles Pressebild

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