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Interview

May The Tempest: Shouter Lucci im Interview zum Debütalbum „Rise To Remain“

Die Platte ist letzten Monat erschienen.

VON AM 25/04/2021

Mitte März veröffentlichten May The Tempest ihr aktuelles Album „Rise To Remain“. Wir konnten uns mit Shouter Lucci über Gefühlslagen, große und kleine Hürden und Anspieltipps unterhalten. Let’s go!

Hört jetzt in „Rise To Remain“ von May The Tempest rein

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MC // Jonas: Ihr habt vor kurzem euer Debütalbum veröffentlicht. Gebt uns gerne einen Einblick in eure aktuelle Gefühlslage.

MTT // Lucci: Wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich sehr surreal an. Als wir angefangen haben an diesem Album zu schreiben, war die Welt noch eine andere und wir waren andere Menschen, das war 2017. Jetzt ist ‚Rise to Remain‘ tatsächlich draußen und was soll ich sagen, Wir sind einfach krass erleichtert. Wir haben wirklich eine Menge Arbeit, Zeit und Tränen reingesteckt und zwischenzeitlich hätte man daran fast etwas zweifeln können, dass es noch kommt. Aber gerade deswegen sind wir extrem stolz auf die Scheibe!

„Im Laufe der Zeit wurde der Druck von uns an uns selbst immer höher“

MC // Jonas: Euer Album trägt den Namen „Rise To Remain“. Beschreibt die Message einmal in euren ganz persönlichen Worten.

MTT // Lucci: Der Name hat sich relativ spät ergeben. Im Laufe der Zeit wurde der Druck von uns an uns selbst immer höher, dass wir endlich damit fertig werden. An dunkleren Tagen wurde die Angst, dass es niemals fertig wird lauter und lauter. Und genau deswegen wollten wir uns selbst ein Zeichen setzen, dass es das noch nicht gewesen sein kann, sondern dass es jetzt erst anfängt. Wir sind da und wir bleiben auch da!

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MC // Jonas: Nach zwei EP aus 2015 & 2016 veröffentlicht ihr nun endlich euer Debütalbum. Wie war der Weg dahin und was waren die kleinen und großen Hürden, die euch begegnet sind?

MTT // Lucci: Am meisten hatten wir mit Sicherheit mit unserem Sängerwechsel 2018 zu kämpfen. Wir wurden gerade für eine Tour als Support von Miss May I gebucht und standen plötzlich ohne Shouter da. Ich hatte damals noch Bass gespielt und bin dann kurzfristig an die Shouts gewechselt. Als Bassist haben wir den Mann ans Bord geholt, der unsere ersten beiden EPs produziert hat. Das hat erstaunlich gut funktioniert und deswegen haben wir es seitdem so beibehalten. Aber natürlich ist diese Umstellung absolut nicht spurlos an uns vorübergegangen und hat uns ziemlich weit zurückgeworfen.

Die zweite große Hürde sollte auch jedem bekannt sein und eigentlich hat man auch keinen Bock mehr über diesen schei** Virus zu reden. Wir haben deshalb den Albumrelease zwei mal verschieben müssen, eine fette Tour durch Europa cancelen müssen und planen aktuell zum vierten mal unsere Release Show. Aber wir sind optimistisch und sobald das ein Ende hat, werden wir alles was wir verpasst haben doppelt so krass nachholen.

MC // Jonas: Ihr habt bereits mehrere Tracks eures Albums vorab veröffentlicht. Warum habt ihr diese gewählt und gibt es weitere Anspieltipps von euch für eure Hörer:innen?

MTT // Lucci: Die beiden Singles “Ghost” und “Nowhere” haben wir schon seit mehreren Jahren in unserer Setlist und deswegen waren die beiden Songs schonmal safe dabei. Das waren auch die ersten beiden Songs, bei denen ich an den Shouts mitgearbeitet hat, damals allerdings noch mit unserem alten Shouter.

„Different“ war der erste Song, der fertig war, deswegen ist es auch unsere erste Single geworden. Unter anderem auch als Ansporn für uns.

Eigentlich wollten wir auch nur die drei als Singles veröffentlichen und dann sollte das Album schon am 1. Mai 2020 kommen. Hat natürlich nicht geklappt, deswegen haben wir die Abstände der Releases etwas verlängert und uns dazu entschieden, noch eine vierte Single rauszubringen. „Clouds“ springt im Vergleich zum Rest einfach komplett aus der Reihe, deswegen war das der perfekte Song für die vierte Single aus unserer Sicht.

Wer Bock auf einen harten Breakdown hat, sollte sich mal ‚Nothing‘ aus dem neuen Album anhören. Der Song fängt zwar ruhig an, aber der Schein trügt.

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MC // Jonas: Der Süden Deutschlands mausert sich immer mehr als die neue Newcomer-Schmiede des Core-Bereichs. Gibt es etwas, wovon ihr denkt, dass ihr euch von anderen Regionen unterscheidet?

Abgeschnitten vom Rest der deutschen Bands

MTT // Lucci: Mir kommt es so vor, als wären wir hier in Bayern etwas abgeschnitten vom Rest der deutschen Bands. Unsere Freunde aus dem Norden oder Osten reden oft darüber, wie gut sie untereinander vernetzt sind. Das ist natürlich etwas schade, aber es ist ja nichts, woran man nicht arbeiten kann.

MC // Jonas: Wie sehen die nächsten Wochen und Monate von May The Tempest aus?

MTT // Lucci: Wir wollen uns jetzt nach unserem Release nicht großartig ausruhen, sondern gleich weitermachen. Wir haben schon ein paar neue Songideen und die ersten Demos sind auch schon im Kasten. Ihr werdet also mit Sicherheit nicht sehr lange warten müssen, bis es was neues zu hören gibt. Sorry, aber wir verschonen euch nicht.

Tourmäßig können wir nicht viel versprechen, das ist aktuell ja von einigen Faktoren abhängig, die wir nicht beeinflussen können. Die abgesagte Europa Tour werden wir allerdings auf jeden Fall nachholen und wir fantasieren gerade sogar mit einer Tour außerhalb von Europa.

 

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MC // Jonas: Hier habt ihr Platz für ein paar persönliche Worte an eure Fans, Familie und euer Team: …

MTT // Lucci: Wir wollen uns bei all unseren Freunden, Familien und allen anderen bedanken, die uns bis hierhin begleitet haben. Jeder einzelne von euch bedeutet uns die Welt und wir sind euch unendlich dankbar, dass ihr uns unterstützt, unseren Merch kauft oder einfach nur unsere Musik hört und wir hoffen, dass wir euch mit ‚Rise to Remain‘ auch ein bisschen was zurückgeben konnten. Wir freuen uns unglaublich auf die Zeit, in der wir endlich wieder live spielen können und wir uns endlich wieder in den Armen liegen können. An alle anderen: Hört auf zu schwurbeln und fangt an zu schwirbeln!

Alle wichtigen Infos zu May The Tempest findet ihr hier!

Foto: Josh Wagner / Offizielles Pressebild

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