Live bei: PERIPHERY in Köln!

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Hach Kinners, was war das für ein Abend… und überhaupt, was ein Tag! Der erste Tag mit 30° Celsius draußen, da hab‘ ich mir direkt die Sachen geschnappt und bin aus Aachen los und… hab‘ gewartet. Eigentlich hätte ich nämlich vor dem Gig noch eine Stunde Schlagzeug-Unterricht mit dem almighty Drummer von PERIPHERY, Matt Halpern, aber da NRW mal wieder gezeigt hat, wie toll es Staus produzieren kann, wurde daraus nichts. Also war die Rhein-Promenade mein bester Freund bis zum Konzert.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Abends dann endlich angekommen, mit einem kleinen Sonnenbrand, konnte ich mir das Gegrinse nicht verkneifen: Es waren echt viele da! Viele bekannte Gesichter aus der Euroblast-Familie, unsere Foto-Girls von MoreCore, Freunde…alle sind zusammengekommen! Pünktlich begann die Show mit den Openern, DESTRAGE. Mir nur geläufig ein Name und für mich durch ihren völlig abgedrehten Stil ein Begriff, rockten die Jungs aus Italien ziemlich hart die Essigfabrik! Wilde Drum-Chops, ein kraftvoller Sänger und völlig groovige Gitarrenparts haben einfach nur Spaß gemacht; wer sie noch nicht kennt und Spaß an Progressive Metal mit einer Riesenprise Chaos und Energie hat: Tada! Reinhören!

Kurz darauf waren THE CONTORTIONIST dran; im letzten Album, Language, haben sie durch einen wunderschönen, offenen Sound bestochen. Letztes Mal, als ich sie im Luxor mit TESSERACT gesehen habe, war dem auch so. Aber diesmal? Meh. Ich fand‘ den Sound bei DESTRAGE schon recht dürftig (was das Zuhören eben echt schwierig macht, wenn man gefühlt fast nur Drums richtig hört). Aber hier? Menno. Sehr schade für eine Band, die durch ein tolles Playing besticht. Aber eine Bassdrum muss eben nicht immer „ficken“. Vielleicht bin ich da auch was überempfindlich, aber das macht dann das Reviewen zu einem unschönen Erlebnis. Nichtsdestotrotz haben die sechs Musiker aus Indiana, wie üblich eine absolut saubere Performance geliefert!

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Zu guter Letzt und zum krönenden Abschluss kamen sie dann endlich: PERIPHERY! Da sie noch keinen passenden Live-Ersatz gefunden haben, kam der Bass vom Band, was der Show aber absolut nicht geschadet hat! Eine bunte Mischung aus alten und neuen Songs wurde gespielt, obwohl der Fokus ganz klar auf dem neuesten Album, Periphery III: Select Difficulty, lag. Von den 12 Songs des Abends waren immerhin sechs davon, wie z.B. „The Way the News Goes…“, „Marigold“, „Remain Indoors und „Lune“ dem 2016er-Werk entnommen.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Immer wieder faszinierend an dieser Band ist für mich ihre starke Bühnenpräsenz bei so komplexen Songs, die absoluten sauberen Vocal-Parts und auch die Stimmung im Publikum; es ist einfach immer wieder schön zu sehen und vor allem zu hören, wie viele die Songs kennen und auch mitsingen. Da hat sicherlich die etwas stärkere Ausrichtung in einen „poppigeren“ Sound einiges zu beigetragen. Gerade Misha und Mark haben die ganze Zeit nur Spökes auf der Bühne gemacht. Man merkt einfach den Spaß an der Sache! Mittendrin kam sogar eine kleine Deftones-Einlage! Und ja, ich brauchte nach den ganzen, absolut wahnsinnig geilen Drum-Einlagen eine neue Hose.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
 



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