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Linkin Park: Chester Bennington habe nur Tage vor seinem Tod noch überglücklich gewirkt

Sean Dowdell (Grey Daze) über die Zeit kurz dem Ableben des Sängers.

VON AM 24/02/2021

Im Juli 2017 fand das Leben von Linkin Park-Frontmann Chester Bennington ein plötzliches Ende. Der Tod erschütterte die Musikwelt und beschäftigt die Szene bis heute. Sein guter Freund und ehemaliger Kollege Sean Dowdell, Drummer bei Chesters ehemaliger Band Grey Daze, spricht in einem Interview mit Audio Ink Radio über die Zeit vor Benningtons Tod.

Demnach habe er zwei Tage zuvor noch mit ihm gesprochen und den Eindruck gehabt, als habe er sich in einer absoluten Hochphase befunden.

Er wusste natürlich von seinen Problemen und habe Chester auch schon in düsteren Phasen erlebt. Dass er erneut auf eine zusteuert, habe er zu jenem Zeitpunkt nicht kommen sehen.

Dowdells Ehefrau jedoch habe schon Monate zuvor Anzeichen gesehen, die man im Nachhinein als solche deuten könne, in dem Moment aber nicht so gesehen habe, so der Schlagzeuger.

Grey Daze-Drummer Sean Dowdell über die Zeit vor Chester Benningtons (Linkin Park) Tod

„Over the years, he did struggle in several different areas. But in the weeks and months leading up to his life-ending choice, I guess, is the best way I can put that, I did not sense anything. I talked to him two nights before he passed. He was on top of the world. He was excited about starting rehearsals. He was excited about a lot of things. We were working on a new business location together. I didn’t sense anything. Now, eight or nine months before that, my wife sensed something in him and said, ‚Chester’s not right. Something’s off.‘ And I said, ‚No, no, no. He’s just trying to go for a new look or whatever.‘ And she said, ‚No. I can see something in his eyes.‘ And she literally said that to me. And I just blew it off, like, ‚No. I don’t think so.‘ And then, of course, what happened, happened. And it’s easy to look back and go, ‚Oh, yeah. She saw it.‘ But you never truly know what’s happening in someone’s mind.“

Er glaube, dass sein Freund in dem Moment, als er sich zu dem Schritt entschied, nicht rational denken konnte. Als seine Probleme ihn einholten, habe er in diesem einen Moment niemanden gehabt, der ihn auffangen konnte.

„Had Chester been thinking rationally, I don’t think he would have done what he did at all. I just think that that’s what depression does — it removes the rational thought process from the moment that you take that choice. And sometimes there’s somebody there to help talk you out of it or to guide you in a different way or to distract you away from it, but the way this happened, it didn’t. There was nobody else there. And when that hit him at that specific moment, there was nobody else for him to lean on at the time, and that’s the most unfortunate thing, I think.“

Anmerkung der Redaktion: Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du dich in einer belastenden Situation befindest, dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym Hilfe von Beratern, die mit dir Auswege aus schwierigen Situationen finden und eine tolle Stütze sein können. Danke, dass du es versuchst!

Chester Bennington verstarb am 20. Juli 2017. Er wurde nur 41 Jahre alt.

Leidet nicht allein, lasst euch helfen

Neben seiner Tätigkeit bei Linkin Park und Grey Daze war er in diversen weiteren Projekten involviert und u.a. auch in den Bands Dead By Sunrise und den Stone Temple Pilots aktiv.

Grey Daze brachten vergangenes Jahr die Platte „Amends“ auf den Markt, die finale Aufnahmen von Bennington enthält. Linkin Park brachten wenige Monate vor seinem Tod den letzten Longplayer namens „One More Light“ auf den Markt.

Vor einer Weile haben wir uns im Rahmen unserer Mental Health Week mit allen möglichen Bereichen und Fragen dieses so wichtigen Themas auseinandergesetzt. Über diesen Link haben wir jede Menge Infos und Videos für euch auf Lager.

Foto: Grey Daze / YouTube: „Soul Song“

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