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Konzerte: Neue Studie zur Verbreitung von Aerosolen macht Hoffnung auf Restart

Es ist nicht die erste Erhebung dieser Art.

VON AM 14/01/2021

Seit März befinden wir uns mehr oder minder im pandemiebedingten Shutdown, bei dem es vor allem die Live-Branche weltweit mitunter am stärksten trifft. Denn seit beinahe einem Jahr finden wenige bis keine Konzerte mehr statt.

Hierzulande war seit Mitte März bis auf wenige Ausnahmen in Form von Social Distancing-Shows oder -Touren kein Live-Konzert mehr möglich. Im Sommer machte ein erstes Experiment namens „Restart-19“ Hoffnung. Dort wurde die Verbreitung von Viren und Aerosolen auf Konzerten in drei verschiedenen Szenarien untersucht.

Neue Studie birgt Möglichkeit eines Neustarts für die Kultur- und Live-Branche

Eine neue Studio des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt bringt nun ähnliche Ergebnisse. An drei Tagen wurde die Verbreitung von Aerosolen und CO2 im Zuschauerraum des Konzerthaus Dortmund untersucht, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtet.

Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass mindestens jeder dritte Platz in einer bestuhlten Venue besetzt werden könne. Am meisten vertraue man hier auf ein sogenanntes Schachbrettmuster. Am sichersten seien solche Veranstaltungen, wenn Frischluftzufuhr zu 100% gewährleistet werden kann und die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte dazu:

„Das Thema Belüftung ist ein entscheidender Faktor für die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen. Die Studie des Konzerthaus Dortmund ist daher ein wertvoller Baustein für die Bemühung, den Spielbetrieb auch in Pandemiezeiten zu ermöglichen. Sie zeigt gleichzeitig, mit welch großem Verantwortungsbewusstsein die Kultureinrichtungen dem Publikum gegenüber handeln.“

Grundsätzlich sei der Mund-Nasen-Schutz obsolet, wenn der Vorderplatz jeweils nicht besetzt wäre. Allerdings kommentiert Heinz-Jörn Moriske, Direktor und Professor im Umweltbundesamt: „Das Tragen von Mund-Nasenschutz im Saal ist von Vorteil, wenn auch nicht von so großer Bedeutung, wie vorher angenommen.“ Ein Muss wäre das Tragen von Masken allerdings beim Verlassen des Platzes.

Die Ungewissheit bleibt (noch)

Wann wir mit einem Restart der Live-Branche rechnen dürfen, ist angesichts des harten Lockdowns, in dem wir uns gerade befinden, natürlich alles andere als klar.

Während Konzerte im Frühsommer 2020 zuerst auf Anfang diesen Jahres und mitunter bis in den Spätherbst verschoben wurden, rechnen viele Veranstalter nun sogar zum Teil erst ab 2022 mit dem Stattfinden von Konzerten.

Der US-Immunologe Dr. Anthony Fauci ließ erst kürzlich wissen, dass er ab Herbst wieder mit einem Spielbetrieb rechnen würde. Einen entsprechenden Impferfolg natürlich vorausgesetzt.

Beitragsfoto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)

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