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In Flames laden zur Hörprobe: So war es bei der Listening Session in Schweden

Ein Trip in die Heimat des Metals.

VON AM 16/11/2022

Das vierzehnte Album der Metal-Legenden von In Flames steht in den Startlöchern! Am 10. Februar nächsten Jahres erscheint das gute Stück und wird den geheimnisvollen Namen „Foregone“ tragen. Natürlich freuen wir uns schon alle wie verrückt darauf. Deshalb ließen wir uns auch nicht lange bitten, als die Göteborger uns nach Stockholm einluden, um mal ins neue Material reinzuhorchen. Das war aber längst nicht alles, was wir auf unserem zweitägigen Trip in die Landeshauptstadt so erleben durften.

Am 09. und 10. November hatten wir und einige andere Presse-Vertreter:innen die Gelegenheit, eine In Flames Experience der besonderen Art zu machen. Eingeladen hatte dazu das deutsche Label der schwedischen Kombo, Nuclear Blast Records.

In Flames luden zur Reise in die Wiege des schwedischen Metal

Per Flieger startete die Reise nach Stockholm. Nicht die Heimatstadt der Modern Metaller aber repräsentativ für die gesamte schwedische Metal-Szene, denkt man an Bands wie Sabaton, Arch Enemy, Avatar, Amon Amarth, Dark Tranquility, Ghost, Opeth usw., die alle aus verschiedenen Städten des skandinavischen Landes stammen.

Vor allem der Melodic Death Metal scheint in Schweden seine Wurzeln zu haben und In Flames sind daran definitiv nicht unbeteiligt gewesen: In den 90er Jahren gründete sich die Gruppe und schafft mit ihrem zweiten Album „The Jester Race“ einen Genre-Klassiker, was schwedischen Melo-Death angeht.

Mit ihren folgenden Alben verabschiedeten sich In Flames allerdings immer weiter von ihren Wurzeln und näherten sich alternativen Klängen an – eine musikalische Entwicklung, die nicht jeder Fan und Kritiker begrüßte. Was die Band selbst über das immerwährende Thema Genre-Kategorisierung denkt, werden wir aber später noch erfahren.

Ausbruch-Versuche und Wikingerschmaus

Für uns ging es nach einer kleinen Anfahrt durch’s tief stehende Nord-Sonnenlicht erst einmal in einen Escape Room, um uns ein bisschen auf’s Album einstimmen zu lassen. Denn während wir versuchten, Schlösser zu knacken und uns von wackeligen Zahnarzt-Stühlen zu befreien, wurden wir musikalisch mit Tracks von „Foregone“ unterhalten, wie bspw. die bereits ausgekoppelten “The Great Deceiver” und “Foregone Pt.I”. Einige Aufgaben hatten auch direkt mit In Flames zu tun, wie Alben-Cover erkennen und Band-Mitglieder ordnen.

Beim Essen stellte sich uns die Frage, ob In Flames auf ihrem neuen Album möglicherweise unter die Viking-Metaller gegangen sind, denn wir kehrten ins Aifur ein, ein Viking Themed Restaurant, das unterirdisch liegt und wahnsinnig stilecht mit Fellen, von der Decke hängenden Holzbooten und mit Runen bemalten Bannern eingerichtet ist. Unsere Ankunft wurde unter Hornruf verkündet, es wurde mit einer Tranchiergabel gespeist, Bier aus Tonkrügen getrunken und zu altertümlichen Geigenklängen nordische Trinksprüche geschmettert.

Nach dem Essen und dem ein oder anderen Gläschen Met ging’s dann ans Eingemachte und wir machten uns auf zu Warner Music, um dort in gemütlicher Runde bei Lager, Guinness und IPA dem neuen Material der schwedischen Metal-Helden zu lauschen. Neben den bereits releasten Tracks von „Foregone“ nämlich “State Of Slow Decay”, “The Great Deceiver”, “Foregone Pt.I” und “Foregone Pt. II” gab es weitere acht neue In-Flames-Tracks zu hören, von denen wir euch aber in dieser Stelle nicht zu viel verraten wollen… Bis Februar ist es ja noch eine ganze Zeit und ich bin mir sicher, dass eine ausführlichere Album-Besprechung folgen wird (bestimmt aus einem weniger von Met-, Bier- und IPA-benebelten POV).

“Foregone” – Düstere Vorhersagen

Zusammenfassend bleibt aber zu sagen, dass In Flames‘ vierzehnter Longplayer „Foregone“ einen starken, aber düsteren Nachfolger seines Vorgängers „I, The Mask“ (2019) darstellt. Die Aggressivität ist voll da, die Melodien sind weiterhin da, die Weltuntergangsstimmung im Sinne der bereits releasten Tracks wird fortgeführt. Dennoch finden wir auf der Platte Lichtblicke und sowohl alternative Elemente als auch altbekannte Klänge des Quintetts.

Am nächsten Tag hatte ich nach einem kleinen stürmischen Stockholm-Stadt-Spaziergang dann noch die Ehre, mit Gitarrist Björn Gelotte von In Flames über „Foregone“ zu quatschen. Gleich zu Beginn verließ Björn joggend den Raum, um Sänger Anders Fridén nach der Antwort auf meine erste Frage zu bitten. Nach den Blicken, die ich daraufhin vom Label-Team erntete, war das Eis an dieser Stelle definitiv gebrochen und einem lustigen, sympathischen Talk stand nichts mehr im Wege. Das ganze Interview mit Björn findet ihr hier.

In Flames On Tour: Von Stockholm geht’s direkt weiter

Direkt nach diesem Presse-Event starteten In Flames in ihre Europa-Tournee, beginnend in Lettland. Auch bei uns zulande wird die Band zu Gast sein. Wer die schwedische Kombo also treffen und ausgewählte Tracks der neuen Platte selbst live erleben möchte, kann das an folgenden Terminen in der DACH-Gegend tun:

30.11.2022 – CH – Zürich, Samsung Hall
02.12.2022 – AT – Vienna, Gasometer
03.12.2022 – DE – Leipzig, Haus Auensee
04.12.2022 – DE – Köln, Palladium
08.12.2022 – DE – Wiesbaden, Schlachthof
09.12.2022 – DE – Hamburg, Edel Optics Arena

Foto: In Flames / Offizielles Pressebild

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