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Ghost: Frontmann Tobias Forge offenbar Opfer von Stalking

Eine Frau soll den Sänger monatelang belästigt haben.

VON AM 07/04/2026

Tobias Forge hat in seiner Karriere als Frontmann von Ghost vieles erlebt, doch was zwischen Juli und Oktober vergangenen Jahres passierte, hat offenbar selbst ihn an seine Grenzen gebracht. Eine Frau Mitte 40 soll den Schweden über Monate hinweg wiederholt belästigt haben und steht dafür nun vor Gericht. Das berichtet die schwedische Zeitung Aftonbladet. Die Frau bestreitet sämtliche Vorwürfe.

So schildert die Staatsanwaltschaft den Fall

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, Forge über mehrere Monate mit langen Nachrichten per SMS und WhatsApp kontaktiert zu haben. Als er ihre Nummer blockiert habe, soll sie auf Einschreiben umgestiegen sein. Forge habe diese Briefe nicht abgeholt – bis auf den letzten, der laut Ermittlungsakte ein nicht werksversiegeltes Mobiltelefon enthalten haben soll.

Laut Forge sei das der Punkt gewesen, an dem er zur Polizei gegangen sei. Er soll im Verhör erklärt haben, er fühle sich durch das Einsenden des Geräts bedroht, gerade weil es zeige, dass die Frau seine Adresse kenne. Er habe das Telefon zudem nicht in seiner Wohnung behalten wollen und es deshalb zunächst auf den Balkon gelegt, bevor er es an die Polizei übergeben habe.

Zusätzlich soll die Frau ihm mehrfach Swish-Zahlungsanforderungen in Höhe von je 5.000 Schwedischen Kronen (rund 450 Euro) geschickt haben. „Der Kläger empfindet die Kontaktversuche und Handlungen der Täterin als beleidigend, aufdringlich und übergriffig“, heißt es im vorläufigen Ermittlungsbericht.

Forge gab laut Protokoll an, sich nicht an die Frau erinnern zu können, schloss aber nicht aus, ihr bei früheren Fan-Signings begegnet zu sein: „Ich hatte früher Treffen mit meinen Fans, zum Beispiel Autogrammstunden, aber ich musste damit aufhören, weil es dabei zu seltsamen Vorfällen kam. Es ist möglich, dass sie bei so einer Veranstaltung war und ich sie dort getroffen habe – aber ich hatte keine Beziehung zu ihr.“

Die Perspektive der Beschuldigten

Die angeklagte Frau widerspricht der Darstellung von Forge grundlegend. Laut Aftonbladet behauptet sie in ihrem Verhör, Forge vor 16 Jahren kennengelernt zu haben, seitdem täglich mit ihm in Kontakt zu stehen und seit September mit ihm verlobt zu sein. Chat-Protokolle, die ihre Aussagen stützen könnten, wollte sie der Polizei nicht vorlegen.

Die Frau ist zudem wegen unrechtmäßiger Nötigung, sexueller Belästigung und mehrerer Fälle von Belästigung gegenüber zwei weiteren Personen angeklagt. Sie bestreitet alle Vorwürfe.

Forge über Stalking-Erfahrungen

Forge soll im Verhör erklärt haben, im Laufe seiner Karriere bereits mit rund zehn Stalking-Fällen konfrontiert gewesen zu sein. Dieser habe sich jedoch durch seine Invasivität von den anderen unterschieden. „Ich hatte schon Stalker, die mich besessen verfolgten. Die meisten waren harmlos, aber in diesem Fall ist etwas Seltsames“, sagte Forge laut vorläufigem Ermittlungsbericht.

Schadensersatzforderungen habe er keine gestellt. Sein Wunsch, so Forge, sei schlicht: dass die Frau ihn in Ruhe lässt und niemandem anderen schadet.

Eine rechtskräftige Entscheidung in dem Fall steht bislang aus.

Foto: Ghost / Offizielles Pressebild

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