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Das Lumpenpack: Große Gefühle im neuen Song „Die Liebe in Zeiten von Amazon Prime“

Das neue Album wird im November geliefert.

VON AM 11/06/2021

Heute flattert Post von Das Lumpenpack in unseren virtuellen Briefkasten. Die neue „Die Liebe in Zeiten von Amazon Prime“-Single ist da! Darauf widmen sich die Pop-Rocker einem großen Thema: dem Verlieben in der Moderne. Der Track gibt uns einen Vorgeschmack auf den fünften Langspieler „emotions“, der ab dem 26. November in die Läden und zu euch nach Hause geliefert wird.

Checkt jetzt die neue Das Lumpenpack-Single „Die Liebe in Zeiten von Amazon Prime“

„Die Gefühle sind billig, per Overnight-Express“ – so lautet die Kritik in einer Songzeile des Fünfers. Mit im Paket von „Die Liebe in Zeiten von Amazon Prime“: ein passendes Musikvideo. Der nagelneue Clip steht euch jetzt zum Abruf bereit:

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Aus dem kommenden Longplayer veröffentlichte Das Lumpenpack bereits Anfang des Jahres eine Single namens „Magst oder stirbst“. Alle Details dazu sowie weitere Infos zur Band findet ihr unter diesem Verweis.

Den Release des neuen Songs haben wir außerdem zum Anlass genommen, bei Das Lumpenpack anzuklopfen und neben Liebe und Beziehungen über Ungeduld, Schnelllebigkeit und Organspendeausweise zu sprechen.

MC: Heute erscheint eure neue Single „Die Liebe in Zeiten von Amazon Prime“. Was hat sich eurer Meinung nach in den letzten Jahren in Bezug auf die Liebe oder sogar auf Beziehungen verändert?

Das Lumpenpack: Puh, gefühlt hat die Liebe sich neoliberalisiert und unterwirft sich Marktmechanismen, die wir aus der Wirtschaft kennen. Man hat ein viel größeres, schnell verfügbares Angebot durch Social Media, allein dadurch sinkt der „Wert“, den eine Beziehung dann tatsächlich hat. Dazu bieten Instagram ja riesige Werbeflächen für sich selbst als Produkt „Partner“, was dann wirklich dazu beiträgt, dass alles noch oberflächlicher wird als ohnehin schon. Corona tut da sein übriges, da klassisches Dating und Kennenlernen jetzt ein Jahr lang quasi nicht möglich war.

Es ist also schnelllebiger geworden – allein, dass wir mit Anfang 30 jetzt klingen wie 70-jährige ist dafür doch der perfekte Beweis.
Und das ist ja auch nicht alles scheiße, größere Auswahl bedeutet ja auch, dass man vielleicht viel eher den passenden Partner mit dem gleichen nischigen Hobby und speziellem Kink findet.

MC: Geduld ist eine Tugend. Warum meint ihr, dass viele Menschen diese nicht mehr besitzen? Und was können wir alle tun, um diese zurückzuerlangen?

Das Lumpenpack: Auch da muss wieder das Internet und seine Convenience als Erklärung herhalten. Wenn wir alles schnell und gleichzeitig haben können, wieso sollten wir dann nicht ungeduldig werden? Wenn mich die 30-Minuten-Netflix-Serien-Episode nicht die ganze Zeit voll unterhält, wieso sollte ich nicht parallel ein 10-Sekunden TikTok anschauen, dass kurzfristig und schnell liefert.

Generell hilft dagegen wohl nur Reflexion – darüber nachdenken, was es für Implikationen auf die Welt und sich selbst hat. Klar, Gorillas liefert mir meinen Einkauf billig in 8 Minuten, aber das können die ja nur machen, indem sie ihre Arbeiter schlecht bezahlen – wenn man darüber nur einmal kurz nachdenkt, geht man auch Freitagabend noch zu Rewe, was die ultimative Form der Geduld ist, oder?

MC: Wann verliebt ihr euch in eine Person? Oberflächlich- und Schnelllebigkeit sind ja aktuell vermeintlich besonders angesagt.

Das Lumpenpack: Beziehungstechnisch sind wir beide echte Dinosaurier, wir sind schon ewig liiert, aber als das losging war das schon: Bumm, Zack, verliebt. Und das ist doch auch großartig: einen Menschen treffen und direkt ahnen, oha, hier passiert jetzt was. So schön, auch wenn das heute noch passiert – wenn man jemandem begegnet und sich auch für ein paar Sekunden oder Minuten einfach in die Person verguckt, weil sie so spannend und besonders ist. Liebe ist grundsätzlich schon schnell – Beziehungen sind langsam.

MC: Im November erscheint euer neues Album „emotions“. Erzählt uns etwas dazu! Was erwartet uns an Musik und Texten? Und was hat es mit dem Cover und dem dazugehörigen Organspendeausweis auf sich?

Das Lumpenpack: „emotions“ wird DAS Album für Leute, die auch Emotionen haben oder sich mit Emotionen in irgendeiner Form identifizieren können! Ohne Quatsch, wir holen alles ab – Liebe, Wut & alles dazwischen. Dazu musikalisch – laut und leise – Peng, beides da.

Abseits dessen ist auf jeden Fall gitarriger als die letzten Alben. Wir sind jetzt irgendwo zwischen Indie Rock und Fun-Punk angekommen und fühlen uns ganz wohl damit, dass es plötzlich so laut um uns rum wird. Sobald wir wieder Konzerte spielen können sind wir ja endlich mit Band unterwegs und wir haben uns bewusst entschieden, dass es eben nicht das bisherige „Zwei Stimmen, eine Gitarre“ supplementieren soll, sondern wirklich etwas anderes, eigenes und neues ist – nämlich eine Rockband – und das hört man auch auf der Platte.

Das Cover haben unsere Freunde von ALT/SHIFT gestaltet und es drückt erstaunlich viel aus, was wir über Emotionen in der heutigen Zeit denken – außerdem sieht es einfach Lit aus. Von der Coveridee ausgehend kam dann die Idee mit dem Organspendeausweis als Box-Beilage. Es ist einfach ein wahnsinniges Problem, dass so wenig Leute Organspender sind & zumeist ist man es nicht, weil man zu faul ist sich um den Ausweis zu kümmern. Jetzt kommt der direkt nach Hause und man muss wirklich nur noch die Frage beantworten, ob man, wenn man selbst tot ist, wirklich auf seinen Organen sitzen bleiben möchte, statt damit Leben zu retten. Eine Frage, die recht leicht mit „Nein“ zu beantworten ist. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die uns direkt und unkompliziert unterstützt haben.

MC: Wann können wir wieder auf Live-Shows von euch hoffen?

Das Lumpenpack: Wir hoffen, dass wir im Juli und August ein paar Open Air Konzerte spielen können und dann im September möglicherweise wieder in den Clubs, unter welchen Auflagen auch immer – wir haben einfach wahnsinnigen Bock zu spielen.

MC: Ein paar Worte an eure Fans (ggf. explizit an das MoreCore-Universum)?!

Das Lumpenpack: Gut gemacht bis hierhin. Weitermachen!

Wir drücken die Daumen, dass die Tour stattfinden kann.

Foto: Michael Winkler / Offizielles Pressbild

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