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Cross Of Disbelief Fronter zerschlägt Kamera: „Fotografen sind keine Künstler“

Bad publicity is better than no publicity?

VON AM 13/01/2026

Kleine Bands haben es nicht leicht, wahrgenommen zu werden. So gehen manche wohl den Weg nach dem Motto „bad publicity is better than no publicity”. Anders kann man sich den Vorfall während des Cross Of Disbelief-Auftritts nämlich kaum erklären.

Cross Of Disbelief: Fronter schlägt Kamera Kaputt

Aber was genau ist passiert? Cross Of Disbelief trat am 8. Januar in Augusta, Georgia auf – als Support von Missing Link neben Haywire und Nasty. Fotografin Kayla Boshard wurde für den Gig gebucht, um Fotos zu machen. Am Ende des Abends kam sie mit einer kaputten Kamera nach Hause.

Das Ultraviolet Magazine berichtet von Boshards Geschichte und veröffentlicht ihr Statement. In diesem heißt es:

„Ich fotografiere viele Shows im Südosten, weil diese Szene mich großgezogen hat. An dem Abend spielte eine Band namens Cross of Disbelief als Support. Sie kamen auf die Bühne, ich fing wie immer an zu fotografieren. Der Sänger machte einen Kommentar darüber, dass es zu viele Fotografen und zu wenige Mosher gäbe oder so ähnlich – ich musste schmunzeln, weil ich ihm sogar zustimmte. Es waren wirklich zu viele Medienleute da, es war etwas hektisch, aber ich war nun mal engagiert und gebeten worden, da zu sein. Also blieb ich in meiner Spur und machte meinen Job.

Die Band beginnt zu spielen, erster Song im Set – der Sänger kommt auf mich zu, also mache ich Fotos. Ich fotografiere Hardcore-Shows immer mit einem 8-mm-manuellen Fisheye-Objektiv, weil es umso dynamischer aussieht, je näher man dran ist. Er kam extrem nah, und ich habe einfach weiter fotografiert und gedacht: Das ist sick, der bekommt gleich ein richtig geiles neues Profilbild, haha.

Er war praktisch mit seinem Gesicht an meiner Kamera – und dann griff er sie, riss sie mir weg und schlug sie auf den Boden. Mein externer Blitz ist explodiert, die Batterien flogen überall herum und mein Objektiv hat eine riesige Schramme abbekommen. Ich stand für den Rest des Songs einfach nur geschockt da.

Ich habe mich aber nicht unterkriegen lassen und den Rest der Show mit dem fotografiert, was noch ging. Manchmal ist es echt scheiße, die größere Person zu sein. Derselbe Sänger trat später auch einem anderen Fotografen die Kamera aus der Hand – die ging ebenfalls kaputt.”

„Fotografen sind keine Künstler“

Selbstverständlich wurde Cross Of Disbelief auch mit dem Vorfall konfrontiert. Die Band zeigt sich jedoch wenig einsichtig. Cross Of Disbelief ist der Meinung, dass Fotografen “keine Künstler seien”. Wie diese Screenshots eines Reddit-Users zeigen.

Cross of Disbelief
byu/Temu_lobotomy666 inHardcore

Trotz dieser schlechten Erfahrung lässt sich Boshard aber nicht runter kriegen. In ihrem Statement heißt es weiter:

„Später habe ich einen Post auf Facebook und Instagram gemacht, und ein Freund hat etwas auf Reddit gepostet – und es ist komplett explodiert. Die Reaktionen waren viel größer, als ich je erwartet hätte. Für mich geht es bei Hardcore um Community. Diese Szene war mein Safe Space, als ich dachte, ich hätte nichts und niemanden. Und dieser Vorfall hat dieses Gemeinschaftsgefühl noch einmal extrem verstärkt.

So viele Menschen haben sich gemeldet, Hilfe angeboten, mir Geld über Venmo geschickt, um neues Equipment zu kaufen, wollten sicherstellen, dass dieser Typ nie wieder gebucht wird – um unsere Szene und die Menschen zu schützen, die sie am Leben halten. Als Fotograf fühle ich mich geehrt, die Szene mit meinen Bildern unterstützen zu dürfen. Das bedeutet mir alles.

Auch wenn das hier mies ist – ich liebe Hardcore immer noch. Werde ich immer tun.
SOUTHEAST HARDCORE FOREVER. ”

Ob der Vorfall nun das Aus von Cross Of Disbelief bedeutet, noch bevor es wirklich angefangen hat, bleibt abzuwarten.

Das Video zum Vorfall findet ihr hier:

Cross of Disbelief don’t like cameras
byu/qsly inHardcore

Foto: Cross Of Disbelief live Hellphyra 2025 by hate5six / YouTube

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