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Cristina Scabbia (Lacuna Coil) über KI: „Mein erster Eindruck ist, dass ich sie zutiefst hasse“

Deutliche Worte.

VON AM 28/05/2024

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch und für viele von uns dank ChatGPT und Co. bereits Teil des Alltags. Auch in der Musikbranche ist KI weiterhin ein großes Thema. Melodien per Knopfdruck erzeugen? Stimmen nachahmen? Alles möglich. Musiker:innen wie Corey Taylor haben sich in der Vergangenheit bereits kritisch über den Einsatz von KI in der Musik geäußert. Auch Cristina Scabbia, Frontfrau von Lacuna Coil, zeigt sich in einem neuen Interview nicht gerade begeistert.

Lacuna Coil-Sängerin Cristina Scabbia ist skeptisch gegenüber KI

Im Gespräch mit Sonoridades Inc. (via Blabbermouth) findet Scabbia deutliche Worte:

„Ich muss noch mehr über KI erfahren. Mein erster Eindruck ist, dass ich sie zutiefst hasse. Ich denke, dass sie in vielerlei Hinsicht interessant und nützlich sein könnte. Aber das, wozu Menschen fähig sind, ist nie zu 100 Prozent gut. Ich weiß also, dass es bergab gehen wird. […]

Was die Musik betrifft, bin ich überzeugt, dass die Kreativität, die ein menschliches Wesen mit Gefühlen, mit einer Seele haben kann, hoffentlich niemals mit der KI vergleichbar sein wird. […] Es gibt so viele Dinge, die man zusammenbringen muss, um Musik zu schreiben, um anderen Menschen Gefühle zu vermitteln, um die Emotionen zu vermitteln. Für KI ist es schwierig, diese Emotionen zu vermitteln, weil sie keine hat – noch nicht.“

Weiter erklärt die Sängerin, dass sie ihre Musik noch für eine lange Zeit ohne KI schreiben möchte. Gleichzeitig räumt sie ein, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei bestimmten Dingen vielleicht doch hilfreich sein könnte: „Das ist meine erste Meinung, weil ich nicht so viel weiß. Vielleicht will ich auch gar nicht so viel über künstliche Intelligenz wissen. Ich will sie einfach nur da lassen, so nach dem Motto: ‚Eh. Ich weiß nicht, ob ich dich kennen will.‘“

Bei dem bald erscheinenden Lacuna Coil-Album können wir uns also sicher sein, dass keine KI mit im Spiel sein wird. Der Nachfolger von „Black Amona“ (2019) soll voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Pia Böhl (piaboehl)

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