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Blind Channel: „Wir waren immer eine Band, die Limits durchbrochen hat.“
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Interview

Blind Channel: „Wir waren immer eine Band, die Limits durchbrochen hat.“

Sänger Niko über das neue Album "Violent Pop", die vergangene Deutschland-Tour und das Herumexperimentieren mit unterschiedlichen Genres.

Jonas Happel/5. Mär. 2020· Aktualisiert 1. April/4 Min.Foto: Blind Channel / Offizielles Pressebild
J

Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach über zehn Jahren in der Rheinmetropole nun auch im Münsterland auslebt. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an zwei inklusiven Grundschulen in Bocholt.


Bereits am morgigen Freitag veröffentlichen Blind Channel ihren Longplayer „Violent Pop“. Im Jahr 2019 noch für die finnischen „Grammys“ in der Kategorie „Rock of the Year“ nominiert, standen die Jungs aus dem Norden bereits mit Bands wie Hollywood Undead, Disturbed, Simple Plan und All That Remains auf der Bühne, auch wenn sie hierzulande noch als kleiner Geheimtipp gelten.

Wir haben uns mit Niko (Gesang) über das neue Album, die vergangene Deutschland-Tour und über das Genre „Violent Pop“ unterhalten.

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MC: Ihr habt in diesem Jahr eure ersten deutschen Headliner-Shows gespielt. Wie war die Tour? 

Niko | BC: Die Tour war super! Die Headline-Shows waren für uns ein Traum, welcher wahr geworden ist. So viele Leute, und darunter vor allem neue UND bekannte Gesichter. Unsere Fans sind die besten und wir können es nicht abwarten, wieder nach Deutschland zurückzukehren. 

MC: Nur noch ein Tag, bis euer neues Album „Violent Pop“ veröffentlicht wird. Seid ihr ein bisschen nervös? 

Niko | BC: Eher aufgeregt. Das Album ist schon so lange fertig, jetzt können wir es gar nicht abwarten, dass es die Leute endlich hören können. Wir sind sehr stolz auf die Platte, sodass man eigentlich nicht nervös sein muss. Wir sind aber natürlich sehr gespannt darauf zu hören, warum die Leute das Album mögen oder eben nicht. 

MC: Ihr habt bereits fünf Songs von „Violent Pop“ vorab veröffentlicht. Warum habt ihr diese Songs gewählt?

Niko | BC: Das waren die besten Songs, um den Sound des Albums zu beschreiben. Dann hatten wir natürlich super Features von Alex Mattson und GG6 von Amaranthe, daher wollten wir diese Songs auf jeden Fall veröffentlichen. Wenn das Album rauskommt, könnt ihr die Platte aber als Ganzes hören und die Idee nachverfolgen, wie wir das Album konzipiert haben. 

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MC: Was war für euch die größte Herausforderung während ihr das Album geschrieben und aufgenommen habt? 

Niko | BC: Wir haben so viele Songs aufgenommen, aber viele von ihnen haben es nicht auf das Album geschafft. Vielleicht finden sie Platz auf der nächsten Platte. Wir werden sehen! Wir hatten aber auch große Hürden in der Post-Production zu nehmen. Wir haben mit verschieden Leuten zusammengearbeitet, um den Sound so hinzubekommen, wie wir ihn gerne haben wollten. Aber am Ende ist alles gut gegangen und wir sind sehr zufrieden! 

MC: Wie würdet ihr euer Album in drei Worten beschreiben? 

Niko | BC: Düster, heavy & bedeutsam.

MC: Es gibt viele verschiedene Einflüsse auf „Violent Pop“. Mögt ihr es mit verschiedenen Sounds zu spielen und genießt ihr es gleichzeitig, euch nicht auf ein Genre fokussieren zu müssen?

Niko | BC: Wir sind eine Rockband und wir lieben alle Arten von Musik. Das Experimentieren mit verschiedenen Genres allein lässt uns jedoch nicht kreativ sein,  bringt jedoch natürlich etwas frisches in die Rockszene. Blind Channel war immer eine Band, die Limits durchbrochen hat. 

MC: Ihr nennt eure Musik „Violent Pop Core“. Könnt ihr das in ein paar Worten beschreiben? 

Niko | BC: Es ist einfach heftiger Pop, aber am Ende mehr als nur unsere Musik. Es ist unsere Marke: Die Kombination unserer Songs, Liveshows, Lifestyle – einfach alles. Das Ganze startete mit unserem ersten Interview im Jahr 2013, als wir nach unserem Sound gefragt wurden. Alternative Rock klang uns damals zu langweilig und zu ausgelutscht. Wir hatten die Idee, die Rock- und Popszene musikalisch miteinander zu vereinen, das Aufbrechen von Grenzen dabei aber nicht übers Knie zu brechen.

MC: Gibt es eine Band, mit der ihr unbedingt einmal zusammen auftreten wollt? 

Niko | BC: Da gibt es einige! Mit vielen haben wir bereits gespielt, andere davon existieren gar nicht mehr. Die Shows mit Hollywood Undead und Enter Shikari sind ein wahr gewordener Traum für uns gewesen. Wir wollten aber auch immer mal mit Linkin Park spielen, aber wir wissen nicht, ob das nach Chester Bennington’s Tod überhaupt je passieren kann. Mit Bring Me The Horizon zu touren wäre allerdings auch episch! 

MC: Wir sind am Ende: Gibt es irgendwas, was ihr euren deutschen Fans sagen möchtet? 

Niko | BC: Wir vermissen euch sehr und können die nächste Tour bei euch kaum abwarten! Wir hoffen, dass ihr „Violent Pop“ lieben werdet , so sehr, wie wir es selbst tun. Bleibt rebellisch, wir sehen uns bald! 

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Foto: Blind Channel / Offizielles Pressebild

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