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Interview

Black Label Society-Frontmann Zakk Wylde im Interview

Der Sänger über das neue Album, Lieblingsbands und die Doom Crew Inc.

VON AM 06/01/2022

Black Label Society-Chef Zakk Wylde war seit der Ankündigung seines jüngsten Albums schwer mit der Presse beschäftigt. Auch nach der Veröffentlichung von „Doom Crew Inc.“ wurde seine Stimme zahlreich verlangt.

So wollten auch wir mit dem Sänger der Bande sprechen, der bis dahin wohl einige seiner Antworten aus dem Effeff aufsagen konnte. Kombiniert mit seinem altbekannten Humor haben wir versucht, noch die letzte Energie aus ihm herauszukitzeln, um auf ein paar noch unbeantwortete Fragen Antworten zu erhalten.

Nachdem er bereits im Interview mit Apple Music erzählte, dass man ihm am besten nicht über seine Lyrics fragt, wollten wir den Hintergrund über seine „Farewell Ballad“ genauer wissen. Warum er dem Kapitel und den Instagram Tags nun schlussendlich ein Ende setzen wollte und weshalb mehr Lieder auf dem Album Platz fanden als eigentlich geplant, das gibt es nun zu lesen!

Zakk Wylde von Black Label Society im Interview

Sarah-Jane | MC: Warum widmest du dieses Album deiner Crew?

Eh warum nicht? *lacht* Wir nennen sie die Doom Crew Inc. seit dem ersten Tag. Sie sind die ersten, die bluten und die letzten, die gehen. Ohne sie geht die Show nicht weiter. Wir haben sie schon seit den Anfängen der Band und es war an der Zeit, eine Platte so zu nennen.

Sarah-Jane | MC: Ihr nehmt eure Alben von deinem Heimstudio auf. Warum habt ihr euch entschieden, zu Hause aufzunehmen, anstatt in ein traditionelles Studio zu gehen?

Seit 2010 nehmen wir im Black Vatican auf, meinem eigenen Studio. Es ist das vierte Studioalbum, das wir dort aufgenommen haben. Auch das „Book of Shadows“, wie auch andere Alben, haben wir dort aufgenommen. Wir nehmen alles dort auf, packen es ein und verschicken es. Meine Frau fragt ständig, ob wir nicht in ein anderes Studio gehen wollen. Und ich antworte, nein, wir haben das Studio, da kann ich dich den ganzen Tag lang ärgern. Und sie fragt mich ständig, wann ich wieder auf Tour gehe. Ich weiß nicht, warum sie mich das fragt.c*lacht*

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Sarah-Jane | MC: Wenn du die Texte für deine Songs schreibst, hast du da eine besondere Herangehensweise? Unterstreichst du Wörter, um sie zu betonen?

Nein, normalerweise kommt die Musik zuerst und die Musik inspiriert sich an der Melodie. Der Text kommt immer zuletzt. Ich sitze in meinem Truck mit der CD und höre sie mir einfach an. Und wenn ich herausgefunden habe, worüber ich singen will, fange ich an, den Text zu schreiben. Dabei schreibe ich über alles, was mich inspiriert.

Sarah-Jane | MC: Du hattest also 30 Songs und hast zwölf ausgewählt – was machst du mit den anderen Songs? Gehen sie zurück in deine Schatztruhe?

Du kannst deine Songs immer wieder neu aufgreifen. Man wird inspiriert und es ist wie eine Implosion von Ideen und Kreativität. Und wenn es sich dann beruhigt und wir zurückblicken, müssen wir Songs auswählen. Ursprünglich wollten wir zehn Songs auswählen, aber wir hatten zwei andere Songs, und wir waren sehr zufrieden damit, wie sie herauskamen.

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Sarah-Jane | MC: Einige Fans haben hohe Erwartungen, wenn sie zwölf Lieder auf der Platte sehen. Manche befürchten, dass ein paar Songs als Lückenfüller dienen.

Bei meinen Lieblingsbands wie Led Zeppelin oder Black Sabbath habe ich mich nie beschwert, wenn sie mehr Songs auf eine Platte gepackt haben. Wenn es mehr Songs von deiner Lieblingsband gibt, würde ich mich nicht beschweren.

Sarah-Jane | MC: Für die Ballade „Farewell Ballad“ hast du das Intro aufgenommen, damit Fans ein Solo drüber spielen können.

Das ist ein lustiger Song. Das Intro der Instrumentalversion liegt schon seit 2009 herum. Also habe ich gesagt, lass uns das fertigstellen und einen Song daraus machen, damit es ein kompletter Song ist.

Sarah-Jane | MC: Einige von ihnen haben dich auf Instagram getaggt – hast du dich bei der Fertigstellung deiner Version von einigen von ihnen inspirieren lassen?

Nein. Ich meine, es ist schmeichelhaft, dass viele Leute sich davon inspirieren lassen und es genießen. Ich sehe all diese Leute spielen und es ist großartig. Ich werde immer darauf hingewiesen, dass jeder eine Version davon macht. Also habe ich eine eigene Coverversion gemacht. Das hat mich dazu inspiriert, den Song wirklich fertigzustellen und einen Text dafür zu finden.

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Sarah-Jane | MC: Würdest du nochmal eine Instrumentalversion wie diese schreiben und sie den Fans wieder geben?

Das kann man nie wissen. Das Ding war nur als ein Stück zum Spielen gedacht. Aber im Laufe der Jahre wurde es so oft angeschaut, dass ich es jetzt fertigstellen musste.

Sarah-Jane | MC: Gibt es eine Lektion, die du auf der Tour mit Ozzy Osbourne gelernt hast und die du in deine eigene Band einbringst?

Äh, nein. Ich meine, gerade jetzt habe ich mit Oz gesprochen, ich habe am neuen Album gearbeitet. Es ist mir eine große Ehre, auf dem neuen Album zu sein. Es ist wirklich super geworden. Ich weiß nicht, wann sie es rausbringen, aber Oz weiß es bestimmt. Oz ist in der Reha, das Ziel war, ihn wieder auf die Beine zu bringen und wieder Shows zu spielen.

Sarah-Jane | MC: Was ist der Vorteil an eurer „Twin Guitar“ Band?

Für uns ist es eine Entwicklung dorthin, wo wir jetzt sind. Und live, wenn ich Klavier spiele, brauche ich jemanden, der die Soli spielt und einige andere Dinge macht, die ich auf den Platten machen würde. Aber für dieses Album habe ich es für zwei Gitarristen geschrieben – also gibt es ein paar Harmonien. Dario hat es geschafft. Ich könnte nicht glücklicher sein, ihn dabei zu haben.

Foto: Justin Reich / Offizielles Pressebild

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