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Interview

All Time Low im Interview: „Es fühlt sich überhaupt nicht an wie 20 Jahre“

Alex Gaskarth und Jack Barakat im Talk.

VON AM 19/03/2023

All Time Low haben es endlich wieder nach Europa geschafft. Abgesehen von kurzen Abstechern in das UK hatte es in den letzten Jahren – natürlich auch pandemie-bedingt – keine Reise über den Atlantik gegeben. Grund genug, sich anlässlich ihres Tourstopps in Köln einmal mit Sänger Alex Gaskarth und Gitarrist Jack Barakat zu unterhalten.

Wenn ihr wissen wollt, wie wir die Show in Berlin erlebt haben, könnt ihr übrigens hier unseren Konzertbericht nachlesen.

All Time Low: Endlich zurück auf Tour

Die beiden Musiker zeigen sich sichtlich erfreut darüber, endlich wieder in Europa spielen zu können. Zwar habe man schon im letzten Jahr in den USA viele Shows gespielt und sich so auch wieder daran gewöhnt, wieder unterwegs zu sein. Doch mit der Europatour habe man endlich den Punkt erreicht, an dem alles wieder seinen gewohnten Gang nehme. Schließlich sei es vor der Pandemie vollkommen normal gewesen, regelmäßig in Europa zu touren.

Die Frage, ob und was sich während der Zeit seit ihrer letzten Europatour im Jahr 2017 geändert habe, lässt sich dann auch gar nicht so leicht beantworten. Besonders schön sei es für die Band aber, dass viele Fans, die schon lange dabei sind, All Time Low auch während der langen Abstinenz treu geblieben seien. Gleichzeitig hat sich die Band aber auch ein ganz neues, junges Publikum erschlossen.

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Für Sänger Alex Gasakarth ist vor allem „Monsters“, die zusammen mit US-Rapper blackbear (und in einer weiteren Fassung zusätzlich mit Demi Lovato) veröffentlichte Single aus dem Jahr 2020 dafür verantwortlich. „Es ist schon etwas verrückt, dass wir einen so großen Hit hatten, ihn aber noch nicht so oft live spielen konnten“, so Alex Gaskarth. Für die Band sei es natürlich sehr wichtig, zu sehen, dass sie sich einerseits auf eine treue Fangemeinde verlassen können, andererseits aber auch nach einer so langen Zeit als Band immer wieder neue Supporter für sich gewinnen können.

20 Jahre All Time Low

Apropos lange Zeit: Wie ist es eigentlich, seit 20 Jahren als Band aktiv zu sein? Bei der Beantwortung dieser Frage sind Gaskarth und Barakat sich ziemlich schnell einig: Es macht immer noch genau so viel Spaß wie 2003 und vor allem fühlt es sich überhaupt nicht an, als sei man schon seit 20 Jahren dabei.

Schwerer fällt es den beiden schon, die Frage nach den Highlights und den Tiefpunkten dieser langen Zeit zu beantworten. Und so tun sie sich schwer, bestimmte Ereignisse zu benennen. Viel wichtiger sei es doch, die Entwicklung über den gesamten Zeitraum zu betrachten. Natürlich seien auch Touren oder Veröffentlichungen dabei gewesen, die nicht so wie gewünscht funktioniert hätten. Auf der anderen Seite hätte es aber auch viele unerwartete und überraschende positive Momente gegeben.

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Na gut, wenn die Band hier nicht konkreter werden will, dann aber zumindest bei der Frage, ob das 2020er-Album „Wake Up, Sunshine“ sich unter dem Eindruck der Pandemie im Nachhinein wie ein verlorenes Album anfühle. Ja, in gewisser Weise könnte man es schon so bezeichnen, so Jack Barakat. Und doch hätten sich durch die Pandemie viele neue und interessante Entwicklungen wie der Twitch-Channel der Band ergeben.

Kommunikation als Schlüssel

Ein Aspekt, den man angesichts des 20-jährigen Jubiläums nicht vergessen sollte, ist die Beständigkeit im Line-Up. Alex Gaskarth, Jack Barakat und Drummer Rian Dawson haben die Band 2003 gegründet und sind mit Zack Merrick, der nur kurze Zeit später den Bass übernahm, immer noch zusammen unterwegs. Das schaffen bekanntlich nur die wenigsten Bands. Was ist das All Time Low-Geheimnis dahinter?

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Für die Band sind zwei Dinge entscheidend – die freundschaftliche Basis und die Kommunikation. „Wir waren und sind immer noch alle gut befreundet. Und wir können uns sagen, wenn uns etwas stört oder wenn wir Probleme haben.“, so Jack Barakat. Diese Basis helfe, Spannungen und Konflikte, die es natürlich auch bei All Time Low gibt, zu klären.

Tell Me I’m Alive

Und was erwartet die Band von ihrem neuen, gerade erschienenen Album „Tell Me I’m Alive“? Für Gaskarth und Barakat ist die neue Platte zwar keineswegs ein Jubliäumsalbum, doch in gewisser Weise sei es ihnen schon darum gegangen, all das in die Songs zu packen, was All Time Low immer schon ausgemacht habe. Eine Mischung aus dem Besten der letzten 20 Jahre sozusagen.

„Tell Me I’m Alive“ sei zwar kein typisches Pandemie-Album, da alle Songs erst später geschrieben worden seien. Aber der Wunsch, die Entwicklung der Band und die Entwicklung ihres Sounds über die Jahre zum Grundstein des neuen Albums zu machen, hänge schon mit der Pandemie und dem dadurch erforderlichen Neustart zusammen.

Kaltgetränk und comfort food

Die Reaktionen der Fans auf die drei neuen Songs, die Teil der Setlist waren, seien jedenfalls äußerst positiv gewesen – sehr zur Erleichterung und Freude der Band. Schließlich sei es immer etwas ganz Besonderes, Songs zum ersten Mal live zu präsentieren. Vor allem in Deutschland, das für All Time Low einen besonderen Platz innerhalb Europas einnimmt. In wenigen Ländern sei die Band so oft und so gerne.

Und was gefällt ihnen in Deutschland besonders gut? Für Jack Barakat gibt es kaum etwas Schöneres, als sich bei gutem Wetter in irgendeinem Park mit einem Kaltgetränk hinzusetzen. Und Alex Gaskarth schätzt das „comfort food“ in Deutschland – beste Voraussetzungen dafür, dass All Time Low uns bald wieder besuchen.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Thomas Eger (Blackchester)

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