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Live bei: Siamese und Shellz in Mainz (10.07.2019)

Wir haben Siamese schon etwas länger auf dem Schirm. Spätestens seit dem Release von Shameless (2017) gehören die Dänen zu ...

VON AM 22/07/2019

Wir haben Siamese schon etwas länger auf dem Schirm. Spätestens seit dem Release von Shameless (2017) gehören die Dänen zu meiner festen Partystimmungs-Setlist. Mit dem neuen Album „Super Human“ hat sich dieses Repertoire nur noch weiter ausgebaut. Umso besser, dass ich Siamese endlich auf ihrer ersten Headliner-Tour sehen konnte.

Shellz

Den Abend eröffneten Shellz aus Bad Kreuznach, respektive Idar-Oberstein. Unter dem Namen She Sells Sea Shells gegründet, veröffentlichte die Zungenbrecher-Band bereits eine EP und teilte die Bühne mit Größen wie While She Sleeps oder Shvpes. Shellz sind wohl definitiv eine der vielversprechendsten Bands, die der Hunsrück zu bieten hat. Mit ihrem Synthie-geschwängertem, modernen Metalcore-Sound und eingängigen Refrains bleiben Songs wie „Haunted“ direkt im Kopf.

Shellz liefern definitiv eine passende Liveshow, die mit guter Performance jede Menge Spaß macht. Einen Tag nach der Show mit Siamese ist die neue Single „Aurora“ erschienen, die nun auf allen gängigen Plattformen zum Stream und Download bereit steht. Das insgesamt sehr harte Set von Shellz fokussierte sich fast ausschließlich auf neue Songs, die auf einem kommenden Album vertreten sein werden. Wir sind gespannt!

Siamese

Siamese haben sich MoreCore-intern zu einem kleinen Geheimfavoriten entwickelt. Der ein oder andere wird sie auch schon auf der MoreCore Party gehört haben. Denn die Musik der Dänen hat einen unfassbar großen Partyfaktor. So ist es nicht wunderlich, dass mit dem ersten Song direkt eine riesige Party im Pit ausbricht. Nicht nur, dass die erste Reihe beinahe jeden Song mitsingt und feiert, der Enthusiasmus des Publikums übersteigt alle Erwartungen der Band, wie auch Sänger Mirza schmunzelnd bemerkt.

Siamese

Siamese

Siamese

Siamese

Generell scheint Mirza ein sehr kontaktfreudiger Mensch zu sein, der sich sehr dankbar darüber zeigte, wie sehr das Publikum seine Musik wertschätzt. Inmitten neuer Songs ist insbesondere „Tunnelvision“ einer der Tracks, der den meisten Drive mit sich bringt und mit leicht djentigem Unterton und Groove zum mitnicken animiert, ohne dabei plakativ nach Party zu klingen.

Das Set von Siamese war in der Tat aber dennoch eine riesige Party, die keinen Hit vermissen ließ. Auch wenn es merkwürdig ist, bei einer so kleinen Band wie Siamese von Hits zu sprechen, haben die meisten Songs das Potential, welche zu werden – so catchy sind sie. Dennoch beschränkten sich die Dänen auf ihre letzten beiden Veröffentlichungen „Shameless“ und „Super Human“ und lassen die beiden ersten Alben außen vor.

Songs wie „B.A.N.A.N.A.S.“ oder „Cities“ haben nicht nur verdammt viel gute Laune in sich, sondern sind so catchy, dass es fast beschämend ist, als Metalfan hier mitzugehen. Doch Scham kennen weder Siamese noch das Publikum. Den härtesten Punkt des Sets erreichten die Dänen mit „Ocean Bed“. Der melancholische Song haut nämlich den heftigsten Breakdown raus, der ganz entgegen der meisten Tracks sogar mit Shouts bestückt ist.

Etwas zum Unmut des Publikums verließen Siamese die Bühne ohne eine Zugabe zu spielen und ließen die Hintergrundmusik unmittelbar nach Ende von „Soul And Chemicals“ hochfahren. Ein kleiner Wermutstropfen, der aber mit unfassbarer Fannähe und Präsenz für Fotos, Autogramme und das ein oder andere Bier belohnt wurde. Das hat Spaß gemacht!

Im September werden Siamese auf Tour mit Daze Of June und Dead Letter Circus erneut in Deutschland zu sehen sein und garantiert wieder verdammt viel Party machen, nicht nur auf der Bühne!

Setlist:
1. Unified
2. Tunnelvision
3. Give Me Up
4. Bananas
5. You Are Not Alone
6. Cities
7. Not Coming Home
8. Animals
9. Party Monster
10. Ocean Bed
11. Ablaze
12. Soul and Chemicals

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