Live
Alternative Metalcore Post-Hardcore
Live bei: Annisokay in Frankfurt (25.11.2025)
VERY okay!
VON
Julia Lotz
AM 28/11/2025
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Annisokay waren in Sachen Releases in den letzten drei Jahren sehr fleißig. In regelmäßigen Abständen brachte die Band Singles an den Start, die zwischenzeitlich in den Veröffentlichung der beiden EPs „Abyss Pt I“ (2023) und „Abyss Pt II“ (2025) gipfelten. Mit „Abyss – The Final Chapter“ erschien vergangenen Freitag nun ein Longplayer, der die Stücke der beiden EPs miteinander vereint und um drei weitere Tracks ergänzte.
Mit diesen insgesamt 15 Stücken im Gepäck sowie einigen Singles aus den vorigen fünf Studioalben und zwei weiteren EPs sind Annisokay bereits seit Oktober auf Achse. Etwa zur Halbzeit der Live-Rutschte rollten (oder schlitterten, zwischenzeitlich war’s nämlich etwas glatt im Rhein-Main-Gebiet) die vier Herrschaften nun in Frankfurt ein. Mit auf den Schlitten gespannt hatten sie The Narrator und Our Promise für’s bockstarke Vorprogramm.
The Narrator
Pünktlich um 19:30 Uhr eröffneten The Narrator den Abend. Die Batschkapp war schon gut gefüllt, was nicht weiter verwunderlich ist, haben sich The Narrator in den letzten Jahren doch eine mehr als solide Fanbase erspielt. Die Kombo aus NRW brachte letztes Jahr ihr Debütalbum „Lore“ auf den Markt, wurde anschließend aber dennoch nicht müde, weitere Singles zu veröffentlichen. Die vier in diesem Jahr erschienenen Tracks (darunter auch die erst wenige Wochen alte Single „Aurora“) waren Teil der insgesamt acht Song starken Setlist, von der viele Zuschauer auf jeden Fall das ein oder andere Stück kannte – manch einer sogar alle!
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Und The Narrator? Na, die konnten selbstverständlich auch alle ihre Songs auswendig und schafften es obendrein auch noch, eine imposante Energie auf die Bühne zu bringen! Während vorne bereits gemosht wurde, lauschte man hinten erfreut den Songs der Metalcore-Kombo, die musikalisch in den Abend passte wie der Apfel zum Wein, wie man als Frankfurter zu sagen pflegt (nein, tut man nicht, bitte verwendet diese Redewendung niemals).
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Our Promise
Our Promise jointen die Tour erst am 20. November beim Gig in Saarbrücken. Bei den Shows zuvor, die bis auf ein Konzert in Hamburg alle im Ausland stattfanden, waren Heart Of A Coward mit von der Partie. Ebenso wie The Narrator und auch Annisokay spielen Our Promise einen modernen und sehr gut produzierten Metalcore. Was auch alle drei Bands gemeinsam haben: Sie alle haben einen starken Festivalsommer hinter sich und waren auf dem ein oder anderen Open Air-Event zu sehen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Während The Narrator mit vier Personen noch gut Platz auf der Bühne hatten, wurde es bei Our Promise mit sechs Personen und Produktion schon recht eng, doch man schaffte es trotzdem, sich während des Sets nicht im Weg zu stehen, ganz im Gegenteil. Die Bandmitglieder interagieren großartig miteinander, als hätten sie jeden Schritt einstudiert, was aber sicherlich nicht daran lag, dass es auch so war, sondern dass hier die Chemie einfach stimmt.
Gegründet 2020, brachten die Stuttgarter bereits ein Jahr später ihr Debüt-EP „Unbreakable“ auf den Markt und releasten seitdem einige Singles, zuletzt im Sommer ihren aktuellen Track „Static“. Neun Songs gaben die Herren an dem Abend zum Besten und bewiesen, dass hier gestandene Musiker am Werk sind. Insbesondere das Wechselspiel von Shouter Viktor und Clean-Sänger Rafa sind ein Highlight. Bisschen weniger Hall auf den Cleans hätte es aber auch getan, liebes Produktions-Team! Das ist aber auch schon Jammern auf hohem Niveau, denn sonst war der Auftritt rundum gelungen und auch das Publikum feierte entsprechend mit.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Annisokay
Annisokay hatten für die Umbaupause zwischen Our Promise und ihrem eigenen Set einige großartige Hits in ihrer Playlist. Während man also zu Carly Rae Jepsen und Taylor Swift singen oder den Kopf nicken konnte, wurde die Produktion aufgebaut, die schon vor dem ersten Ton einiges versprach.
Mit „Throne Of The Sunset“ eröffnete man energiegeladen das Set, das insgesamt 17 Songs bereithalten sollte. Die wirklich sehr sehr volle Batschkapp war zwar nicht ausverkauft, doch nicht nur Sänger und Gitarrist Christoph Wieczorek wunderte sich, wo noch Kapazität gewesen wäre. Das Quartett ist lange nicht zum ersten Mal in der Gegend; immerhin existiert die Band schon seit 2007. In dieser Konstellation ist es allerdings Premiere im Rhein-Main-Gebiet, denn seit diesem Jahr ist Silas Fischer als fester Drummer mit von der Partie. Überhaupt ist seit aus der Gründungszeit nur noch Wieczorek am Start, doch das schadet der Harmonie innerhalb der Band überhaupt nicht.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Die Setlist ist ein gutes Zusammenspiel als alten Hits und neueren Stücken. Wie eingangs erwähnt, feierte man erst am Freitag letzte Woche Release Day mit dem neuen Album, doch diesem gingen bereits sechs Longplayer voraus. Wer nicht bei allen Stücken textsicher war, bekam über die LED-Leinwände hin und wieder Phrasen zum Mitsingen präsentiert. Sehr nett! Überhaupt waren die LED-Wände und die dazugehörige Lichtshow ein ziemlicher Eyecatcher, der die Bühnenshow von Annisokay großartig ergänzte.
Nach knapp eineinhalb Stunden war dann Schluss und die Zuschauer sprudelten aus den Türen der Batschkapp heraus. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch!
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
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