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Trivium: Paolo Gregoletto im Interview!

„Silence In The Snow“ heißt das neue Album von TRIVIUM und entzweit derzeit die Metal-Community. Manche lieben den neuen Sound ...

VON AM 13/10/2015

„Silence In The Snow“ heißt das neue Album von TRIVIUM und entzweit derzeit die Metal-Community. Manche lieben den neuen Sound und begrüßen die Weiterentwicklung, andere wünschen sich die alten Tage der Band aus Florida zurück. Für uns also genug Anlass, mit Paolo Gregoletto, Bassist, Hintergrundsänger und Songschreiber von TRIVIUM, über die siebte Scheibe, einen veränderten Stil und das aufregende Jahr 2015 zu sprechen.

Sebastian | MC: Gerade ist euer neuer Album „Silence In The Snow“ erschienen. Wie geht es euch in dieser spannenden Phase?

Paolo Gregoletto | Trivium: Wir nähern uns derzeit dem Ende einer einmaligen Tour und haben zudem unser siebtes Album veröffentlicht. Es könnte uns also nicht besser gehen!

Sebastian | MC: Zwischen Dezember 2014 und August dieses Jahres habt ihr keinerlei Konzerte gegeben. Haben die Aufnahmen für das neue Album mehr Zeit als sonst in Anspruch genommen, wodurch ihr nicht auf die Bühnen zurückkehren konntet, oder habt ihr euch auch eine Auszeit gegönnt?

Paolo Gregoletto | Trivium: Wir wollten uns allein darauf konzentrieren, dieses Album zu machen – sonst nichts. Ein paar Tourneen und Konzerte mussten wir ablehnen, aber generell ist es uns immer wichtig, die Musik vor alle anderen Dinge zu stellen. Die Aufnahmen und das Mixing haben in etwa vier Monate in Anspruch genommen. Zwischendrin hatten wir zudem ein paar Pausen.

Sebastian | MC: Viele Fans haben sich „Silence In The Snow“ mittlerweile angehört. Kannst du uns dennoch erzählen, wovon das Album aus deiner Sicht handelt? Weshalb heißt es so?

Paolo Gregoletto | Trivium: In dem Album geht es darum, die klassischen Wurzeln des Metal zu bündeln und etwas Neues und Modernes aus den Einflüssen zu erschaffen. „Silence In The Snow“ ist eine Übersetzung aus einer japanischen Volksgeschichte, die Matt in voller Länge auf unserer Spotify Story-Website ausführt.

Sebastian | MC: Vor einigen Wochen ließ uns Matt wissen, dass er den klaren Gesang schon immer dem Screamen oder Shouten vorgezogen hat. Nun hatte er im letzten Jahr zusätzlich Probleme mit seiner Stimme, woraufhin er Gesangsunterricht nehmen musste. Können wir uns jemals wieder auf neue Songs von TRIVIUM ohne cleane Vocals einstellen oder ist das einfach ab sofort euer Stil?

Paolo Gregoletto | Trivium: Wir werden Screams verwenden, sofern diese den Song aufwerten oder als Hook dienen können – wie zum Beispiel bei „In Waves“. Screaming ist ein Teil unserer Geschichte, aber Gesang und Melodie nehmen dabei einen noch viel größeren Stellenwert ein. Der Stil entspricht also dem Ziel, welches wir uns selbst für ein Album setzen.

Sebastian | MC: Wenn man sich das neue Album anhört, bemerkt man, dass sich nicht nur die Vocals geändert haben, sondern das komplette Layout der Songs. Einige eurer Fans haben es als „Power Metal-ig“ beschrieben. Würdest du sagen, dass die Abwesenheit von Screams über die anderen Facetten eurer Musik mitentscheidet?

Paolo Gregoletto | Trivium: DIO, IRON MAIDEN, METALLICA: Diese Bands sowie der moderne Göteborg-Sound (Melodic Death Metal – Anm. d. Red.) sind die großen Einflüsse, unter denen wir seit dem ersten Tag standen. Wenn Leute „Power Metal“ in den Mund nehmen, denke ich an Bands wie BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN, und diesen Sound kann ich bei uns einfach nicht raushören – obwohl ich auch diese beiden Bands gut leiden kann. „Dead and Gone“ besitzt mehr Groove und erinnert mich noch eher an unsere Einflüsse aus dem modernen, „amerikanischen“ Metal.

Sebastian | MC: Michael Baskette, der Producer eures neuen Albums, hat zuvor mit so kommerziell erfolgreichen Rockbands wie ALTER BRIDGE oder SLASH zusammengearbeitet. Glaubst du, dass er einen bestimmten Sound im Kopf gehabt hat, als er mit euch in das Studio ging? Würdet ihr mit ihm noch einmal dorthin zurückkehren?

Paolo Gregoletto | Trivium: Michael leistet sehr vielseitige Arbeit und die neue Platte von SLASH, an der er mitgearbeitet hat, ist auch unfassbar gut geworden. Wir haben ihm unsere Demos vorgespielt, woraufhin er mit uns ein Heavy Metal-Album voller hymnischer, epochaler Klänge machen wollte. Er mochte unsere Ideen, wir mochten seine. So einfach war es auch schon, als es darum ging zusammenzuarbeiten. Er hat ein Ohr für Melodien. Derzeit ist es aber noch zu früh um sagen zu können, mit wem wir als nächstes arbeiten möchten. Wir müssen zuerst Musik schreiben und neue, musikalische Visionen entwickeln, bevor wir uns für jemanden entscheiden können.

Sebastian | MC: Ihr habt auch erstmals mit eurem Drummer Mat Madiro ein Album aufnehmen können. Wie hat er die Orientierung eurer neuen Musik beeinflusst? Hat er frische Ideen in die Band gebracht?

Paolo Gregoletto | Trivium: Das ist sein allererstes Album. Wir mussten ihm einige Dinge beibringen und darauf vorbereiten, was er bei den Aufnahmen zu erwarten hat, aber er besitzt die richtige Attitüde und den Willen zu lernen. Es war eine spaßige Zeit!

Sebastian | MC: Wie habt ihr es geschafft, mit Mat zusammenzuwachsen, nachdem er der Band beitrat?

Paolo Gregoletto | Trivium: Wir kannten ihn seit über zwei Jahren, bevor er mit uns spielte, weshalb es eigentlich keinen Unterschied machte.

Sebastian | MC: Das Jahr wird schon bald vorüber sein. Was waren für dich die Highlights im Jahr 2015, von dem neuen Album mal abgesehen?

Paolo Gregoletto | Trivium: Das Bloodstock Open Air sowie das Summerbreeze zu headlinen war großartig. Ich konnte nicht glauben, wie angenehm es war,  vor so vielen Leuten zu spielen.

Sebastian | MC: Gibt es etwas Bestimmtes, auf das du dich in diesem Jahr noch besonders freust, beispielsweise das Knotfest oder eure neuen Songs vor den Fans zu spielen?

Paolo Gregoletto | Trivium: Ich freue mich einfach auf die Zukunft und darauf, wohin es uns als nächstes treibt. Ich liebe es, Songs zu schreiben, und kann es kaum erwarten, neben den Shows nach Hause zu kommen und ein paar neue Ideen festzuhalten. Und das Knotfest wird verrückt!

Sebastian | MC: Wirst du dieses Jahr Halloween feiern? Falls ja, wie, und als was wirst du dich verkleiden?

Paolo Gregoletto | Trivium: Normalerweise unternehme ich nichts. Ich befinde mich in diesem Alter, in dem „Süßes oder Saures“ nicht gerne gesehen wird, und Kinder habe ich zudem auch nicht. Ich werde vermutlich einfach etwas trinken gehen.

Sebastian | MC: Vielen Dank für das Interview!

Paolo Gregoletto | Trivium: Ich habe zu danken!

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