The Ghost Inside

The Ghost Inside: Jonathan Vigil frustriert mit neuem Statement

Mehr als zwei Jahre schon erholen sich die Mitglieder von The Ghost Inside von ihrem verheerenden Verkehrsunfall im November 2015, der das Leben von zwei Menschen forderte und das der Band für immer veränderte. TGI waren seitdem nicht in der Lage, Konzerte zu spielen. Verständlich, wenn man sich die Anzahl und Schwere der Verletzungen und Operationen vor Augen führt.


Jonathan (The Ghost Inside) mit neuem Statement

Eben jenes Unvermögen, auf der Bühne zu stehen, motivierte nun Frontmann Jonathan Vigil zu einem herzzerreißendem Statement bei Instagram. Ausgerechnet einem ohne optimistische Worte am Ende. Ob dies etwas in Bezug auf die Zukunft der Band zu bedeuten hat oder nicht, bleibt Interpretationssache. Aber lest selbst:

„Um wirklich ehrlich mit euch zu sein, auf Shows zu gehen ist SCHWER. Und ich meine das nicht auf physische Art, weil die meisten Venues, Angestellten, Securities, Stammkunden und Gäste gegenüber gehandicapten oder verletzten Menschen sehr zuvorkommend sind. Was ich meine, ist, dass es einfach schwer ist… dort zu sein. Es ist schwer zu wissen, was wir waren und was wir sein könnten. Ich gebe es zu. Ich gehe nicht so oft auf Shows, wie ich es sollte. So oft ich es möchte. So oft wie ich es brauche. Aber dafür gibt es einen Grund.

Es sticht mich. Es tut mir weh. Es ist bittersüß, da zu sein. Ich fühle mich betrogen. Ich fühle mich ungerecht behandelt. Ich fühle mich überflüssig. Eine Band zu sehen und zu wissen, dass wir das auch hatten. Wissen, was wir hatten. Ich hatte es. Ich schaue mir eine Band mit einem Gefühl des Neids an, welches ich nicht haben sollte, aber einfach nicht loswerde. Es frisst mich auf. Ich denke mir ‚Ich tat alles, was ich konnte. Ich war dieses Kind in der Menge, war ehrgeizig da oben zu sein. Ich habe hart gearbeitet und es geschafft. Ich war angekommen. So wie jeder andere dort oben. Wie kommt es, dass sie auf der Bühne hin- und herrennen können, während ich nie wieder in der Lage sein werde, zu rennen? Ich kann nicht einmal ohne Hilfe gehen.

Ich habe schon früher Verluste erlebt. Verlust der Unschuld. Verlust der Jugend. Den Verlust eines geliebten Menschen. Aber dieser Verlust ist etwas, gegen den ich scheinbar nichts tun kann. Es ist ein Loch, das nicht mehr schließt. Es ist so, als ob man sich einen Film über das eigene Leben ansieht, weiß wie es ausgeht und schreit, damit es anders wird, man aber nicht mehr derjenige mit dem Mikro in der Hand ist. Niemand kann dich hören.

Es wird hier drauf eine Menge wirklich lieber Meinungen, Kommentare, Wünsche und Gedanken geben. Sie erreichen mich immer und diese Worte helfen. Die Unterstützung ist definitiv da, aber es ändert nichts daran, wie ich mich fühle. Das ist die Ehrlichkeit des Ganzen. Würdet ihr euch auf etwas einlassen, bei dem ihr wüsstet, dass der einzige Ausgang Kummer bedeutet?“

Ursrpünglich für die Warped Tour 2017 angekündigt, schafften es The Ghost Inside bis zum heutigen Tag nicht mehr als Band auf die Bühne. Was bisher blieb, waren persönliche Wünsche, wie ein Comeback aussehen soll.



Being completely honest and transparent, going to shows is HARD. And I don’t mean hard in the physical sense because most venues, staff, security, patrons and show goers are very accommodating to handicapped or injured people. What I mean is it’s just hard… being here. It’s hard to know what we were and what we could be. I admit, I don’t go to shows as often as I should. As often as I want to. As often as I need to. But there’s a reason for it. —- It stings me. It hurts me. It’s bittersweet being here. I feel cheated. I feel wronged. I feel obsolete. Seeing a band play and knowing we had it. Knowing what we had. I had it. Watching a band play with a feeling of jealousy that I shouldn’t have but just can’t shake. It eats at me. I think to myself, “I did everything I could. I was that kid in the crowd singing along, aspiring to be up there. I worked hard and I did it. I got there. Like everyone else up there did. So how come they get to run around on stage when I won’t ever be able to run again? I can’t even walk on my own.” —- I’ve experienced loss before. Loss of innocence. Loss of youth. Loss of a loved one. But this loss is something I can’t seem to do anything to cope with. It’s a hole that won’t close. It’s like sitting around and watching a movie about your life, knowing how it’s going to play out and screaming for it to be different but you’re not the one with the mic anymore. No one can hear you. —- They’ll be lots of extremely kind sentiments, comments, wishes and thoughts on here. They always hit me and the words do help. The support is there absolutely, but it doesn’t end what I feel. That’s the honesty and transparency of this all. It’s like, would you go into something knowing the only outcome is heartbreak?

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