Rammstein

Rammstein: Richard Kruspe verteidigt seine „Rock ist tot“-Aussage

Obwohl die Arbeiten zum neuen Material von Rammstein derzeit auf Hochtouren laufen, ist Gitarrist Richard Kruspe nach wie vor der Meinung, dass Rock tot sei.

Nachdem er bereits im Dezember vergangenen Jahres in einem Interview mit Revolver anmerkte, dass Rock nicht mehr den gleichen Stellenwert habe wie früher und langsam aussterbe, hat er diese Aussage gegenüber Metal Wani konkretisiert.

Rock laut Rammstein-Gitarrist nicht mehr rebellisch genug

Auf die Frage, warum er glaube, dass Rock tot sei, antwortet der Musiker, dass Rockmusik bei jüngeren Generationen nicht mehr dazu da sei, zu rebellieren und er damit eine grundlegende Charaktereigenschaft verliere.

Heute sei der Hip-Hop für die jungen Leute das Sprachrohr, um Protest auszuüben.

Natürlich gebe es noch die großen Rockbands, die nach wie vor Erfolg haben, doch auf diese würde nicht mehr das Hauptaugenmerk gelegt werden.

Kruspe vergleicht diese Bands mit Dinosauriern, die gerade am Aussterben sind. Der größte Vorteil, den Rockmusiker haben, sei die Show, die sie auf der Bühne abliefern.

Für den Gitarristen sei außerdem das Streamen von Musik ein Problem und etwas, womit er nichts anfangen könne. Man arbeite als Musiker lange an Songs und es sei unfair, dass diese Songs am Ende kostenlos zu Verfügung stehen sollten.

An anderer Stelle würde auch niemand auf die Idee kommen, nicht für ein Produkt zu zahlen, in das ein anderer viele Stunden Arbeit gesteckt hätte.

Heutige Jugend rebelliert laut Richard Kruspe von Rammstein mit anderer Musik

Kruspes frühere Aussagen lauteten übrigens wie folgt:

„… Rock ist tot. Es ist traurig, das weiß ich auch. Aber manchmal muss man einfach mit der Realität Frieden schließen können. Jedes Mal, wenn mir neue Sachen anhöre, sind die definitiv nicht Rock.

[…] Ich rede über die neue Rock-Generation. Was momentan passiert, ist, dass diese Kids einfach nicht dieses bestimmte Gefühl haben, wenn sie ihre Instrumente spielen, um ihren Eltern damit auf die Nerven zu gehen.

Gitarren sind nicht mehr so nervig, wie es einmal waren, gerade in Deutschland. Sie nutzen dazu ihre Stimme; und diese Lyrics gibt es im Grunde genommen im Hip-Hop. Sie fangen an, gegen alles zu rebellieren und Hip-Hop ist der Soundtrack dafür. Es dreht sich im Moment einfach alles um Hip-Hop. Das ist schwierig für mich, weil Hip-Hop immer die Art von Musik war, mit der ich nichts anfangen konnte.

Wenn ich auf einem Festival war und eine Hip-Hop-Gruppe habe spielen sehen, hat mich das gelangweilt. Das ist ein Vorteil, den Rock immer noch gegenüber dem Hip-Hop hat. Es gibt eine visuelle und akustische Verbindung zwischen Band und Publikum.“

Rammstein werden ab Ende Mai auf großer Tour zu sehen sein und sorgen dann hoffentlich auch mit dafür, dass Kruspes Aussagen in die möglichst rasch in die Tonne wandern.

Rammstein live auf Tour 2019

27.05.2019 Gelsenkirchen, Veltins-Arena
28.05.2019 Gelsenkirchen, Veltins-Arena
01.06.2019 Barcelona, RCDE Stadion
05.06.2019 Bern, Stade de Suisse
08.06.2019 München, Olympiastadion
12.06.2019 Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion
13.06.2019 Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion
16.06.2019 Rostock, Ostseestadion
19.06.2019 Kopenhagen, Telia Parken
22.06.2019 Berlin, Olympiastadion
25.06.2019 Rotterdam, De Kuip
28.06.2019 Paris, Paris La Défense Arena
02.07.2019 Hannover, HDI Arena
06.07.2019 Milton Keynes, Stadium MK
10.07.2019 Brüssel, Stade Roi Baudouin
13.07.2019 Frankfurt am Main, Commerzbank-Arena
16.07.2019 Prag, Eden Aréna
17.07.2019 Prag, Eden Aréna
20.07.2019 Luxemburg, Roeser Festival Grounds
24.07.2019 Chorzów, Stadion Śląski
29.07.2019 Moskau, VTB Arena – Central Dynamo Stadium
02.08.2019 Sankt Petersburg, Gazprom Arena
06.08.2019 Riga, Lucavsala
10.08.2019 Tampere, Ratina Stadion
14.08.2019 Stockholm, Stockholm Stadion
18.08.2019 Oslo, Ullevaal Stadion
22.08.2019 Wien, Ernst-Happel-Stadion

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