Marilyn Manson

MARILYN MANSON bringt Fake-Waffe auf die Bühne; rechtfertigt sich auch ohne Shitstorm

MARILYN MANSON war seit jeher ein Freund provokativer Kost – ob nun im Studio oder live auf der Bühne. Letzteres hat er jetzt wieder auf dem Ozzfest Meets Knotfest im kalifornischen San Bernardino unter Beweis gestellt. In seinem Auftritt am 06. November ließ sich Manson beim Song „The Beautiful People“ auf einem Rollstuhl und „bewaffnet“ mit einem als Mikrofon-Requisite dienendem Fake-Gewehr auf die Bühne schieben.



Eine durchaus schwierige Zeit für dererlei Darbietungen, wenn man von den letzten realen Ereignissen in den USA ausgeht. Nur einen Tag vorher (05. November) erschoss ein 26-jähriger Amokläufer 27 Menschen in einer Baptistenkirche in Sutherland Springs (Texas).

Das Ganze geschah gerade mal einen Monat nach dem Massaker von dem südlich von Las Vegas gelegenem Paradise, bei dem 58 Besucher eines Country-Festivals ihr Leben lassen mussten und über 440 teils schwer verletzt wurden, nachdem ein 64-jähriger die Menge aus der Entfernung heraus ins Visier nahm.

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Für Manson ein guter Anlass, dem nachzukommen, für was er seit dem Debüt „Portrait of an American Family“ bekannt ist – die kranke Seite der Gesellschaft auf die Bühne zu bannen. In einem kurz auf die Darbietung gefolgtem Statement stellte Manson folgendes klar:



„In einer Zeit, in der Massenerschießungen fast schon täglich passieren, sollte dies ein Theaterspiel werden, um zu verdeutlichen, wie einfach es ist, Zugang zu halbautomatischen Waffen zu bekommen und wie normal ihr Anblick geworden ist. Meine Kunst war schon immer eine Reaktion auf Popkultur und meine persönliche Art, die Menschen über die Dinge, die in der Welt passieren, zum Nachdenken zu bewegen.

Meine Performance war nicht dafür gedacht, respekt- oder taktlos zu sein. Die Mikrofon-Requisite wurde mir mit Genehmigung eines Polizeibeamten überreicht. Mein Mitgefühl gilt all denjenigen, die vom verantwortungslosen und verwerflichen Missbrauch ECHTER Waffen betroffen waren.“

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