Volbeat

Live bei: VOLBEAT in Mönchengladbach!

Kurze Zeit war der Sommer zurück, hübsche 27 Grad und praller Sonnenschein am Montag in Nordrhein-Westfalen. Der perfekte Anlass für ein Open Air Konzert. Was spricht also dagegen, dem Hockeypark in Mönchengladbach einen Besuch abzustatten? Richtig. Nix. Schon gar nicht, wenn so nette Herrschaften aus Dänemark namens VOLBEAT zu uns kommen.

Ich muss sagen, dass ich mit etwas Skepsis losgefahren bin, weil ich nicht unbedingt der größte VOLBEAT-Fan bin, aber ich wollte mich überraschen lassen und der Band eine Chance geben.



Im Stadion angekommen, fand sich ein überaus durchmischtes Publikum zusammen. Altersmäßig und optisch war wirklich alles dabei, von kleinen Headbangers im Grundschulalter, über Rockabilly-Ladys mit gepunktetem Petticoat und rotem Lippenstift, bis hin zum eingesessenen Rocker im XXL-VOLBEAT-Shirt.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)



Bereits um 18 Uhr konnte es mit dem ersten Supportact AMORPHIS losgehen. Obwohl die Finnen mit ihren Metalsongs heute gut zum Headliner passten, wollte noch nicht so richtig Stimmung aufkommen. Lag vielleicht auch daran, dass der Stehbereich vielleicht bis zu Hälfte gefüllt war und sich erst nach und nach die Leute auf der Tribüne einfanden. Mir selbst war die Band auch eher unbekannt, als dass ich sie jetzt total abfeiern konnte.

Bei der zweiten Band sah das schon ganz anders aus. Dass es sich bei einer Vorband hier um FLOGGING MOLLY handelte, war für mich schon eine kleine Überraschung. Ich denke, dass sie genauso gut Stadien und Hallen solcher Größenordnungen als Headliner mühelos füllen würden.

Die irisch-US-amerikanische Band brachte mit ihrer rockigen Folklore erste Bewegung ins Publikum und sorgte für gute Stimmung. Lustige Truppe, denen man gerne zusieht und zuhört.


Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

So konnte es gut gelaunt nach dem zweistündigen Vorprogramm endlich mit dem Hauptact des Abends, VOLBEAT, losgehen. Das Bühnenbild sah schon mal vielversprechend aus. Eine halbkreisförmige, rostige Rampe umarmte das Drumset, abgenutzt aussehende Boxen standen aufgetürmt daneben und am Kopf des Stegs, der von der Bühne bis ins Publikum ragte, war ein Boxring aufgebaut, passend zum letzten Album “Seal The Deal & Let’s Boogy”.

Genauso vielversprechend gestaltete sich für mich auch die Show. Man merkte, dass die Truppe Bock hatte, den rund 16.000 Zuschauern ordentlich einzuheizen. Nahezu perfekt beherrschten sie ihre Instrumente und die Stimme von Sänger Michael Poulsen hatte den unverkennbaren Klang: tief, stabil und immer ein bisschen Elvis Presley-like.

Eine schöne Geste bot sich, als die Band den vor kurzem verstorbenen Musikern und ihren Idolen Chris Cornell und Chester Bennington ihren Song “Goodbye Forever” widmeten.


Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Was mir selbst noch gar nicht bekannt war – in der Region rund um den Hockeypark herrscht wohl eine Lärmschutzregel, sodass die Anwohner nicht zu sehr von dem “Krach” belästigt werden. Sänger Michael nahm es mit Humor und forderte das Publikum auf: “Wir dürfen hier heute nicht so laut spielen, also müsst ihr das für uns übernehmen, zeigt mal wie laut ihr brüllen könnt”. Das taten sie dann auch. Die Leute feierten die Band, sangen lauthals mit und vereinzelt bildeten sich auch ein paar Pogo-Pits.



Klassiker wie “Sad Man’s Tongue”, “Guitar Gangsters & Cadillac Blood” oder als Zugabe “Still Counting” durften dabei natürlich nicht fehlen. Bei letzterem rief Michael einen Pulk von Kindern und Jugendlichen auf die Bühne, die nochmal richtig die Sau rauslassen durften, und machte deutlich: “Das ist die nächste Generation von Heavy Metal und Rock and Roll”. Korrekt. Und VOLBEAT ist absolut eine Band, die diese Generation prägen wird.

Die Show hatte alles! Gute Stimmung, eine deftige Lautstärke und eine Feuershow, die nur RAMMSTEIN noch toppen kann. Ich hatte es wirklich etwas unterschätzt, aber letztendlich wurde ich positiv überrascht und VOLBEAT haben mich definitiv überzeugt.


Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

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