Live bei: UNDEROATH in Köln!

Facebook-Erinnerung: Du hast eine bevorstehende Veranstaltung, 17 weitere Freunde nehmen teil. In solchen Momenten merkt man nicht nur, dass der (virtuelle) Freundeskreis durchaus einen guten Musikgeschmack besitzt, nein, es wird einem auch bewusst, wie viele Leute man später am Abend treffen wird. Die Zahl von oben ist übrigens ein Witz, würde ich alle Leute aufzählen, die ich am Freitag bei UNDEROATH in Köln alle getroffen habe. Hier tummelten sich einfach alle! Freunde aus alten Zeiten, mit denen ich mich durch Emo-Songs gehört habe, Menschen, mit denen ich zusammen Musik gemacht habe, Leute diverser Bands, die ich lieben gelernt habe, gute Freunde, mit denen ich das Konzert besuche und ein größerer Teil des MoreCore.de-Teams, welches sich dieses Spektakel natürlich nicht entgehen lassen will.

Die Jungs aus den Staaten hatten zu ihrer einzigen Deutschland-Show eingeladen und bereits nach kurzer Zeit, inklusive der Hochverlegung in die Live Music Hall, war diese ausverkauft. Es konnte also nur ein guter Abend werden! Ob dies auch der Fall war, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Meine Erwartungen waren hoch, als ich mich mit unserer Warm-Up-Truppe auf den Weg zur Live Music Hall machte. Vorher hatten wir uns noch auf dem Balkon bei Sonnenschein über aktuelle Musik ausgetauscht und uns an alte Zeiten erinnert, an diese, als „Writing On The Walls“ und „When The Sun Sleeps“ auf unseren MP3-Playern rauf und runter liefen. Ok, diese Zeiten sind vorbei, aber die Show von UNDEROATH an diesem Abend sollte sicher nicht nur für uns ein wahrlich nostalgischer Moment werden. Nervosität, gekoppelt mit Vorfreude, das ist wohl eine gute Beschreibung meiner Gefühlslage in diesem Moment. An der Live Music Hall angekommen geht dann auch schon das große Händeschütteln und Umarmen los. Gefühlt kennt man hier jeden dritten! Einfach unfassbar, wer alles so seinen Weg nach Köln gefunden hat. Sogar aus Leipzig kommen die Menschen angefahren, um sich diese Show anzuschauen. Den Abend eröffnen dann mewithoutYou aus Philadelphia. Ich muss allerdings gestehen, dass ich bis zum Ende ihres Auftritts es nicht einmal bis zur Eingangstür geschafft habe. Einfach zu viele Leute, mit denen es sich zu unterhalten gibt. Schreibt aber eure Eindrücke der Band gerne in die Comments.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Als dann gegen 20:15 Uhr UNDEROATH die Bühne betreten und ich es mir mit ein paar Leuten vor der Bühne gemütlich gemacht habe, bin ich spätestens mitten drin im Geschehen. Zwei Alben hatten die Jungs zu ihrer Rebirth-Tour mitgebracht. „They’re Only Chasing Safety“ und „Define The Great Line“ gab es in voller Länge. Und die sollten es in sich haben. Die Herrschaften um Fronter Spencer erwischten eine guten Tag! Direkt zu Beginn war klar, diese Typen werden Köln heute glücklich machen. Eine wirklich beeindruckende Live-Show mit viel Bewegung auf der Bühne, schwappte dem Publikum entgegen.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

UNDEROATH spielen sich während „They’re Only Chasing Safety“ quasi in Rage und das bemerkt man auch im Publikum. Ordentlich Bewegung, viele glückliche Menschen, Arme in der Luft und hier und da ein Stagediver. Dann folgt eine kurze Pause, bis die Jungs mit „Define The Great Line“ die zweite Hälfte ihrer Show präsentieren. Nun gibt es im Hintergrund eine große LED-Anzeige, die mit verschiedensten Bildern die Bühnenshow unterstützen soll.

Ich für mich muss sagen, dass ich diese gar nicht unbedingt gebraucht hätte! Hier und da fehlt mir der Bezug zu den Songs und die wirklich starke Bühnenperformance gerät etwas in den Hintergrund. Aber vielleicht war dies auch gewollt, immerhin stehen die Jungs über 90 Minuten auf der Bühne. Und das bei dieser Hitze! Ich hab ungelogen die Live Music Hall noch nie so warm erlebt. Der Schweiß läuft nur so an einem herunter, aber auch das macht den Abend aus. Es ist eng, warm, schwitzig und die Luft drückend. Für mich einfach passend zur Musik der Jungs!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Grundsätzlich ist dann aber irgendwann die Luft etwas raus, beim Publikum und der Band. Aber gut, diese Show hatte es halt einfach in sich. Viele Eindrücke, viel Mitsingen, viel Bewegung. Da darf man auch mal müde werden! Im Großen und Ganzen aber eine super Show, an der ich nicht viel zu meckern habe, außer dass der Sound hier und da nicht so ganz passte. Aaron ist mir oft etwas zu leise und von Keyboarder Christopher hört man durchweg nicht allzu viel. Dafür geht der Typ aber ab wie eine Rakete. Das entschädigt das Ganze dann ein wenig! Am Ende sind aber alle mehr als glücklich, die Band an diesem Abend gesehen zu haben. Und eine tolle Nachricht gibt es dann kurz vor Ende bei „Writing On The Walls“ auch noch: Die Jungs kehren nächstes Jahr nach Deutschland zurück. Mit keinem Satz kann man diesen Nachbericht besser beenden! Auf bald, ihr Lieben…

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)



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