Live bei: SILVERSTEIN und TRASH BOAT in Köln!

Letzte Woche Freitag war es endlich soweit: SILVERSTEIN, die Helden unserer Jugend, spielten die erste Show ihrer „For The Fans“-Clubtour im Kölner Gebäude 9. Wir wollen zu Beginn nicht zu viel verraten, aber eins können wir gleich sagen: wir fühlten uns EMO-tional wieder zurück ins Jahr 2007 katapultiert. Aber fangen wir einmal ganz von vorne an…

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Kurz vor 20 Uhr betreten wir das Gebäude 9, welches nun, nach der Schließung unseres geliebten Undergrounds (RIP), wohl öfter als Veranstaltungsort kleinerer Shows dienen wird. Trotz saunagleichen Temperaturen und ausverkauftem Haus, stürzen wir uns gleich ins Getümmel und kämpfen uns unseren Weg nach vorne.




Pünktlich um 20 Uhr betreten die aus dem „Enter Shikari-schen“ Städtchen St. Albans stammenden Pop-Punker TRASH BOAT die Bühne. Die fünf Jungs, die gerade eine Headliner-Tour, inklusive ausverkaufter London-Show, beendet haben, sind hierzulande weniger bekannt, was das Publikum jedoch nicht davon abhält, sie zu feiern: Bereits ihr Opener „Tring Quarry“ verführt die meisten im Saal zum Tanzen, Pogen und Moshen.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Bereits jetzt fällt uns die große Ähnlichkeit zu ihren walisischen Kollegen von NECK DEEP auf, was aber keineswegs einen Störfaktor darstellt, vielmehr können wir uns gleich mit der Musik identifizieren und fühlen uns heimisch. Auch die übrigen sieben Songs (u.a. „Perspective“, „Pangaea“ und „Strangers“), die allesamt von der Debütplatte „Nothing I Write You Can Change What You’ve Been Through“ stammen, sind absolute Power-Songs à la NECK DEEP und heizen das Publikum an. Während einer kurzen Ansprache nach dem Song „Catharsis“ erwähnt Sänger Tobi, wie sehr sich die Band freut, SILVERSTEIN auf der Tour supporten zu dürfen und bedankt sich dafür, dass das Publikum, trotz mangelnder Bekanntheit der Band in Deutschland, am heutigen Abend so mitfeiert. Auch wir empfinden dies so, denn die Jungs kommen beim Publikum sichtlich gut an: Selbst die härtesten Männer können während des Sets nicht still halten und wippen verlegen mit. Die Briten machen sich gut — ein Supportact wie aus dem Bilderbuch.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Doch leider muss es auch hier kommen, wie es so oft auf Konzerten der Fall ist: Kaum sind die Jungs von TRASH BOAT auf der Bühne, sind sie schon wieder runter. Die knappen 40 Minuten verfliegen wie um Flug und schwups befinden wir uns wieder inmitten von verschwitzen Konzertbesuchern, die alle versuchen, den tropischen Luftverhältnissen im Gebäude 9 zu entkommen und einen einigermaßen guten Platz im Vorhof der Venue zu finden. Nach 15 (sehr kurzen) Minuten an der frischen Luft bewegt sich die Menge wieder langsam in den Saal und auch wir kämpfen uns zurück nach vorne an unseren Platz.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Da es sich bei der „For The Fans“-Tour um eine eher intime Tour der fünf Kanadier, bei der die Besucher vor den jeweiligen Shows über ein Song-Voting über das Set mitbestimmen dürfen, handelt, haben wir uns eher auf viele ältere Songs der Band eingestellt. Umso erstaunter sind wir, als uns vorne angekommen die Setlist in die Augen springt: Anders als angenommen, handelt es sich bei dem heutigen Set um eine ausgewogene Mischung aus neuen und alten Songs. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das geplante Voting doch nicht stattgefunden hatte, also war die Setlist dann doch logisch aufgebaut.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Just ertönt dann das Intro der Band. Eine knappe Minute später, pünktlich um 21 Uhr, eröffnen die Jungs von SILVERSTEIN ihr Set mit „Retrograde“, einem Song vom aktuellen Album „Dead Reflections“. Augenblicklich fängt der gesamte Raum an zu beben: Keiner im Publikum steht mehr still.




Zurecht: Die Jungs liefern gleich zu Beginn wie gewohnt ab. Auch der zweite Song „Face Of The Earth“ gehört zu den eher neueren Songs der Band, was jedoch dem Publikum nur recht zu sein scheint. Die Stimmung hat, genau wie die Temperatur, bereits jetzt ein enormes Level erreicht.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Erst mit dem dritten Song stimmen die Kanadier „My Sword Versus My Dagger“ von ihrem 2005er Emo-Klassiker „Discovering The Waterfront“ an. Blitzartig fühlen wir uns wieder in unsere Jugend zurückkatapultiert und haben das Bedürfnis, unsere Haare schwarz zu färben und die karierten Vans Slip-Ons auszupacken. Spätestens jetzt verliert jeder einzelne im Saal seine Hemmungen, was nicht nur zu einem weiteren Anstieg der Stimmung führt, sondern auch dazu, dass einige Konzertbesucher, trotz strikten Verbots, meinen, sich eine Zigarette anstecken zu müssen.




Nicht nur uns fällt dies auf, auch Gitarrist Paul Marc und Sänger Shane scheint es zu stören und kurzer Hand fordert Shane das Publikum auf jeden zu boxen, der im Raum raucht. Nach dieser kurzen Ansprache folgen die Songs „Massachusetts“ und „SOS“, die wir liebevoll als „semi-alte“ Songs der Band bezeichnen, und der neue Song „Ghost“. Wir sind bereits beim achten Song („Vices“) des Sets angekommen und können immer noch nicht behaupten, dass die Stimmung des Publikums in irgendeiner Weise abgebrochen ist. Auch während „Lost Positives“ und „Whiplash“ grölen alle (oder zumindest die meisten) lautstark mit. Es freut die Band unheimlich, dass die neuen Songs beim Publikum genauso gut ankommen wie die alten Stücke, so Shane.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

So langsam nähern wir uns dem Ende des Sets an und die Jungs stimmen mehr ältere Songs an: den Anfang macht hier „Red Light Pledge“. Shane überzeugt weiterhin mit seiner stimmlichen Leistung und wir hätten es wirklich nicht geglaubt, aber die Stimmung des Publikums steigt mit dem Silverstein Klassiker „Smile In Your Sleep“ tatsächlich noch mal an. Anschließend stimmt die Band die Songs „Still Dreaming“ und „Call It Karma“ an bevor sie mit „Smashed Into Pieces“ an diesem Abend den zweiten Song ihres Debütalbums „When Broken Is Easily Fixed“ spielen. Nach diesem Banger verlässt die Band die Bühne, was beim Publikum zu „One More Song“-Rufen führt. Nach wenigen Augenblicken stürmen die fünf Jungs erneut die Bühne und spielen zwei Zugaben: „To Live And To Lose“ und (wie nicht anders erwartet) „My Heroine“, wobei letzterer ein erneutes EMO-tionales Hoch bei uns und dem Publikum auslöst. Nach diesem krönenden Abschluss verlässt die Band die Bühne und wir machen uns total nass geschwitzt auf den Weg nach Hause…

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