Live bei: PAPA ROACH in Hamburg!

Lang ersehnt und endlich da: PAPA ROACH in Hamburg! Nichts wie hin zur Alsterdorfer Sporthalle und hinein in den besten Start, den ein Wochenende haben kann. Dass FRANK CARTER & THE RATTLESNAKES kurzfristig für die komplette Tour abgesagt haben, ist ein kleiner Dämpfer, soll den Spaß am Abend aber nicht nehmen.



DE STAAT, der Ersatz für FRANK CARTER, ist anders als alles, das wir sonst live sehen. Auch das Publikum – die Halle mittlerweile knapp halb gefüllt – scheint eher verwirrt vom Alternative-Rock aus den Niederlanden. Man sieht nicht einmal ein Kopfnicken. Dabei machen die fünf Jungs eigentlich ganz ordentliche Musik. Es gibt auch einen respektablen Applaus nach dem ersten Song der Band. Dafür, dass hier anscheinend niemand die Band kennt, kommt die Gute-Laune-Musik trotzdem gut an und DE STAAT schaffen es, den Freitagabend innerhalb von 30 Minuten laut und stimmungsgeladen einzuläuten.

CALLEJON starten um Punkt 19:48 Uhr mit dem Opener „Polar“ (keine Ahnung, warum wir uns das gemerkt haben). Anscheinend sind hier 95% der Leute für PAPA ROACH anwesend. Ein Circle Pit aus ungefähr zehn Leuten und drei bis vier erhobene Hände sind die nicht gerade überschwänglich begeisterte Reaktion der mittlerweile fast komplett gefüllten Alsterdorfer Sporthalle.

Beim zweiten Song klatschen dann aber alle mit. „Dunkelherz“ ist einfach tanzbar und hat schon immer für Stimmung gesorgt. Basti ist auf der Bühne so euphorisch wie eh und je. So schafft es bei „Utopia“ dann auch einer der zehn moshenden Anwesenden crowdzusurfen. „Blitzkreuz“ sorgt endlich schlagartig dafür, dass sich der Pit öffnet und eine große Party im bekannten Raum kurz vor der Bühne entsteht. Auch das Crowdsurfen hält an und CALLEJON zeigen sich nach ihrem vierten Song nun auch etwas entspannter. „Noch einmal“ knüpft hervorragend an, denn wer den nicht mitsingen kann, der kennt den Buchstaben „O“ nicht.



Stimmungsgeladen ziehen CALLEJON also ein wunderbares 35-Minuten-Set gespickt mit alten und neuen Songs durch (weitere Highlights: „Kind Im Nebel“, passend zur Bundestagswahl: „Schrei nach Liebe“ und „Porn From Spain 2“). Zum Abschied gibt es tosenden Applaus und die nun spürbare Vorfreude auf das Highlight des Abends: PAPA ROACH!

Um 21 Uhr starten ebendiese direkt mit dem Titelsong vom neuen Album „Crooked Teeth“. Die volle Sporthalle klatscht, singt und hüpft ab der ersten Sekunde laut mit. Applaus bis in die letzte Reihe leitet den zweiten Song des Abends ein. Es ist „Getting Away With Murder“. Während wir also laut mitgrölen, reißen PAPA ROACH kurzerhand mit gerade mal zwei Songs Hamburg ab.

Im weiteren Verlauf des Sets folgt „Between Angels And Insects“; da macht einfach jede Person mit. Kalifornien überrollt Hamburg und nutzt als Walze PAPA ROACH – was für eine Stimmung! „Born For Greatness“ ist die nächste Singalong-Hymne und schlägt wie jeder andere Song des Abends ein wie eine Bombe. Nachdem einem Fan gemeinsam mit „Happy Birthday, Fucker“ gratuliert wurde, geht es auch direkt weiter. „Scars“ öffnet alte Wunden und wir singen, schreien fast, melancholisch mit: „…but at least I can say I tried…“

Jacoby Shaddix und seine Jungs schaffen es immer noch, nach Jahren so viele Emotionen zu wecken und die Menge dadurch so sehr mitzureißen, als wäre „Infest“ erst gestern erschienen. Melancholisch geht es mit „Periscope“ aus dem aktuellen Album „Crooked Teeth“ weiter. Auch hier zeigen sich die Fans unglaublich textsicher.



Wer heute Abend denkt, dass PAPA ROACH nicht mehr aktuell seien, der war nicht in der Sporthalle in Hamburg dabei. Simpel in schwarz gekleidet, ohne Playback und mit einer unglaublichen Reaktion des Publikums performen PAPA ROACH heute Abend so, als würden sie jeden Abend nichts anderes machen. Kaum verwunderlich, dass bei der Cover-Version von BLURs „Song 2“ alle laut „mitwoohen“ und standesgemäß so hoch springen, wie sie können.

Dem Aufruf „Get weird, stay weird“ folgt ein wunderschöner Circle Pit und der Song „Traumatic“. Die „In The End“-Coverversion in Gedenken an LINKIN PARKs Chester Bennington reißt die ausgelassene Stimmung kurz ein, dauert aber nur einen Refrain lang. Mit „American Dream“ geht es direkt weiter im Programm. Auch hier ist mit der Zeile „We Don’t Need No Education“ wieder eine Hommage versteckt. Das hat die Band, die selbst eine gestandene Größe ist, eigentlich gar nicht nötig. Das zeigt besonders die folgende Performance des Songs „Help“. Die tanzbare Hymne ist nicht umsonst fester Bestandteil unserer MoreCore Parties.

Nach einer kurzen Pause kehrt die Band wieder zurück auf die Bühne und knallt uns „None Of The Above“ sowie „Dead Cell“ entgegen und geht dann ohne Vorwarnung in das Highlight des Abends über: „Last Resort“. Crowdsurfen ist mittlerweile zum Massensport geworden und PAPA ROACH genießen nun sichtlich jede Sekunde der absolut angemessenen Euphorie in der Halle. „…To Be Loved“ stellt den letzten Song des Abends dar und entlässt die nass geschwitzte, grinsende und glückliche Meute in die Nacht.

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