Live bei: MAYDAY PARADE in Köln!

Im Frühjahr dieses Jahres feierten MAYDAY PARADE den 10-jährigen Geburtstag ihres Erfolgsalbums  „A Lesson In Romantics“ mit einem Re-Release und bisher unveröffentlichten Demo-Versionen von Songs ebendieser Platte. Für unsere Julia war das Teil zwar eher ein „nice to have“ anstatt ein „must have“, aber für wahre Fans gehört diese Auskopplung mit Sicherheit ins CD-Regal. Umso schöner jedoch, dass die Jungs aus Florida uns nun auch mal wieder mit Live-Shows hierzulande beehrten. Also ging es am Dienstagabend in Richtung Essigfabrik, um den Feiertag mit entsprechend guter Musik ausklingen zu lassen. Dazu beigetragen haben freilich auch die Supports, die eine wahrlich gelungenen Einstieg in den Abend boten.



Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Eine Runde Pop-Punk gefällig? Aber gerne doch! Als erstes durften WATERPARKS aus Houston, Texas von sich überzeugen. Die drei-Mann-Band, bestehend aus Sänger und Gitarrist Awsten, Backing-Vocalist und Gitarrist Geoff und Drummer Otto, besteht seit 2011 und geht in den Staaten gerade durchaus steil nach oben.

Die Bühne erschien zu Beginn in grün/rotem Licht und bereits beim ersten Song waren die Hände der Leute oben, das Publikum sprang und die ersten Pleks flogen in die Menge. Man merkte sofort: Hier haben sich einige auf die Jungs gefreut! Gesanglich schlug Sänger Awsten zwar durchaus höhere Tonlagen an, als es seine Nachfolger an diesem Abend tun sollten, aber das störte mich persönlich überhaupt nicht. Hier und da gab es richtig flotte Gesangspassagen und der Grund-Sound war dann doch was „softer“ als bei den Nachfolgern. WATERPARKS haben in ihrer Band-Vita bereits ein paar mehr Veröffentlichungen getätigt, also konnten die Jungs sich ein bisschen mehr durch ihre vergangenen Alben spielen als WITH CONFIDENCE. Hier durften vor allem Hits wie „Stupid For You“ oder „Royal“ von „Double Dare“ nicht fehlen. Aber auch „No Capes“ oder „Crave“ von“Cluster“ schafften es auf die Playlist! Ein runder Mix also, der mich zwar durchaus überzeugen konnte, eine etwas flottere Performance hätte aber nicht geschadet.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Noch eine Runde Pop-Punk? Aber klar! Es ging mit guter-Laune-Musik weiter und die Australier von WITH CONFIDENCE aus Sydney betraten die Bühne. Ok, die Umbaupause hätte man gerne dezent kürzen können, aber gut, jetzt konnte es ja endlich weitergehen. Ein paar von euch werden sicher den Song „Voldemort“ von dem im Jahr 2016 erschienenen Album „Better Weather“ kennen, mit denen die Herren aus Down Under durchaus auf sich aufmerksam gemacht haben. Gute-Laune-Punk mit ordentlich Sommer-Feeling und Surf-Attitude kam da am Dienstag von der Bühne in die Menge geschwappt. Und das funktionierte!



Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Während sich hier so langsam der Herbst einschleicht, durfte man an diesem Abend nochmal ordentlich visuelle Sonne tanken. Einfach herrlich! Es ging nun etwas härter zur Sache und vor allem bei „Dinner Bell“ überzeugte Sänger Jayden mit seiner guten Stimme. Bei Song Nr. 3 wurde dann auch direkt zum Crowdsurfing eingeladen, was das Publikum dankend annahm. Irgendwie witzig, aber ich musste beim Anblick des Sängers immer wieder an Brandon Boyd von INCUBUS denken. Vielleicht konntet ihr ja auch die ein oder andere Ähnlichkeit ausmachen. Gitarrist Inigo brauchte zwar ein wenig, um so richtig in Fahrt zu kommen, aber gestört hat das wohl niemanden. Als dann gegen Ende des Sets auch noch zum Circle Pit aufgerufen wird, sind schließlich alle warm für den Headliner. Wer die Jungs noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Meine Song-Empfehlungen: Hört neben „Voldemort“ auf jeden Fall in „Archers“, „Keeper“ und „Here For Nothing“ rein. Die haben live besonders gut funktioniert! Wer am hiesigen Abend auf modernen Pop-Punk stand, konnte eigentlich nur überglücklich nach Hause gehen.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)
Gegen 22 Uhr und einer mal wieder zu langen Umbauzeit kamen dann endlich MAYDAY PARADE auf die Bühne. Und ja, man merkte sofort, dass die Jungs von ihren Fans durchaus vermisst worden waren, denn es ging sofort eine wildes Gekreische durch die Essigfabrik. Aber hey, wem mag man das verübeln. Als die Jungs aus Florida die Bühne betraten, hüllte sich diese in lila/rotes Licht und Sänger Derek grinste der Menge in einem Super Mario-Shirt entgegen. Bereits beim ersten Song „Jamie All Over“ wurde lauthals mitgesungen und das sollte sich im Laufe des Konzertes auch nicht ändern. Es herrschte durchweg eine ausgelassene Stimmung und „Jersey“ stellte sich mal wieder als eines meiner absoluten Highlights einer jeden MAYDAY PARADE-Show heraus. Aber seht selbst!



Spätestens bei „Miserable At Best“ kriegten die Herrschaften aus den Staaten dann alle emotional gepackt und die ganze Essigfabrik sang lauthals mit und schwelgte nostalgisch in alten „Emo-Zeiten“. Einfach stark, an welche Momente aus meiner Jugend ich mich während dieses Songs wieder erinnerte.

Trotz dieses ruhigen „breaks“ im Set, ging es danach energisch weiter und die Jungs spielten weiter ihre Platte aus dem Jahr 2007 runter. Natürlich war es danach nicht vorbei und Songs wie „Terrible Things“, „Stay“ oder ein „Punk Rock Princess“-Cover kamen obendrauf. Was mir übrigens besonders gut gefiel, war, dass die Bühnenshow der Jungs einfach ehrlich rüber kam. Kein unnötiges „rumgepose“, kein großes Lichtspektakel und kein wahnsinniges „bling bling“. Hier ging es einfach nur mal um die Musik und das war auch gut so! Als Zugabe gab es dann noch „Kids In Love“ und „Oh Well, Oh Well“ auf die Ohren und alle konnten zufrieden nach Hause gehen.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)
Alle? Nicht ganz, denn zwei kleine Storys habe ich noch für euch: Kurz vor Schluss des Konzertes konnte ich noch ein Pärchen beobachten, wo der Freund, dezent genervt und seine Freundin im Arm, das Konzert wohl mit angucken „musste“ und mal so gar nicht genussvoll der Band zuhören konnte. Mein Tipp: Wenn euer Partner ggf. nicht auf eure Musik steht, lasst ihn doch einfach zu Hause und teilt eure musikalische Leidenschaft mit Menschen, die diese ebenfalls mögen. Somit sind beide Seiten zufrieden! Ein weitere Szene gibt es dann auch noch, als ein junge Dame nach dem Konzert in Tränen ausbricht. Ok, vielleicht waren es auch Freudentränen, aber so ein Gefühlsausbruch fällt einem natürlich trotzdem auf. Aber keine Sorge, die Herrschaften aus Florida haben versprochen, sich nun wieder öfters in Deutschland blicken zu lassen. Also kein Grund, um traurig zu sein!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

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