In Hearts Wake

Live bei: IN HEARTS WAKE und GIDEON in Köln!

Nachdem vor knapp zwei Monaten das Underground in Ehrenfeld für immer seine Tore geschlossen hatte, um Platz für eine Schule zu schaffen, mussten sich die Kölner Veranstalter etwas Neues ausdenken und auf allerhand andere Venues ausweichen. Nicht wenige davon eine ganze Ecke weiter weg vom geliebten Underground.





Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Eines davon ist das Gebäude 9, in dem heute Abend IN HEARTS WAKE spielen sollen. Aber bevor man die Australier zu Gesicht bekommt, startet der Abend zunächst mit UP NORTH. Es ist ein Heimspiel für die fünf jungen Herren, denn sie stammen selbst aus Köln. Die Band bietet einen soliden Auftritt, irgendwo zwischen Hardcore und Metalcore und kommt bei den wenigen Leuten im Raum ganz gut an. Jeder Song wird fleißig mit Beifall beklatscht. Das Rad neu erfinden sie heute Abend zwar nicht, vielleicht aber ja in der nächsten Woche. Am Freitag, dem 10. November spielen die Jungs nämlich eine Record Release Show im Sonic Ballroom, zu der sie heute Abend herzlich einladen.



Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Weiter geht der Abend mit dem Grund meiner Anwesenheit: GIDEON. Viel zu wenig Shows hatte die vier Herren aus Alabama in der Vergangenheit in Deutschland gespielt. Quasi gar keine, um genau zu sein. Umso verwunderlicher ist es, dass die Halle nach wie vor eher mäßig besucht ist. Immerhin haben sich die Konzertbesucher nun ein paar Schritte weiter an die Bühne gewagt und einige weniger sogar begonnen zu tanzen und lauthals mitzusingen. „Pulling Teeth“ performen sie eingangs als zweiten Track.



Irgendwie wünscht man den christlich verankerten Metalcore-Musikern eine Mini-Clubshow mit wilden Stagedives und Moshpit. Die musikalische Vorlage für dieses Szenario liefern ihre Tracks allemal. Nicht zuletzt weil ihre aktuelle Platte „Cold“ dafür die beste Grundlage liefert. Und während sich einer der Jungs vom Headliner IN HEARTS WAKE am Bühnenrand die Zähne putzt, schließen GIDEON mit dem wohl bekanntestem Track „Freedom“ die Performance ab, welcher nochmal aufzeigt, dass sie sich auch im Hardcore eindeutig zu Hause fühlen.




Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Während des Umbaus zu IN HEARTS WAKE scheppert das Schlagzeug plötzlich ordentlich. Ihr Drummer hat ein Becken fallen lassen. Das Publikum freut es und bejubelt seinen Fauxpas. Dann wird der Raum stockfinster und das Intro ertönt. Mit Thermoskannen bewaffnet betreten die Australier die Bühne. Fraglich was in eben jenen ist. Tee? Schnaps? Eine Kombi aus beiden? Das Set startet mit Songs der neuen Platte „Ark“. Sänger Jake begrüßt eingangs einige Leute im Publikum gar persönlich. Es scheint, als seien manche Konzertbesucher nicht auf ihrer ersten Show dieser Tour. Nachdem die Band den Track „Badlands“ performt hat, erzählt ihr Sänger die Geschichte eines einsamen Wales der vor der Küste Australiens schwimmt und in einer völlig anderen Tonart singt als andere Wale.



Diese Geschichte ist die Grundlage zum nun folgenden Song „Frequency“. Kurz darauf wird ein Gummiboot auf den Bühnenrand geschleppt und Jake bittet grinsend das Publikum ihn zum anderen Ende des Halle zu tragen, wo Lichtmann Chucky mit einer Flagge für den Sänger wartet die es „abzuholen“ gilt. Auf der Flagge, ein für viele Besucher zunächst verwirrender Aufdruck: „SS Humanity“.

Mehrere Leute im Raum heben die Augenbrauen. Schließlich sind die ersten, beiden Letter in Deutschland nicht gerade positiv behaftet. Gemeint ist aber etwas vollkommen anderes. So bezeichnet SS ein Segelschiff. Diese Tatsache aufzuklären bleiben IN HEARTS WAKE dem Publikum jedoch schuldig. Übel nimmt es ihnen aber niemand so richtig. Die letzten Tracks wie „Divine“ und „Breakaway“ werden nochmal ordentlich mitgegröhlt. Als Dankeschön gibt es ganze zwei Zugaben ehe das nun gut gefüllte Gebäude 9 seine Besucher in die Nacht entlässt.




Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

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