Live bei: ESKIMO CALLBOY in Köln!

Hey Leute! Ja ihr seht richtig, es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Zeilen über die wundervollen ESKIMO CALLBOY zu schreiben. Aber keine Sorge, dieses Mal geht es nicht um irgendwelche RTL TV-Formate oder „Rosen“-Kriege, sondern wahrlich um die Musik der Jungs. Denn am vergangenen Samstag hatten die Herren aus Castrop-Rauxel zur „The Scene-Party“ ins E-Werk in Köln eingeladen.



Die Zuschauer durften sich nicht nur auf ein ausverkauftes Haus freuen, sondern auch über einen Live-Stream, an dem sie sozusagen auch körperlich teilnahmen. Eine ordentliche Party war also schon vorab garantiert! Aber gut, erstmal wollen wir uns um die Supports kümmern…

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
Den Start machten SLAVES aus dem sonnigen Kalifornien. Gegründet im Jahr 2014, spielten sich die Herrschaften bis heute immer weiter nach vorn und konnten sich vor allem mit ihrer Platte „Routine Breathing“ eine ordentliche Fan-Base aufbauen. Jonny Craig, Sänger der Band, sollte einigen von euch zudem als ehemaliger Sänger der Bands DANCE GAVIN DANCE und EMAROSA bekannt sein. Ihr solltet wissen, dass dieser Typ mein absoluter Lieblingssänger der gesamten Core-Szene ist, jedoch brilliert Craig leider immer öfter mit seiner Drogenkarriere, merkwürdigen Szenen während seiner Live-Shows oder Auflösungsgerüchten seiner eigenen Band. Aber hey, das soll das gesangliche Können diese Künstlers in keinster Weise schmälern. Leider hatte die Band an diesem Abend mit enormen Technikproblemen zu kämpfen, sodass man nur bei den letzten beiden Songs von einem einigermaßen guten Sound sprechen konnte. Da das Set nur 25 Minuten dauerte, war das am Ende dann leider auch ein echter Wermutstropfen. Schade, denn die Jungs haben es eigentlich echt drauf.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
Anschließend durften BAD OMENS von sich überzeugen und das gelang, vor allem durch einen diesmal funktionierenden Sounds, durchaus besser. Die Jungs aus Los Angeles, ebenfalls im Jahr 2014 gegründet, gelten so langsam als die neue Speerspitze der Sumerian Records-Familie. Und ja, die musikalische Ausrichtung ist klar erkennbar! Man nehme als Grundstock ASKING ALEXANDRIA, würzt mit einer Prise BULLET FOR MY VALENTINE und wirft dann einen ordentlichen Klumpen BRING ME THE HORIZON in die Suppe. Fertig sind BAD OMENS! Ihr merkt schon, musikalisch hat mich diese Truppe nicht sonderlich überrascht, aber was die Jungs da live auf der Bühne abgezogen haben, fand ich dann doch durchaus ordentlich. Das meldete auch das Publikum zurück, welches nun durchaus aktiver als bei der vorangegangenen Band war. Aber kein Wunder, denn gerade die jungen Mädels riefen den „Szene-Typen“ der Band ihre Begeisterungsrufe entgegen. Sänger Noah machte derweil einen guten Job, auch wenn er des Öfteren etwas leise abgemischt war. Seine Bandkollegen zeigten ebenfalls eine saubere Live-Show, vor allem Nicholas (Gitarre) und Ryan (Bass) wirbelten ihre Instrumente dabei ordentlich durch die Gegend. Die Herren gebe ich mir auf jeden Fall nochmal, auch wenn die Musik, meiner Meinung nach, nicht wirklich Innovation mit sich bringt!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
Dann wurde es endlich Zeit für ESKIMO CALLBOY. Das letzte Mal hatte ich die Jungs ebenfalls im E-Werk vor zwei Jahren bei ihrer „Crystals“-Tour gesehen und durfte mich nun auf neue Songs des aktuellen Albums „The Scene“ freuen. Aber tat ich das überhaupt? Ich muss zugeben, dass mich die vorherigen Auskopplungen dann doch etwas mehr angesprochen haben als der neue Kram, aber das sollte meine Begeisterung zur Show an diesem Abend nicht schmälern.



Denn als die Band mit „The Scene“ auf die Bühne kam, war im Publikum schon fast kein Halten mehr. Spätestens beim Folge-Track „My Own Summer“ war dann das ganze E-Werk in völliger Ekstase! Ohne Witz, so eine Party habe ich in diesem Jahr auf Konzerten noch nicht gesehen. Hut ab, Leute!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
Nach „We Are The Mess“ folgten mit „Shallows“ und „Back In The Bizz“ zwei neue Songs. Und da fiel mir dann auch langsam auf, dass Sushi stimmlich einfach nicht mehr mitkam. Okay Jung‘, ich mag dich echt gerne, aber live klappt es dann doch leider nicht so ganz. Glücklicherweise ist das der Crowd bei dieser Riesenparty völlig schnuppe und auch ich lasse mich ab diesem Zeitpunkt auf Gesangsparts vom Band ein. Immerhin wird bei so einer großen Produktion von den Fans auch etwas erwartet und da sind völlig verhunzte Gesangspassagen halt nicht erlaubt. Dann also lieber etwas Unterstützung dabei und gut is‘. Kleiner Fakt nebenbei: Gerade bei den neuen Songs kam diese zum Einsatz!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)
Es ging mit Songs wie „Party At The Horror House“, „The Devil Within“, „Muffin Purper-Gurk“ oder „Pitch Please“, also einem bunten Mix aus der Bandhistorie weiter, und die Crowd gönnte sich nur bei den neueren Songs kleinere Verschnaufspausen. Aber gut, diese Songs müssen ja auch erstmal live erprobt werden, sei es von der Band selbst oder dem Publikum. Bei „Banshee“ streikte übrigens die Technik und der Song wurde nach kurzer Zeit abgebrochen.



Nach nicht allzu langer Zeit entschied man sich dann aber einfach mit dem nächsten Song weiterzumachen. Bei „Cinema“ gab es dann ein Lichtgewitter, welches sich gewaschen hat und bei „Is Anyone Up“ flogen dann nicht mehr nur die Trinkbecher durch die Gegend. Mit den Zugaben „Best Day“ und „MC Thunder“ verabschiedeten sich dann die Jungs und legten mit insgesamt 19 Songs und knappen 1 1/2 Stunden Set eine wirklich saubere Leistung hin. Doch was bleibt vom Abend übrig? Ich mache es kurz: Die Band zeigte eine ordentliche Show, ließ sich aber hier und da merkbar von der Technik unterstützen. Kein Drama, aber andere Bands brauchen das weniger! Der Ticketpreis war am Ende für diese Bühnenshow mehr als angemessen, hier konnte wirklich keiner meckern. Der Preis für die beste Live-Performance geht in diesem Jahr aber definitiv an dieses Kölner Publikum. Freunde, ihr wart der absolute Hammer!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Kommentare

Impressum - Disclaimer