August Burns Red

Live bei: AUGUST BURNS RED in Köln!



Freunde, das war mal wieder ein Abend nach meinem Geschmack! Die Herrschaften von AUGUST BURNS RED hatten zur „10 Jahre-Messengers-Party“ eingeladen und klar, sowas lässt man sich natürlich nicht entgehen.

Im Underground angesetzt, fand das Konzert dann am Ende in der Essigfabrik statt. Und das war auch gut so, denn diese war an dem Abend durchaus gut gefüllt, sodass durchaus mehr Leute der Show beiwohnen konnten, als es in Ehrenfeld möglich gewesen wäre. Umso besser also für alle Beteiligten!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Den Start machten die Engländer von NAPOLEON. Im letzten Jahr hatten die Jungs ihre Debut LP „Newborn Mind“ auf den Markt geworfen und konnten damit vor allem Fans von Melodic/Progressiv-Hardcore überzeugen. Für diese Genre-Kombi konnte ich mich an diesem Abend übrigens auch begeistern. Vor allem was Gitarrist Sam da abfeuerte, war schon bemerkenswert.



Leider war die Gitarre etwas zu laut, sodass das Zuhören auf Dauer etwas anstrengend wurde, aber das schmälert die Künste dieses Typen ja keinesfalls. Bei den ganzen Drehungen von Basser Jacob konnte dem einen oder anderen quasi vom Zuschauen schon schlecht werden und auch Sänger Wes legte zusätzlich ebenfalls eine gute Performance ab. Bereits beim zweiten Song konnte er die Crowd vor der Bühne für einen Circle Pit begeistern. Das sagt dann doch schon einiges aus! Ich gebe mir die Band beim nächsten Deutschland-Besuch auf jeden Fall gerne nochmal.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Weiter ging es mit den „Lokalmatadoren“ von VITJA. Die Herrschaften, die momentan gefühlt jede dritte Show supporten, durften auch heute wieder mal ran. Vor kurzem noch auf eigener Headliner-Tour unterwegs, konnte die Band an diesem Abend die Songs ihres aktuellen Albums „Digital Love“ einem größeren Publikum präsentieren. Das Ganze ähnelte am Ende den Konzerten der vorangegangen Tour. Die Jungs aus dem Rheinland spielten einen Mix aus „neueren“ und ein paar älteren Songs und zeigten dabei eine ordentliche Bühnenperformance. Sänger Dave feuerte die Leute vor der Bühne immer wieder an , allzu viel Bewegung wollte sich aber jedoch nicht entwickeln. Aber gut, vielleicht wollten die Jungs und Mädels vor der Bühne ja ihre Kräfte für den Headliner aufheben. An sich fiel aber wieder auf, dass ältere Songs wie „Your Kingdom“ dann doch etwas besser funktionieren. Bei den neuen Songs hingegen ziehen dann eher „No One As Master No One As Slaves“ oder „Heavy Rain“. Für mich aber auch sowieso die stärkeren Songs der neuen Platte, die live übrigens neben weiteren Liedern mit einigen Backing-Tracks daherkommen. Diese waren zu Beginn des Sets dann leider auch zu laut abgemischt, sodass es schon fast zu „offensichtlich“ wurde. Vor das Mikro hätten sich Dave und Mario daher eigentlich gar nicht mehr bemühen müssen. Aber ok, Unterstützung muss zwischendurch ja auch mal sein. Bei den übrigen Songs sah man dann auch eher nur ein Mitwippen der Crowd, anstatt völliger Ekstase. Schade eigentlich!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Dann war es endlich soweit und die Jungs von AUGUST BURNS RED enterten die Bühne. Und was gibt es schöneres am Set der Jungs als das Intro? Seid mal ehrlich, eigentlich nichts. In diesem Zuge beichte ich euch auch direkt was, denn das Original von ROZALLA hab ich damals in den 90ern schon rauf und runter gehört. Aber pssst…erzählt das keinem weiter. Bei den Jungs aus den Staaten gibt es allerdings immer das AQUAGEN feat. auf die Ohren und ich bin immer wieder verwundert, wie die Crowd bei dem Song abgeht. Einfach herrlich!

Im Anschluss dieses Ohrenschmauses durften wir uns dann aber endlich an der vollen Dröhnung „Messengers“ erfreuen und was ging da eine Party ab. Bereits bei „The Truth Of Liar“ stand keiner mehr still! Wirklich unfassbar, wie schlagartig sich die Leute vor der Bühne in ein wildes Durcheinander verwandelten. Spätestens bei „Back Burner“ bin auch ich im Hintergrund komplett gefangen und wippe mich genussvoll durch die Breakdown- und Mosh-Parts. Aber kein Wunder, denn die Live-Show der Jungs ist ja bekanntlich genial. Immens viel Bewegung und ordentlich Spaß sind dort garantiert!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

JB zeigte sich wie immer gut gelaunt und rannte mit seinen Flip Flops wahrlich die ganze Bühne ab und Jake überraschte nicht nur mit seiner Stimmgewalt, sondern mit seinem wahrlich durchtrainierten Erscheinungsbild. Wo vor Jahren noch ein kleiner Kerl auf der Bühne stand, steht heute ein muskelbepackter Typ vor einem, der sich immer wieder wie eine Wand vor der Menge aufbaut.



Schon krass, wenn man sich dann an alte Zeiten zurück erinnert. Interessanterweise hatte Jake vorher im Interview für MoreCore TV noch erzählt, dass ihm sein „neuer“ Sport vor allem bei seiner Bühnenperformance und Atemtechnik helfen würde. Das merkte dann auch ich, denn Jake, der im Bandbus noch dezent heiser war, konnte nun mit voller Power glänzen. Außer mancher Höhen ging da trotz angeschlagener Stimme bis kurz vor Schluss noch einiges. Hut ab!

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

Nachdem „Messengers“ dann durchgespielt war, durfte sich das Kölner Publikum noch über die neue Single „Invisible Enemy“ sowie „Ghosts“, „Empire“ und „White Washed“ als Zugaben freuen. Danach war dann aber endgültig Schluss. Am Ende ein mehr als gelungener Abend, an dem die Jungs aus den Staaten mal wieder zeigten, was für eine gute und sympathische Live-Band sie sind. Für mich einer der besten AUGUST BURNS RED-Shows, die ich je gesehen habe. Vielleicht sogar die Beste…

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schäfer (Cat Eye Photography)

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