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Live bei: ALL TIME LOW in Köln!

Das erste Mal, dass ich mit ALL TIME LOW in Berührung gekommen bin, war bei ihrer Europatour 2015. Damals hatten ...

VON AM 08/04/2017

Das erste Mal, dass ich mit ALL TIME LOW in Berührung gekommen bin, war bei ihrer Europatour 2015. Damals hatten sie ihr immer noch aktuelles Album „Future Hearts“ frisch auf den Markt geworfen. Ich bin damals, frech, wie ich nun mal bin, ausschließlich wegen der Supportbands zu diesem Konzert gegangen, da ich den Namen ALL TIME LOW zwar schon mal gehört, mich aber nie wirklich damit beschäftigt hatte. Nach diesem Abend hatte ich mich in diese Band und ihre sympathischen Mitglieder verliebt und umso mehr hat es mich gefreut, als ich erfahren habe, dass die Jungs aus Baltimore wieder nach Deutschland, und vor allem wieder nach Köln kommen. Aber fangen wir von vorne an…

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Ich versuchte also am Montag nach Köln-Ehrenfeld zu fahren und stellte fest, dass es einfach nicht weiterging. Alles voller Autos! Es schien nicht einmal jemand einparken zu wollen. Wirklich seltsam! Nachdem ich mich dann mit meinem kleinen Smart durch den Verkehr geschlichen und mir einen Parkplatz ergaunert hatte, stellte ich auch schnell fest, weshalb so viele Autos hier sind, aber keins parken wollte. Die Antwort: Es waren alles Eltern! Alles Eltern, die ihre Töchter zum ALL TIME LOW Konzert fuhren. Ja klar – es waren auch Jungs dabei, aber dennoch konnte man die Zielgruppe der Band mehr als deutlich erkennen. Die Menschenmasse stand in einer Reihe die ganze Lichtstraße entlang, sogar noch um die Ecke und schien kein Ende zu nehmen. Alle wollten rein und am besten in die erste Reihe!

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Kurzer Zeitsprung zur ersten Band des Abends: Punkt 19 Uhr wurde das Saallicht gedimmt und SWMRS betraten die Bühne. Hier gab es überdurchschnittlich guten „High-School-Punkrock“ auf die Ohren und das gefiel dem Publikum sehr. Es wurde mitgesungen und geklatscht. Allerdings fehlte etwas die Bewegung in der Crowd. Aber das ist bei einer Supportband ja leider nichts Neues! Insgesamt boten die Jungs aus Kalifornien eine sehr gute Show, die man sich auch gut in einem kleinerem Club hätte vorstellen können. Kleiner Funfact am Rande: Drummer „Joey Armstrong“ von SWMRS ist der Sohn des einzig wahren „Billy Joe Armstrong“, welcher seines Zeichen nach Frontmann der Band GREEN DAY ist! Eine kleine musikalische Familiengeschichte also.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Nach etwa 30 Minuten SWMRS und nochmal 30 Minuten Umbaupause wurde es erneut dunkel in der Live Music Hall in Köln, und ALL TIME LOW betraten die Bühne. Diese ist übrigens so mit Lichteffekten und Leuchten überflutet, dass man glauben könnte, es hätte welche im Schlussverkauf gegeben. Alles leuchtete und bewegte sich! Im Laufe des Konzertes wurde insgesamt eine hervorragende und durchdachte Lichtshow geliefert.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Aber wo war ich? Achja genau! ALL TIME LOW betraten die Bühne und die Masse rastete wahrlich aus! Gekreische, Tränen, Kreislaufzusammenbrüche, alles war mit dabei, als die Lieblingsboygroup die Bühne betrat. Kleidungsstücke, insbesondere BH’s, flogen in regelmäßigen Abständen auf die Bühne und wurden charmant an die Mikrofonstative gehangen. Die Band eröffnete ihren Auftritt mit dem Song „Kicking and Screaming“ und die Meute sang ordentlich mit! Und auch die pogenden Tänzer im Publikum kamen auf ihre Kosten, da sich der in der Mitte des Raumes befindende Pogo sich von Song zu Song vergrößerte und immer mehr musikliebende mittanzen ließ. Danach folgten auch direkt weitere Hits wie „Weightless“ und „Somewhere In Neverland“.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Nach „Kids In The Dark“ ging es dann mit dem umstrittenen neuen Song „Dirty Laundry“ weiter. Der charismatische Frontmann Alex verkündete, er sei sich bewusst, dass viele den neuen Sound nicht mögen. Aber solche Leute wären heute sowieso nicht in der Location, also würde man ihn spielen. Es folgten ein paar Balladen und ich bin mir sicher, dass einige im Publikum weinten als „Therapy“ und „Missing You“ gespielt wurden. Aber diese Stimmung hielt nur so lange an, bis die Jungs wieder Vollgas gaben. Mit „A Love Like War“ und „Backseat Serenade“ ging es wieder volle Möhre auf die Tanzfläche. Die Masse tobte! Als „letzten“ Song des Sets wurde „Take Cover“ gewählt und der passt, meiner Meinung nach, leider überhaupt nicht an diese Position. Schade eigentlich!

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Als Zugabe gab es dann noch „Lost In Stereo“ und „Jasey Rae“ auf die Ohren. Und bevor es wirklich zum letzten Song kam, noch ein bisschen Wissenschaft zum Thema BH von Frontmann Alex: „Girls actually sweat more than boys but you don’t see it because it all goes into their bras. That’s Science!“ (dt.: Eigentlich schwitzen Mädchen ja mehr als Jungs, aber das kann man nicht sehen, weil es alles im BH landet. Das ist Wissenschaft!) Danke für diesen lehrreichen Beitrag, Alex.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Zum Abschluss gab es dann noch den großen Hit „Dear Maria, Count Me In“ zu hören. PUFF! Konfetti! Schreie, Liebe, Musik! Als ich die Halle verlasse standen bereits die ersten Eltern vor ihren Autos und warteten darauf, dass ihre Kinder es mir gleichtun. Das Ende eines wundervollen Montagabends! Im Grunde kann ich ALL TIME LOW nur jedem ans Herz legen, der sich für Ohrwurm-Pop-Punk begeistern kann. Und jeder, der gerne mal im Softcore-Pogo tanzen will sowieso. Denn trotz Ohnmachtsanfällen und „I Love You“-Gekreische seitens der Mädels, ist die Combo nicht nur was für ebendiese, sondern kann auch bei den Jungs punkten. Aber das würde natürlich niemals einer zugeben…

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

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