stick to your guns true view

Kritik: STICK TO YOUR GUNS – „True View“

STICK TO YOUR GUNS‚ neues Album rezensieren? Kann ich. Eine Band, die es geschafft hat, dass ich sie in Form eines Diamanten auf meinem Körper verewigt habe und die ich nach Möglichkeit auf jeder ihrer Touren in Deutschland besuche; mit der taufrischen Platte eben dieser Band setze ich mich natürlich gerne auseinander.




Was erwarte ich also, als ich das erste Mal auf „Play“ drücke, um den Opener „3 Feet From Peace“ der anstehenden 13 Songs auf „True View“ abzuspielen? Ich erwarte das seit Jahren bewährte STICK TO YOUR GUNS-Konzept mit Jesse Barnetts Mischung aus hasserfüllten bis verzweifelten Shouts und treibenden Cleans. Das Ganze sollte sich dann wie gewohnt mit treibende Drumbeats, hart abgehackten Riffs und wunderbar tanzbaren Breakdowns paaren. Alles wie immer also – dann bin ich mit meinen STICK TO YOUR GUNS zufrieden.

Jetzt mag der ein oder andere sagen: “Iiih – alles klingt wie immer. (miau)“ Natürlich kann es dem ein oder anderen da draußen relativ langweilig vorkommen, dass STICK TO YOUR GUNS über die mittlerweile 14 Jahre Bandgeschichte nicht allzu viel Wandlung zeigten. Mich als eingefleischten Fan der Jungs aus Kalifornien (ein Mekka des Hardcores) juckt das nicht: Old but gold!




Ich werde nicht enttäuscht: STICK TO YOUR GUNS zeigen die eben genannte Mischung, die auch live wieder überzeugen wird. Songs, wie „The Inner Authority“ und „Through The Chain lnk“ erinnern an gestandenen Melodic Hardcore und repräsentieren die Wut Hass auf diese Welt da draußen, auf die Welt, in der wir leben. Hier erleben wir STICK YO YOUR GUNS also auch texttechnisch wie gewohnt in ihrer Anti-Haltung.

Auch der Song „You Are Free” ist so unglaublich typisch für das Hardcore-Quintett. Direkt in die Fresse und mit Textzeilen wie „You are free | No matter what they do or what they say | Believe…. you are free |The true power of you can’t be taken away“ appelliert Jesse an unser Selbstvertrauen und die Macht jedes Einzelnen.

“Doomed By You” überzeugt durch fantastische Riffs und präsentiert sich für das gewohnte STICK YO YOUR GUNS-Publikum richtig tanzbar. Auch der klassische Breakdown bei 1:45 wird live überzeugen. Das Album macht Vorfreude auf die bald anstehende Tour. Im November und Dezember sind die Jungs ja bereits wieder hier.




„The Reach for Me: „Forgiveness of Self“ ist ein im Vergleich zum Rest des Albums schon ein rockig anmutender Abschied inklusive einer riesengroßen Entschuldigung. Die Frage ist: An wen? STICK TO YOUR GUNS sind unverbesserliche Weltverbesserer und Kämpfer für die Gerechtigkeit. Sie treten als Hardcore-Ritter gegen Korruption, Gier und die Macht des Einzelnen an. Sie haben also keinen Grund sich zu entschuldigen.

Fazit: Stick To Your Guns – True View

STICK TO YOUR GUNS liefern gewohnte Qualität und machen Vorfreude auf die anstehende Tour mit BEING AS AN OCEAN, FIRST BLOOD und SILENT PLANET im November. Tickets bekommt ihr noch hier.

Wertung: 8/10
Band: Stick To Your Guns
Titel: True View
Genre: Hardcore
Songs: 13
Release: 13.10.2017

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