Kritik: KILLSWITCH ENGAGE – Incarnate

„Put that Metal into the Core!“ KILLSWITCH ENGAGE sind zurück und hauen mit Incarnate nicht nur ihr mittlerweile siebtes Album, sondern auch das zweite nach der Rückkehr von Jesse Leach raus. Kalter Kaffee oder wagen sich die alten Recken doch nochmal an „neue“ Klänge?

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Nein und nein! Weder kalter Kaffee, noch unnötige Spielereien bieten KILLSWITCH ENGAGE 2016. Klar, wer sich Incarnate anhört, bekommt unfreiwillig ein Gefühl von Nostalgie – denn diese Platte könnte auch gut und gerne aus dem Jahr 2003 stammen, reiht es sich doch perfekt in den gewohnten Killswitch Engage Sound á la Alive or Just Breathing (2002) ein.

Das heißt: definitiv mehr Metal als Core, große Melodien, noch größere Vocals und viel Material zum Kopfnicken. Wer damit noch nie etwas anfangen konnte, der wird auch diesmal eher einen großen Bogen um diese Band machen. Fans dagegen werden sicherlich nicht allzu enttäuscht sein, dass die Band ihrem bewährten Konzept treu bleibt und Modern Metal mit Thrash Metal unter ihren Metalcore mischt.

So bedienen sie mit Songs wie Until The Day I Die oder Strength Of The Mind doch eher das WACKEN– als das VAINSTREAM-Publikum, schaffen es aber eventuell auch als eine der wenigen Genrevertreter auch mal den True Metal Jünger aus der Reserve zu locken und ihn zu einer Platte zu verleiten, die er in der ja ach so verbotenen Metalcore-Schublade finden wird. Die rauere Produktion tut hier ihr übriges.

KILLSWITCH ENGAGE. Eigentlich reicht dieser Stempel, um zu wissen was einen erwartet: Starke Vocals, Gitarrensoli, stampfende Rhythmen, Refrains mit Ohrwurm-Potential. Wer dies auf Dauer einfallslos findet, verpasst dennoch eine sehr runde, starke Platte.

Wertung 08/10

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