Counterparts

Kritik: COUNTERPARTS – „You’re Not You Anymore“

COUNTERPARTS – das ist eine Band, die mit ihrem letzten Werk „Tragedy Will Find Us“ (2015) Maßstäbe im Melodic Hardcore gesetzt hat. Die vierköpfige Truppe inklusive des neuesten Mitglieds Kyle Brownlee musste also mit dem heute erschienenen, fünften Album „You’re Not You Anymore“ abliefern, denn die Erwartungen sind hoch. Wir möchten euch die Spannung gleich vorwegnehmen: Die Scheibe ist zum Verlieben gut!




Schon beim ersten Anhören der elf neuen Songs (gut, fünf der Songs kannte man ja bereits, zuletzt wurde „Haunt Me“ veröffentlicht) wird klar: Das Album höre ich noch einmal. Und noch einmal. Gott, ist das Ding gut! Vom ersten Song des Instrumental-Openers „Walk Away Slowly“ an bis hin zum Satz „You’re Not You Anymore“ (der letzte auf der Platte) bin ich beeindruckt von der Emotionalität, Qualität und Stimmung, die mir eben diese vermittelt.

Es war zu erwarten, dass Brendan Murphy seine unverwechselbare Stimme erneut zum Ausdruck bringen würde. Es war zu erwarten, dass das Album emotional wird (duh, Emotional Hardcore). Es war ebenfalls absehbar, dass das Album als Gesamtwerk überzeugen würde. So arbeiten COUNTERPARTS.




Aber trotz der Ansage der Band, dass „You’re Not You Anymore“ als Werk ein Zusammenspiel aus allem bisher erschienenen Werken der Kanadier sein würde, hat sicher niemand damit gerechnet, dass dieses Album das wirklich schafft. Es erfüllt diese Erwartung nicht nur: Es ist ebenso eine perfekte Mischung aus sehr persönlichen Lyrics, unglaublicher Aggression und überwältigender Energie.

Wer sich das Album anhört, wird schon gleich im ersten Verse des Songs „Bouquet“ mit unglaublich genialen und von Brendan Murphy wahnsinnig energiegeladenen Lyrics begrüßt:

„Disconnecting veins in an effort to release my tragedy
All that we leave behind is misery
And my disease is a sanctuary
A curse that unfolds like a novel
But I’d sooner slit my wrists with the first page“

Dass die tiefgreifenden Texte des Albums von COUNTERPARTS mit genialen Percussions begleitet werden, ist der erste Hinweis darauf, dass die Band seit beispielsweise „Prophets“ (2010) nichts verlernt haben und noch immer ganz genau wissen, was sie tun. Der neue Drummer Kyle Brownlee wird live unter Garantie das ein oder andere Set zerfetzen. Der Song „No Servant Of Mine“ ist eine perfekte Zurschaustellung der Untermalung durch die Drums.

Während ich den Schlagzeuger so hervorhebe, möchte ich aber auch Blake Hardman und Adrian Lee nicht vergessen, deren wunderbar getroffene Passagen Songs wie „Thieves“ oder auch „A Memory Misread“ (Ausraster-Garantie!) erst so rund machen.



COUNTERPARTS treten mit “You’re Not You Anymore” als eine Mannschaft auf und genauso rund klingt auch das Produkt ebendieser Zusammenarbeit.

Herausstechend ist aber natürlich nach wie vor das Gründungsmitglied Murphy. Er schafft es einen nahezu perfekten Mix aus Aggression und Emotion zu erzeugen und lässt mich das Album mittlerweile zum sechsten Mal in Schleife hören.

Fazit:
COUNTERPARTS haben sich selbst übertroffen und knallen dem Hörer 28 Minuten geballter Emotionen entgegen. Wer noch im Sommer rumgammelt und nun endlich im melancholisch-aggressiven Herbst ankommen möchte: Hier ist euer Album! Unbedingte Empfehlung!

Wertung: 9.5/10

Band: Counterparts
Titel: You’re Not You Anymore
Genre: Emotional Hardcore
Songs: 11
Release: 22.09.2017

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