Im Gespräch mit: BULLET FOR MY VALENTINE | MoreCore.de

Im Gespräch mit: BULLET FOR MY VALENTINE

Der walisische Metal-Exportschlager BULLET FOR MY VALENTINE spielt sich seit mittlerweile einem Jahrzehnt erfolgreich in die Herzen der Fans. Zum bevorstehenden Release ihres 5. Albums „Venom“ hatten wir die Möglichkeit, die Jungs in der urigen „Jägerklause“ in Berlin zu treffen, um über das neue Album, ihren neuen Bassisten und wiedergewonnene Härte zu sprechen.

Sebastian | MC: Vielen Dank, dass ihr uns die Möglichkeit für dieses Interview gebt. Es ist mir eine große Freude. Nun, wie gefällt euch Berlin?

Jamie Mathias | BFMV: Das Wetter ist super, die Sonne ist draußen, das Bier ist kalt. (alle lachen)

Sebastian | MC: Als Berliner möchte ich euch mit einem kleinen Geschenk in der Stadt willkommen heißen. Ich hab euch „Berliner Luft“ mitgebracht – Pfefferminz-Schnapps. Lasst es euch schmecken!

BFMV: Oh, vielen Dank! Geil, Schnapps!

Michael Thomas | BFMV: Ich geb dir ein Ale aus!

Sebastian | MC: Alles klar! (lacht) Also, euer neues Album steht vor der Tür, es heißt „Venom“. Ich hatte die Möglichkeit, es mir im Vorfeld anzuhören, und im Vergleich zu „Temper, Temper“ und „Fever“ hört es sich sehr viel aggressiver an. Es ist, als ob ihr zu euren Metal-Wurzeln zurückgekehrt seid. Die Fans sind von eurer neuen Single „New Way Out“ auch sehr angetan. Wie habt ihr es geschafft, zum Metal zurückzugelangen und was hat euch dabei inspiriert?

Michael Thomas | BFMV: Wir wussten einfach, dass es das ist, was wir machen mussten und machen wollten. Für mich hat es sich so angefühlt, als ob „Temper, Temper“ einfach etwas zu soft war.

Michael Padget | BFMV: Richtig, wir wurden immer softer und die Zeit war reif, zu unserer alten Härte zurückzukehren. Die Reaktion der Fans auf „Temper, Temper“ war sehr durchmischt. Das haben wir uns zu Herzen genommen, weshalb wir zurück zu unseren Wurzeln wollten und daher nun wieder wütender, dunkler, aggressiver, schneller und verfickt noch mal brutaler klingen als zuvor.

Sebastian | MC: Das ist euch auf jeden Fall gelungen! Was hat euch dabei geholfen, Ideen für Songs wie zum Beispiel „Army of Noise“ oder „Pariah“ zu finden, die ja ebenfalls sehr hart sind?

Michael Thomas | BFMV: Mit unserem neuen Album wollten wir uns zwischen unseren ersten beiden Alben positionieren. Wir sind schließlich gut darin, auffällige Musik zu produzieren und es sprudelte einfach so aus uns heraus. Wir sind wie eine „Heavy Metal Hit-Fabrik“. (alle lachen)

Sebastian | MC: Hört sich gut an! Dieses Album habt ihr mit dem Producer Colin Richardson aufgenommen, der zuvor Carcass und Machine Head produziert hat, sowie Carl Brown produziert, welcher As I Lay Dyings 2012er Platte „Awakened“ gemixt hat. Wie haben sie eure Arbeit beeinflusst und euer neues Album inspiriert?

Michael Padget | BFMV: Wir sind sowieso Fans von diesen Bands. Ich glaube eher, dass nicht die Producer, sondern die Songs und Klänge dieser Bands uns inspiriert haben. Klar, wir wollten dieses Album so hart und kraftvoll wie möglich gestalten, und dafür Colin und seinen Partner Carl für die Aufnahmen auszuwählen, war vermutlich die beste Entscheidung, die wir seit langem getroffen haben.

Michael Thomas | BFMV: Wir wollten auch mit Colin zusammenarbeiten, da wir bereits zwei Alben mit ihm erfolgreich aufgenommen hatten. Und dann trafen wir Carl, der es besser als die meisten anderen Producer versteht, alle Involvierten zu pushen und das Beste aus ihnen herauszuholen – selbst wenn es zehn Anläufe braucht, bis er zufrieden ist.

Sebastian | MC: Gab es noch andere Dinge, die ihr diesmal anders angegangen seid als bei den Alben zuvor?

Michael Padget | BFMV: Die gesamte Herangehensweise war diesmal für mich total anders. Bei dem letzten Album habe ich mich hingesetzt, in die Saiten gehauen und nach der ersten Aufnahme waren wir fertig. Ich dachte mir nur: „Aber das war doch nur das erste Tape. Lasst mich doch bitte erst warmwerden!“ Aber diese beiden Jungs pushen dich und pushen dich nochmals, bis sie das Beste aus dir rauskitzeln. Und dann pushen sie dich noch weiter. Ich bin mir also sicher, dass auf diesem Album alles verdammt gut passt.

Sebastian | MC: Und dann steht noch die US-Tour mit Slipknot in diesem Jahr an. Wie ist eure Beziehung zu den Jungs, arbeitet ihr auf irgendeinem Level zusammen oder inspiriert ihr euch gegenseitig?

Michael Thomas | BFMV: Wir sind Fans von Slipknot, seitdem sie in den späten 90ern ihr erstes Album auf den Markt brachten. Wann war das, 99 oder so?

Jamie Mathias | BFMV: Ja, eine ihrer ersten CDs!

Michael Thomas | BFMV: Und dann gefragt zu werden, mit ihnen auf Tour zu gehen…sie sind ja im Moment schließlich die vermutlich größte Metalband!

Jamie Mathias | BFMV: Das ist eine echt große Ehre!

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Sebastian | MC: Ihr tourt im Oktober und November auch durch Europa. Nehmt ihr bei dieser Gelegenheit gleich auch eine neue Live DVD auf?

Michael Thomas | BFMV: Nicht während dieser Tour, nein. Vielleicht im nächsten Jahr, bei der größeren Tour.

Sebastian | MC: Spielt ihr auch wieder ein Medley, wie schon auf der letzten Tour?

Michael Thomas | BFMV: Ich bin mir sicher, dass wir das tun werden.

Sebastian | MC: Habt ihr schon Ideen, welche Songs ihr in das Medley packen werdet?

Michael Padget | BFMV: Momentan haben wir ein Medley, welches wir spielen. Aber wir könnten uns auch mal ein neues überlegen, coole Idee!

Sebastian | MC: Ja, gern geschehen! (alle lachen) Kommen wir auf eure neues Albumcover zu sprechen. Darauf zu sehen ist eine weiße Schlange, die sich um ein schwarzes V windet. Was symbolisiert dieses Bild und warum habt ihr euch gerade für diese Farben entschieden?

Michael Thomas | BFMV: Schwarz und Weiß heben sich gut voneinander ab! Das denke ich zumindest.

Michael Padget | BFMV: Ich glaube die Idee war, ein klassisches Artwork auf dem Cover zu haben. Und ich denke wir sind uns alle einig, dass dies beste Artwork ist, was wir jemals hatten.

Jamie Mathias | BFMV: Ja, als ich es das erste Mal gesehen habe, hat es mich gleich begeistert. Es sieht einfach mächtig aus.

Michael Padget | BFMV: Das „V“ passt nicht nur gut zum 5. Album, sondern es heißt ja auch „Venom“. Dazu die Schlange – das fügt sich einfach alles gut zusammen.

Sebastian | MC: Jamie, du warst zuvor in der Band Revoker, die auch Metal machen. Wie hast du den Sprung nach vorn erlebt in eine solch berühmte Rockband?

Jamie Mathias | BFMV: Es war super! Bei Revoker habe ich die letzten sechs Jahre gespielt, und dann haben Bullet nach einem neuen Mann am Bass gesucht. Also habe ich ein Bewerbungstape für die Jungs aufgenommen, woraufhin sie mich nach London einluden.

Michael Padget | BFMV: Damit hat er uns alle vom scheiß Hocker gehauen! Ich sagte zu den anderen „Wow, wir können diesen Typen haben?!“. Er war ja ursprünglich Frontmann und spielte Gitarre, aber bei uns würde er die Bassgitarre übernehmen. Also hoffte ich, dass er dennoch einwilligen würde – und er tat es!

Jamie Mathias | BFMV: Und ich war vorher schon ein Fan der Band. Ich habe sie dutzende Male live gesehen, wodurch ich mit der Band recht vertraut war.

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Sebastian | MC: Und gab es für euch in der Zusammenarbeit mittlerweile irgendwelche Überraschungen, mit denen so gar nicht zu rechnen war?

Michael Thomas | BFMV: Er kann singen! (lacht)

Jamie Mathias | BFMV: Ich versuche mein Bestes.. (lacht)

Sebastian | MC: Und plant ihr, ein paar der neuen Songs als Akustikversionen herauszubringen, wie beispielsweise „Tears Don’t Fall“ oder „Your Betrayal“?

Michael Thomas | BFMV: Vorläufig nicht.

Michael Padget | BFMV: Für uns steht das derzeit nicht zur Frage. Aber generell würde ich sagen: wieso nicht? Wer weiß schon, was als nächstes bei uns ansteht. Da Jamie auch Gitarrenspieler ist, könnte das aber sehr interessant werden.

Jamie Mathias | BFMV: Ein paar der Songs auf dem neuen Album könnten sich dafür auf jeden Fall gut machen.

Sebastian | MC: Schließlich habt ihr auch ein paar langsamere Songs auf dem neuen Album. Nicht viele, aber die würden sich dafür anbieten.

Jamie Mathias | BFMV: Richtig, das könnte interessant werden.

Sebastian | MC: Und welche eurer Songs sind bis zu diesem Zeitpunkt die wichtigsten für euch – die, die ihr gerne spielt und unbedingt live bringen möchtet?

Michael Padget | BFMV: Das sind wohl eher die älteren Sachen, die auf jeden Fall immer im Set auftauchen werden. „Tears Don’t Fall“ wird vermutlich immer darin auftauchen, genauso „Last Fight“, „Waking The Demon“, „Raising Hell“, aber ebenso „No Way Out“ – hoffentlich also auch unser neues Material!

Jamie Mathias | BFMV: Ich kann es kaum erwarten, „Army of Noise“ vom neuen Album zu spielen! Das wird ordentlich donnern! (lacht)

Sebastian | MC: Stimmt, der Song geht auf jeden Fall ordentlich ab. Eine letzte Frage: Was sind eure Grundgedanken, wenn ihr Lyrics für Songs wie „Heart Burst Into Fire“ schreibt?

Michael Thomas | BFMV: Nunja, wir schreiben unsere Lyrics nicht. (lacht)

Michael Padget | BFMV: Aber ich denke, dass dieser Song davon erzählt, wie man von zu Hause entfernt ist, seine Geliebten vermisst und dann schließlich irgendwann wieder nach Hause kommt, woraufhin dein Herz vor Freude anfängt zu brennen. Eigentlich ist das ein verdammt guter Song, wieso spielen wir den nicht öfter?

Jamie Mathias | BFMV: Packen wir ihn ins Medley!

Sebastian | MC: Damit sind wir bereits am Ende unseres Interviews angelangt! Ich danke euch für eure Zeit!

BFMV: Wir danken dir!

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