Live bei: Heaven Shall Burn in Köln!

Da war es wieder soweit – als alter August Burns Red-Jünger ging es ins Palladium! Bei der “Final March” Tour von Headliner Heaven Shall Burn waren dazu noch In Hearts Wake und die mächtigen Whitechapel mit von der Partie. Zugegebenermaßen haben gerade die letztgenannten nach dem letzten Album für mich stark eingebüßt; Heaven Shall Burn hingegen kann ich mir immer wieder “geben”, jedoch habe ich sie live zuletzt vor knapp 9 Jahren in der Werkstatt gesehen, damals noch zusammen mit Aborted. Ich war also sehr gespannt als ich im Zug saß. Hat da jemand “Verspätung” gerufen? Irgendwo… als würde das jemals mit der Bahn passieren.



Jedenfalls hatte ich noch das Glück, die letzten zwei Songs von In Hearts Wake zu sehen. Stilbewusst schipperte Sänger Jake Taylor zu „Refuge“ in einem Luftkissenboot über die Menge. Für mich als “Nicht-Kenner” der Band war aber leider selbst beim FOH außer das Gewummer des Basses kaum etwas herauszuhören.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Whitechapel starteten sehr bekannt mit “I, Dementia” und “Faces”… ich war zu diesem Zeitpunkt SEHR glücklich. Und was kam danach? “Elitist Ones”, ein Song vom absolut “interessantem”, neuem Album. Hier konnte ich wirklich verstehen, warum sich Ex-Drummer Ben Harclerode wegen “kreativer Differenzen” aus der Band verabschiedet hat. Auch “Let Me Burn” ließ mich da nicht wirklich aufhorchen; die Mischung aus den alten, wuchtigen und technischen Songs im direkten Vergleich mit dem “neuen” Whitechapel, was eher in die groovigere, massentaugliche Richtung geht, war und ist für mich ein deutliches Downgrade.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)




Auch wenn sie “This is Exile” am Ende nochmal aufklingen haben lassen, scheint Whitechapel für mich ein wenig in einer “Übergangsphase” zu sein, was sich für mich in der Setlist deutlich zeigte. Zu mehr als einem Kopfnicken und einem “Woah, der Sänger ist krass” ließen sich jedenfalls die Zuschauer am FOH nicht hinreißen.

August Burns Red hingegen überzeugte spielerisch mal wieder komplett. Anfangend mit dem Song “King of Sorrow”, passenderweise auch dem ersten Song des neuen Albums “Phantom Anthem”, nahmen sie die Halle direkt mit. Direkt weiter ging es mit “Empires” wo…. einen Moment. “Wo sind eigentlich die Gitarren?”, schoss es mir durch den Kopf. Der Sound im Palladium, einer riesigen Halle aus Stahl, wummerte im Mitten- und Bassbereich, aber bis auf die letzten drei Songs waren die Gitarren am FOH kaum zu hören. Sehr ärgerlich.




Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Sehr zufriedenstellend hingegen war die Setlist! Mit Dauerbrennern wie “Composure”, “Empire” oder auch neueren Songs wie “The Frost” oder auch “Ghost” (wobei hier Jeremy von A Day to Remember natürlich NICHT mit auf der Bühne stand).

Als letzter Song kam, natürlich und wie immer, der All-Time-Favourite “White Washed”. Wie auch schon unsere Foto-Cat Karo immer meint: “Jedesmal, wenn Matt mit den Drums anfängt, bekomme ich Gänsehaut.”. Dem kann ich da auch nichts mehr hinzufügen.



In der Umbaupause zu Heaven Shall Burn merkte man dann die Vorfreude; zu Songs wie “Ich Tu Dir weh” sang fast die ganze Halle mit! Als weiterer Einheizer ging es mit “Always Hardcore” von Scooter weiter… und dann endlich mit einem richtigen HSB-Song: “Downshifter” vom Album “Wanderer”! Heaven Shall Burn überzeugte direkt mit vollem Sound und voller Wucht, bei der der nächste Song, “Bring The War Home”, auch voll einschlug. Ich muss zugeben, nach “Veto” hatte ich die Band ein wenig aus den Augen verloren, wurde aber beim Konzert direkt auch mit alten Krachern wie “The Weapon They Fear” oder “The Dream is Dead” belohnt. Sehr geil!

Bei “Black Tears” wurde sogar ein Fan dazugeholt, der vorher in einem Gewinnspiel diesen Auftritt gewonnen hatte. “Jochen” wurde nachher sogar von einer kompletten Ruder-Einlage belohnt. Auch optisch war das Konzert hier ein absoluter Augenschmaus. Passend zum Palladium kamen Flammen und Nebel zum Einsatz und die Bühne war in einem “Fabrikhallen”-Look gehalten.


Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Für mich wirkte alles sehr stimmig und passend. Aber habt ihr schonmal einen Circle-Pit durch das GESAMTE Palladium gesehen? Das wurde an diesem Abend auch geschafft; von vorne bis hinter das FOH stürmte die Menge im Kreis und war dabei jedoch immer rücksichtsvoll. Respekt!


Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Kamerageil)

Am Besten gefallen haben mir jedoch zwei Songs: “Hunters Will Be Hunted”, da die Gitarren super durchkamen und auch die Menge gut mitging. Welcher Song noch? Die Zugabe! Das war nämlich das Blind Guardian-Tribute “Valhalla”. Für mich ein absolut schöner Abschluss des Abends, danke dafür!

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