Donots Lauter Als Bomben Album 2018

Kritik: Donots – „Lauter als Bomben“

Bevor ich zum eigentlichen Album komme, muss ich eine kleine Geschichte erzählen. Diese Geschichte beginnt im Juni 2012 auf der Center Stage bei Rock am Ring. Ich hatte von den Donots schon mal gehört aber eigentlich standen wir ganz vorne, weil Billy Talent und Metallica an dem Tag gespielt haben.

Können die Donots abermals überzeugen?

Doch dann kamen diese Knallköpfe auf die Bühne und ich habe mich sofort in den Sound und den sympathischen Frontmann verliebt. Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber ich belasse es dabei, dass meine CD-Sammlung kurz nach dem Festival um einige weitere Alben der Donots ergänzt wurde. Ein neuer Fan wurde geboren.

Das letzte Album der Jungs war dann erstmals mit deutschem Gesang und auch wenn viele skeptisch waren, war „Karacho“ eine großartige Platte, die immer noch oft durch meine Kopfhörer schallt. Die Jungs sind allerdings sehr fleißig und haben es irgendwie geschafft neben den ganzen Konzerten und Festivals ein neues Teil zu bauen über das ich jetzt endlich sprechen darf. Ich als Fan habe mir „Lauter als Bomben“ natürlich sofort nach der Ankündigung in der Limited Fan Edition vorbestellt, aber als mir angeboten wurde, es vorher zu hören und ein paar Worte darüber zu verlieren habe ich nicht eine Sekunde gezögert. Jetzt aber genug Geschwafel. Auf geht’s!

Starker Auftakt, konstant hohe Hitdichte

„Geschichten vom Boden“ ist der erste Song auf dem Album und dieser fängt genau da an, wo Karacho aufgehört hat und ich habe sofort Bock mich in den Pogo zu stürzen. Das einzige, was mich daran abhält ist die Tatsache, dass ich gerade am Schreibtisch sitze. Der zweite Song „Keiner kommt hier lebend raus“ wurde bereits im Mai auf einer Split-EP mit Adam Angst veröffentlicht und schließt vom Stil nahtlos an „Geschichten vom Boden“ an. Uptempo, Text zum mitgröhlen und definitiv tanzbar. Ich hab‘ Bock!

Ein Konzept, welches sich durch das Album zu ziehen scheint. „Aschesammeln“, „Gegenwindsurfen“ und mein persönlicher Circlepit-Favorit „Whatever Forever“ lassen mich mit den Händen auf der Tischplatte schlagen und mit dem Kopf nicken. Ich glaub‘, ich muss mich mal hinstellen, ich werd‘ schon ganz hibbelig. Hier wird nicht lange gefackelt, hier sagt der gute Ingo, dass man die Beine in die Hand nehmen und tanzen soll.

Aber die fünf Jungs aus der „Großmetropole“ Ibbenbüren können auch langsamer. Muss ja auch nicht immer auf die Fresse sein, oder? „Das Dorf war LA“ ist ein Feuerzeug-Song, der mir fast die Tränen kommen lässt und „Eine letzte letzte Runde“ mal wieder ein toller Track zum Mitsingen.

Gegen Ende wird das Tempo noch einmal angezogen. „Das alles brauch ich jetzt“ und „Heute Pläne, morgen Konfetti“ geben nochmal richtig Gas und laden zum Tanzen ein. Ich glaube, dass ich mittlerweile deutlich gemacht habe, worum es hier geht, oder?

Fazit:

Wie soll ich „Lauter als Bomben“ am besten bewerten? Für mich ist es ein großartiges Album und ein toller Start in das Musikjahr 2018. Die Songs bleiben im Kopf und sorgen zumindest bei mir für ein Gefühl von Bewegungsdrang, den ich nur ganz schwer unterdrücken kann. Die deutschen Texte wirken ab und an mal etwas eckig und kantig aber das gibt dem Gesamtkonzert keinen Abbruch, sondern sogar noch etwas Charme.

Ich will laut mitsingen, wenn „Geschichten vom Boden“ startet und „Eine letzte letzte Runde“ in den Refrain gehen und ich will wie ein Irrer im Kreis rennen und gröhlend durch Menschenmassen hüpfen, wenn ich den Gitarrenriff von „Whatever Forever“ höre.

Alles wirkt wie aus einem Guss und ich hatte beim hören nicht das Gefühl gelangweilt zu werden. Im Gegenteil – ich finde, dass es mit 37 Minuten Gesamtlaufzeit sogar etwas kurz ist. Aber auch das tut dem Gesamteindruck nicht wirklich weh.

Die Donots erfinden sich auf keinen Fall neu, aber sie holen das beste aus ihrem momentanem Sound und Konzept und ich freue mich einfach nur, sie dieses Jahr wieder auf Tour sehen zu dürfen.

Wertung: 08/10

Band: Donots
Album: Lauter als Bomben
Release: 12.01.2018

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