Cabal Mark of the Rot

Kritik: Cabal – „Mark of Rot“

Vor dem Veröffentlichen der Cabal-Review:

“666/10? Julian, DAS geht nicht als Wertung!”
“Glaub’ mir Cheffe, das geht!”
“Julian?…”
“Ok, ok, ich schreibe es neu…”

Es wäre so einfach gewesen. Echt.



Aber nun zum richtigem Text! Ihr kennt Cabal noch nicht? Das ist auch kein Wunder, die Band wurde erst 2015 gegründet und hat seitdem die Single “Innocent Blood” und die dazugehörige EP “Purge” rausgebracht. Ich habe sie erst mit ihrer ersten Single “False Light” zum dazugehörigen Album “Mark of Rot”, released über Long Branch Records, kennengelernt. Und was soll ich noch groß sagen, ich war komplett weggeblasen.



Cabal definieren Bösartigkeit neu

Moment, BIN immer noch komplett weggeblasen. Nicht nur, dass “False Light” diesen abgrundtiefen, bösen Charakter hat und dabei noch absolut groovy bleibt, die nächsten Songs steigern diese nihilistische Einstellung und den Hass auf die Welt noch weiter. “Nothingness” prahlt dabei etwas mehr mit Deathcore-Elementen, nicht zuletzt weil auch CJ McMahon von Thy Art Is Murder hier mitgrowlt. Ich musste unwillkürlich grinsen. Und dabei irgendwas zertreten.

“Blackened Soil”, die zweite Single-Auskopplung, protzt auch wieder mit mächtigen Riffs, einem dunklen Sample im Hintergrund und einer Menge Hass. Hier dachte ich schon, dass die Band Humanity’s Last Breath, die ebenfalls aus dem hohen Norden kommen, stolz auf die Jungs wäre. Ein bisschen „djentiger“ klingen die Riffs hier, ohne an Brutalität zu verlieren.

Bei “Rah’Ru” kommt dem Song ein mächtiges Intro zuvor, der ein bisschen den Charakter von einem Endfight bei “Darksiders” oder “Dark Souls” hätte. Auf diesem Choral brettern wieder die Gitarren los und auch Sänger Andreas hasst auf vollem Niveau.


Einfach rundum gelungen

Genug Eindruck? Einen Song möchte ich euch aber noch näher vorstellen, nämlich “The Darkest Embrace”. Im bewährten Prinzip grooven hier die Gitarren und der Sänger um die Wette, hinterlegt von dunklen Samples. Hier noch eine Prise Blastbeats und dann… ein Breakdown? Moment, das ist ja ein anderer Sänger, der mir bekannt vorkommt! Es ist niemand anderes als Filip Danielsson, die monströse Stimme von Humanity’s Last Breath die in einen weiteren monströsen Part einleitet, der mir immer wieder Gänsehaut beschert. Wahnsinn!

Nicht nur, dass die Stimmung, das Songwriting und die Texte mir gefallen, auch der Mix ist sehr differenziert, wenn auch teilweise “compressed”. Nichtsdestotrotz höre ich viel Raum in den Gitarren, die Choral-, Geigen- und Orgel-Samples runden die Songs ab und hinterlassen einen tiefen Eindruck. Als kleiner Bonus: Das Albumcover ist, in meinen Augen, sehr schön designed und hat das gleiche Thema wie auch die Videos. Düstere Stimmung, dunkle Wälder und heidnische Symbolik. Stimmig!

Kommen wir zur Wertung? Jup. Ich kann hier gar nicht anders, als eine verdiente 10/10 zu geben. Nicht nur, weil alles passt, sondern auch, weil es eine frische Band ist, die sich aus dem dunklen Norden zu uns herablässt und uns nochmal zeigt, wie pure Bösartigkeit in Musik verarbeitet wird. Sie brauchen sich nicht hinter Größen wie Thy Art Is Murder, The Black Dahlia Murder, Humanity’s Last Breath oder Meshuggah zu verstecken, denn auch sie sind Meister darin, simpel, brutal und gut zu klingen.

Wertung: 10/10

Band: Cabal
Album: Mark of Rot
Veröffentlichung: 23.02.2018

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