Blackout Problems Kaos

Kritik: Blackout Problems – „KAOS“

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wie lange es her ist, aber es war in Essen. Im Turock um genau zu sein. Die Düsseldorfer Band Massendefekt hatte gespielt und dabei eine mir noch unbekannte Band als Support-Act mit im Gepäck. Ich kann mich auch noch genau daran erinnern, wie zwei Mädchen in der ersten Reihe standen und mir erzählten, dass sie nur wegen Blackout Problems dort seien. Und was soll ich sagen? Auch ich bin mit dem ersten Ton verliebt gewesen und seitdem laufen mir die Jungs aus München immer wieder über den Weg.


Blackout Problems beginnen furios

Ob es auf ihren Headlinershows ist oder als Support-Act von bekannten deutschen oder internationalen Acts. Live sind Marcus, Mario, Michael und Moritz immer eine absolute Wucht und bringen die Clubs und Hallen richtig ins Schwitzen. Nach zwei EP’s, einem Album, ein paar Singles und endlosen Liveshows kommt nun mit „KAOS“ ein komplett neues Album der Jungs. Und bevor ich mich jetzt weiter in Geschichten verliere fange ich mal besser an etwas über dieses Album zu erzählen.

Der Preis für „most relatable Songtext 2018“ geht auf jeden Fall an Blackout Problems mit ihrem Opener „How Are You Doing?“. Normalerweise zitiere ich ja nicht so gerne Songs, aber hier muss einfach eine Ausnahme gemacht werden:

„I fucked up a few friendships
’cause I stopped writing back
’till my phone stopped that stupid ringing.
Your friends might be right now
I’m a mess but I’ll get better
if you’d stop asking:
„How the fuck are you doing?““




Aber da das hier keine Analyse, sondern eine Rezension ist, hör ich jetzt auch auf damit! Es hätte keinen besseren Opener für die CD geben können. Der Song steigert sich ziemlich schnell und explodiert dann in einem Chorus, der mich fast vor Bewegungsdrang aufspringen lässt.

Es folgt ein ziemlicher Gegensatz. Der Titeltrack „KAOS“ wirkt im ersten Moment sehr ruhig und fängt erst langsam an sich aufzubauen, explodiert gegen Ende dann aber doch ziemlich. Ein sehr atmosphärisches Stück, welches ich persönlich vielleicht nicht an zweite Stelle auf die Platte gepackt hätte.

Eine weitere Videoauskopplung ist „Limit“. Dieser schlägt einen ähnlichen Ton wie „KAOS“ an. Eher langsam, viel Delay auf den Gitarren und Hall auf Marios Stimme. Tatsächlich sind sehr viele Songs auf dem Album nach diesem Schema aufgebaut, was einen großen Wiedererkennungswert schafft, allerdings auch etwas abwechslungsarm ist.

Dass es auch anders geht zeigt „Queen“. Vor meinem inneren Auge sehe ich schon, wie die Menschen bei Stroboskoplicht und Nebel durch einen Club pogen, während dieser Song läuft.



Fazit:

Ich bekomme dieses Jahr echt nur das gute Zeug, oder? „KAOS“ ist ein sehr intensives und packendes Album, wenn man sich darauf einlässt. Alles ist sehr aufeinander abgestimmt und es ist ein würdiger Nachfolger zu „Holy“. „Blackout Problems“ sind eine Live-Band und es ist unheimlich schwierig die Atmosphäre, die die Jungs auf der Bühne erschaffen auf einer Aufnahme zu konservieren. Es ist ihnen dennoch ganz gut gelungen und ich kann „KAOS“ nur empfehlen, wenn man mal abtauchen und sich in der Musik und den Texten verlieren will. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir ein paar mehr flottere Songs gewünscht hätte.

Es ist also weniger Musik, die man bei einer Grillparty auf dem Festival hören würde, als vielmehr mit Kopfhörern an einem verregneten Tag.

„Blackout Problems“ sind im Herbst auf großer „KAOS“-Tour und ich kann jeden von Euch nur ans Herz legen, dort hin zu gehen. Wer weiß, wie lange die Jungs noch in kleineren Venues spielen. Ihr werdet mich auf jeden Fall bei jeder Show sehen, zu der ich die Gelegenheit bekomme. Und übrigens: How are you doing?

Wertung: 8/10

Band: Blackout Problems
Album: KAOS
Veröffentlichung: 15.06.2018

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