Big Brother is listening to you: Die Musikindustrie lernt von euch!

Fast schon logisch, aber dennoch ein interessanter Einblick, den uns ein Artikel der Kollegen von TheAtlantic.com da gibt. Demnach studiert die Musikindustrie noch akribischer, als man es sich vielleicht denken möchte, das Verhalten seiner Konsumenten.

Wie ein riesiges Vakuum saugt die Branche sämtliche Daten auf, die Nutzer durch das Teilen, Streamen und Kaufen von Musik absondert. Heute beeinflussen genau diese Faktoren die Suche nach den nächsten „großen Hits“ noch mehr als je zuvor.

Eine wichtige Rolle spielt dabei überraschenderweise die schon fast altertümlich anmutende App Shazam, die täglich 20 Millionen Suchanfragen studiert und auswertet, welche Songs besonders gut ankommen und auch wo genau.

Dabei hat Shazam sogar noch einen höheren Stellenwert, als beispielsweise die Anzahl von Klicks auf ein YouTube-Video, indem sie zeigt, dass der Nutzer aktiv involviert ist und mehr hören möchte – oftmals sogar genau diesen Song.

Doch auch andere Tools spielen eine große Rolle: Konzertpromoter beschäftigen sich mit Spotify, um die Städte für Touren herauszufiltern, in denen sich die meisten Fans einer Band befinden. Auch die Songs, die live gespielt werden, werden mittlerweile gern über die Spotify-Zahlen bestimmt.

Die Firma Next Big Sound beispielswerise beschäftigt sich mit nichts anderem, als das, was ihr an relevanten Inhalten in sozialen Netzwerken (Instagram, Facebook, Twitter etc.) postet oder Musik streamt. Facebook-Likes an sich gehören dabei eher zur uninteressanten Kategorie an Indikatoren – weitaus mehr Priorität genieße hier unter anderem ein Besuch der Wikipedia-Seite einer Band, da dies konkretes Interesse zeigt, mehr über sie zu erfahren und natürlich auch zu hören.

Eine interessante Entwicklung, die sich da in den letzten Jahren aufgetan hat – und vielleicht seht ihr nun euer öffentliches Nutzerverhalten auch mit etwas anderen Augen.

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